Thomas Rehder: Neue authentische Inhalte für die Erfolgsmedien der Zukunft

Hand aufs Herz: Hat sich auch Ihr Le­­se­­ver­­­halten in den letzten Jahren verändert?
Viele Menschen lesen ein gutes Buch nur noch im Urlaub oder an langen Feiertagen wie Ostern oder Weih­nach­­ten … Selbst Zeitungen, Zeitschriften und Texte auf Websites werden zunehmend als anstrengend empfunden.

Die New York Times brachte es im Fe­­bruar 2009 auf den Punkt. Ihre These: Ein Wendepunkt in der Konkurrenz von Monitor und Druckwerken ist überschritten. Wir werden zunehmend des Lesens müde und wenden uns immer mehr dem bewegten Bild zu. Das gilt auch – und vor allem – für das Internet, in dem der Siegeszug des Bewegtbilds spürbar ist wie in keinem Medium sonst.

Auf das World Wide Web griffen im De­­zember 2008 erstmal mehr als eine Milliarde Menschen zu. 70 Prozent aller Internetnutzer schauen Video­beiträge und -übertragungen im Web. So wurde die Vereidigung des US-Prä­si­denten Obama von rund 200 Millionen Zu­­schau­­ern im Internet verfolgt.


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Video ist das Leitmedium unserer Zeit. Die Gründung von YouTube ist gerade einmal vier Jahre her – heute laden die Anwender weltweit pro Minute 13 Stun­den Videomaterial auf das Portal.
Dabei geht es keineswegs nur um das Spiel- und Spaßpozenzial bewegter Bil­­der. Eine Untersuchung von Universal McCann und Knowledgestorm ergab, dass 63 Prozent aller betrieblichen Ent­­scheidungsträger in den USA mindestens einmal pro Woche Onlinevideos nutzen – immer häufiger auch zu The­­men aus Business und Technologie. In­­­formierte man sich früher mittels Bro­schüren, Websites oder Anzeigen über künftige Geschäftspartner, so schätzt man heute Videos zur Geschäfts­an­bah­­nung. Videos, in denen nicht perfekte Schauspieler agieren, sondern Akteure wie du und ich.

Kaum ein Medium ist so persönlich, so individuell und so vielfältig nutzbar wie das Medium Video. Von der internen Prä­­­­sentation bis zur Ansprache von Be­­­­wer­­bern, vom Onlineshop bis zur In­house-Kommunikation, von der Event­do­ku­men­­­­tation bis zum viralen Werbe­spot – Vi­­deo wird zu einem unverzichtbaren Mar­­ke­tingbaustein für Unter­neh­­men. Video ist das neue Erfolgsmedium für Un­­ter­neh­­men jeder Größe.

„Halt!“ mögen Sie jetzt einwerfen. Nicht jedes Unternehmen kann sich satte vier- bis sechsstellige Budgets leisten, um einen Imagefilm zu produzieren. Video ist schließlich ein teures Unterfangen.
Das war es – bis vor kurzem. Und in der Tat sind viele Pro­duktions­ge­sell­schaf­ten durch ihre gerade mal drei bis fünf Jah­­re alten Investitionen gefesselt, die oft in die Hunderttausende oder sogar Mil­lio­nen gingen. Und natürlich erfordert das Handling dieses komplexen Equip­ments ebenso komplexe Workflows. Des­­halb sind bei Hollywoodfilmen die Ab­­spän­­ne so lang und die Pro­duk­tions­­kosten so hoch.

