Wolfgang Marzin – Messe Frankfurt: Wirtschaftsmotor der Region

Seit rund 800 Jahren trifft sich in Frank­furt die Welt. Schon zu Zeiten Luthers zählte die Stadt mehr Messegäste als Einwohner und bescherte Frankfurts Bürgern und Geschäftsleuten angemessenen Wohlstand. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Stetige Inspiration und Innovation haben es unserem Unter­neh­­men ermöglicht, über die Jahrhunderte hinweg erfolgreich Handelsplätze zu schaffen. Als eines der weltweit größten und profitabelsten Messeunternehmen und als Global Player mit mehr als 100 Messen rund um den Globus ist die Messe Frankfurt an ihrem Heimat­stand­ort fest verwurzelt und ein Motor der Wirt­schaftsförderung über die Grenzen des Rhein-Main-Gebietes hinaus.

Frankfurt zählt zu den ältesten Messe­­städten der Welt, und unsere Aussteller und Besucher aus aller Welt schätzen vor allem die zentrale Lage im Herzen Europas sowie die hervorragende Infra­­struktur der Metropolregion Frankfurt und Rhein-Main. Mehr als 40.000 Aussteller und bis zu über zwei Millionen Besucher kommen jährlich zu Messen, Kongressen und anderen Veranstaltungen auf das Messe­­gelände. Über 70 Prozent der ausstellenden Unternehmen und rund die Hälfte der Besucher auf den Eigenveranstaltungen der Messe Frankfurt kommen aus dem Aus­­land. Das sind internationale Spitzenwerte. Leit­­messen in Frankfurt sind Premium­platt­formen. Sie sind Innovationsmotor, Trend­­­barometer und interkulturelle Treff­punkte der internationalen Technik- und Design­szene. Und damit ist Frankfurt mit seiner Messegesellschaft eine der weltweit wich­­tigsten Bühnen für das Neue in der Welt. ISH, Light + Building, Automechanika und Heimtextil, Musikmesse und Ambien­te sind weltbekannte Marken unter unseren Ei­­­genveranstaltungen. Neben eigenen Ver­­­­­anstaltungen finden in Frankfurt auch in­­­ternational bekannte Gast­veran­stal­tung­en wie die Internationale Automobil-Aus­­stel­­­lung IAA-Pkw, die Buchmesse, die Ache­­ma und Imex statt. Als Unter­nehmen wie als Marke Messe Frankfurt stehen wir für den Anspruch, neue Messen und Kon­g­resse zu innovationsstarken Themen für Frankfurt zu entwickeln. Darum ent­schei­­den sich auch Gastveranstaltungen zu neuen Branchen wie beispielsweise der Photovoltaik aktiv für den Messe­platz Frank­­furt. Großes Wachstums­po­ten­zial sehen wir auch im Tagungsbereich. In Ergän­zung zum Congress Center auf dem Messe­gelände werden wir im Sommer 2014 ein weiteres Kongresszentrum im angrenzenden Europaviertel in Betrieb nehmen: das Kap Europa. Von dem Image der Veran­­staltungen, aber auch von ihren Be­suchern und Ausstellern profitiert nicht zuletzt die gesamte Region Frankfurt Rhein-Main.


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Menschen begeistern, Messen als Events kreieren, Erfolge von morgen ­­anschieben – jede Veranstaltung, jeder unserer Services verfolgt das zentrale Ziel, das Vertrauen unserer Kunden in die Messe Frankfurt zu festigen. Und gemeinsam mit den Kunden schaffen wir Mehrwerte. Und darüber hinaus leistet unser Unternehmen einen nicht uner­­heblichen Beitrag für die Volkswirtschaft. Die Messe Frankfurt er­­­wirtschaftet Ge­­winne, leistet Ausschü­t­tungen an ihre Gesellschafter, zahlt Steuern und sichert Arbeitsplätze. „Sozio­­ökonomischer Effekt“ ist das Stichwort. Veranstaltungen am Messeplatz Frank­furt sorgen für Auf­­träge in der Region: Hoteliers, Gastro­nomen, Handwerks­be­trie­be und Einzel­handels­ge­­schäfte verdienen an den Besuchern der Messen. Und indirekt, durch die Steuer­­einnahmen, profi­tieren Bund, Länder und Gemeinden von den Veranstaltungen.


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3,1 Milliarden Euro lösen Veranstal­tungen am Messeplatz Frankfurt in der Bundes­­republik Deutschland aus. Das hat 2012 eine Studie des unabhängigen ifo-Instituts gezeigt. Auf Frankfurt entfallen direkt 1,6 Milliarden Euro, auf die Region noch einmal 0,6 Milliarden Euro. in die restlichen Bundesländer fließen 0,9 Milliarden Euro. Kein anderer Messestandort kann solche wirtschaftlichen Effekte vorweisen. Daher ist die Messe Frankfurt gerade auch in wirtschaftlich unsicheren Zeiten ein stabilisierender Faktor. Jeder Besucher gibt durchschnittlich rund 450 Euro für Übernachtung, Einkäufe im Einzelhandel und Reisekosten von und nach Frank­furt aus. Ob Taxiunternehmer, Herren­aus­statter oder Speditionen, Veranstaltungen bei der Messe Frankfurt sind nicht nur Exportplattformen für die ganze Welt, sondern sie verhelfen auch zahlreichen Unternehmen in der Region zu stabilen Umsätzen. Eindrucksvoll sind auch die Ausgaben pro Aussteller. Diese belaufen sich in einem durchschnittlichen Jahr auf 38.700 Euro.


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Und darüber hinaus ist die Mes­­­se Frank­­­­furt auch ein Job­­­­garant. Jeder unserer Mit­­­­arbeiter sichert rechnerisch rund 20 Ar­­beitsplätze. Deutschlandsweit entstehen durch die Ausgaben der Be­­sucher und Aussteller am Messeplatz Frankfurt 32.500 Stellen, davon alleine 18.700 in Frankfurt. Von den Veranstaltungen profitieren vor allem die Beschäftigten im Hotel- und Gaststättengewerbe. 1,75 Millionen Übernachtungen werden da­­durch in unserer Stadt jährlich ge­­bucht. Das freut auch die Finanzämter, da insgesamt 567 Milliarden Euro steuerliche Mehreinahmen entstehen. Davon entfallen über 29 Millionen Euro auf Frank­­furt und über 159 Millionen Euro auf das Land Hessen.


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Arbeitsplätze, Kaufkraft und Steuern, die wirtschaftlichen Effekte von Veran­stal­tung­en am Standort Frankfurt haben in den vergangenen zehn Jahren bei diesen drei Indikatoren für die Umweg­ren­tabilität weiter zugenommen. Die Kauf­kraft hat um 19 Prozent zugelegt. Ein Grund dafür ist vor allem die gestiegene Zahl der internationalen Besucher und Aussteller. Sie bleiben länger in Frankfurt und geben somit auch mehr Geld aus. Die Messe Frankfurt ist und bleibt damit ein Konjunkturzugpferd für Stadt und Region. Dem Heimatstandort einerseits verpflichtet, spielt der Konzern anderer­seits weltweit als eines der größten Messe­­unternehmen mit 28 Tochter­ge­sell­schaf­ten und über 50 internationalen Ver­triebs­partnern eine bedeutende Rolle. Mehr als die Hälfte unserer Messen findet mittlerweile im Ausland statt. Damit wird die Marke Messe Frankfurt international gestärkt und zieht weiter neue Aus­steller und Besucher an den Main.

Messe_Frankfurt_Wolfgang_Marzin_2012-KopieDer Autor  ist seit 1. April 2010 Vor­sitz­en­der der Geschäftsführung der Messe Frank­furt. Zuvor war Wolfgang Marzin unter anderem als Vorsitzender der Ge­­­schäftsführung der Leipziger Messe (2004 bis 2009) und der Gesellschaft für Hand­­werksmessen (2001 bis 2004) tätig. Der gelernte Speditionskaufmann und studierte Betriebswirt ist neben weiteren Funktionen Mitglied des Aufsichtsrats der FrankfurtRheinMain GmbH.