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Doch die Technik zur Videoproduktion wurde in den vergangenen Jahren rapide billiger – und besser. Die Preise für leistungsfähige digitale Schnittplätze etwa sind in den vergangenen fünf Jah­­ren um über 90 Prozent gefallen.
Weil die Technik so günstig wurde, kön­­nen neue Workflows entstehen. Man braucht nicht mehr für jedes teure Stück Technik einen ebenso teuren Spe­zia­lis­ten – plus eine Handvoll weiterer Fach­­kräfte, die die Arbeit der teuren Spe­­zialisten und Maschinen bis ins Detail planen und koordinieren.
Denn der Handwerker, der Facharzt, der Steuerberater oder das mittelgroße Pro­­duktionsunternehmen brauchen kein Hollywood – sie brauchen ein hochwertiges Video, das sie in ihre Marke­ting­­strategie einbinden und mit dem sie eine spezifische Öffentlichkeit erreichen können. Das Video von morgen ist nicht stimmungsvoller Selbstzweck, sondern ein Mittel zu Ansprache und Mobi­lisie­rung von Kunden oder Mitarbeitern. Es ist ein Marketinginstrument wie die Web­­site, die Tageszeitungsanzeige oder der Messeauftritt. Jeder, der heute eine Web­­site hat, wird in wenigen Jahren auch ein Video darauf zeigen.
Aus den geschilderten Umbrüchen hat Sight­­­seeker Medien die Konsequenzen gezogen und neue Workflows entwickelt. Für viele Produktionen schicken wir statt eines Drei-Mann-Teams meist nur ei­­nen einzigen, auf Kameraführung, Ton und Interviewtechnik geschulten „Video-Pro­­ducer“ zum Kunden. Statt individueller Drehbücher inklusive der damit verbun­­denen Kundenabstimmung nutzen wir Standarddrehbücher, die den Be­­dürf­nissen der jeweiligen Zielbranchen entsprechen. Und wir sind von Anfang an im gesamten deutschsprachigen Raum präsent – von Graz bis Gelsenkirchen, von Flensburg bis Vaduz. Kombiniert mit einem transparenten Fest­preis­modell entstehen so seriell gefertigte und doch individuelle Produkte – und ganz neue Zielgruppen erhalten Zugang zum Mar­­ketingmedium Video.


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Gesteuert, geschnitten und veredelt wer­­den die Produktionen am Unter­neh­mens­­­sitz in Halle an der Saale. Hier findet sich ein innovatives Branchenumfeld, das sich in Institutionen wie dem Mul­­timediazentrum kristallisiert. Die Ge­­winnung von qualifiziertem Personal ist durch ortsansässige und benachbarte Ausbildungsstätten sicherge­­stellt. Und auch die Politik tut viel, um neue Un­­ter­­nehmen für den hiesigen Me­­dien­clus­­ter zu begeistern und sie dort zu integrieren. So gelang es Sight­­­seeker Medien mit innovativer Po­­sitio­nie­rung und Unter­­stüt­­zung sowohl der Stadt als auch des Lan­­des Sachsen-Anhalt, eine effiziente und wachstumsstarke Orga­ni­sation auf­­zubauen.
Eine Organisation, die mit ihren Pro­duk­­ten zunehmend auch im Umfeld des ge­­druckten Wortes erfolgreich ist. Denn mittlerweile arbeitet bereits eine Viel­­zahl von Verlagen und Portalen im Rah­­men von Produktionskooperationen mit Medien- und Kommunikations­unter­neh­men aus Halle zusammen.

So schaffen auch große Verlage, die ur­­­sprünglich nur dem gedruckten Wort verpflichtet waren, einen Struktur­wan­­del – hin zum bewegten Bild. Und er­­obern einen Zukunftsmarkt – gemeinsam mit Unternehmen aus Halle an der Saale.

Thomas-RehderDer Autor ist Ge­­schäfts­­­führer der Sight­­­seeker Medien GmbH. Er war Grün­dungs­­­vorstand im bacHH Busi­ness-Angels Club und begreift sich als „Serien­un­­ter­­neh­­mer“, der eine Vielzahl von Start-ups und Beteiligungen zum Erfolg geführt hat. Seine Know-how-Schwer­punkte liegen in den Bereichen M&A, Marketing, neue Me­­dien und strategische Unterneh­mens­­­ent­­wick­­lung.