Stephan Kaminski: Business und Leisure auf dem Prachtboulevard Münchens

Bereits 1850 begann König Maximilian II. mit einem Architektenwettbewerb für sein geplantes, aber nie realisiertes Pro­jekt eines Athenäums auf dem Gebiet des heutigen Max-Weber-Platzes mit den Planungen. Entstanden ist hierdurch die wohl bekannteste Prachtmeile Deutsch­lands, die Maximlianstraße in München. Dabei wollte der Sohn König Ludwig I. nicht nur seine städtebaulichen Er­­wei­ter­ung­svorstellungen, die zum Teil erheb­­­lich von den Vorstellungen seines Va­ters ab­­wichen, unterstreichen; vielmehr sollte Maximilian II. damit seinen konse­quen­­ten Willen demonstrieren, einen neuen Architekturstil, eine Mischung verschie­dener Stilepochen unter Dominanz der englischen Neugotik und der Ske­lett­bau-Idee der Architektur des 19. Jahr­hun­derts, zu bewirken.


Lobby

Bewusst wurde eine neue Ent­wick­lungs­achse Richtung Osten verwendet, die auf keine Vorgängerin aufbauen konnte. Während der Max-Joseph-Platz vor der Residenz noch ganz klassizistisch durch Ludwig I. geprägt ist, beginnen bereits nach dem Palais Toerring-Jet­ten­bach die Neubauten. Erster Neubau war das Hotel Vierjahreszeiten (1856–1858). Ein wahrhaft nobles Hotel sollte entste­hen, denn um die Mitte des 19. Jahr­hun­derts hatte auch in der bis dahin eher verschlafenen Isarmetropole die mo­der­ne Zeit Einzug gehalten.
So sollte das geplante Hotel laut Ma­xi­mi­lian II. „das schönste Hotel der Stadt“ werden. Dem königlichen Wunsch wur­de durch den Architekten Rudolf Gott­ge­treu entsprochen: Er plante die eindrucksvol­le Architektur, die noble In­­nen­aus­stat­tung und eine besonders stilvolle Mö­­b­lie­rung. Auch berücksichtigte er die neu­es­ten technischen Errungenschaften des beginnenden Industriezeitalters wie Elek­tri­zi­tät, fließend Wasser oder Paternoster.

Cherubin_Gala

1858 wurde das neue Hotel schließlich mit großem Pomp eröffnet und sofort von der allerbesten Gesellschaft mit gro­ßem Zuspruch angenommen. Und so ist es bis heute geblieben: Das „beste Haus am Platze“ ist bei seinen Gästen wegen der einmaligen Kombination von Tra­di­tion und Moderne beliebt.
Das Hotel besticht durch seine heraus­ra­gende Lage und die Beliebtheit bei lo­­ka­len, nationalen sowie internationa­len Gäs­­ten, denn hier vereinigen sich Trend und Tradition, Business und Frei­zeit.
Die Maximilianstraße ist deutschlandweit einzigartig. Nirgendwo sonst liegen Kul­tur, Leisure und Business so nah beieinander.
Das Kulturangebot durch die Oper, das Residenztheater, die Kammerspiele und auch die diversen Museen in unmittelbarer Laufnähe prägen sowohl das so­­ziale wie auch das internationale Bild auf der Prachtmeile.
Tags steht das Treiben ganz im Sinne der Kauflust, denn hier findet man Luxus­ge­­schäfte und die edelsten De­­sig­ner Tür an Tür. In der Mittagszeit strömen die Businessmänner aus ihren mon­­dän ge­­legenen Büros, um schnell einen Lunch zu sich zu nehmen.
Erst gegen Abend kehrt die typisch bay­ri­sche Gemütlichkeit ein. Dann treffen Shopbesitzer und Angestellte auf die Anzugträger und lassen den Abend in einem der gemütlichen Cafes oder Bars zusammen ausklingen.


Maximiliansuite

Heute gilt die Maximilianstraße als Edel­meile von München.
Hochkarätiger Einzelhandel und Dienst­leister zeigen sich Seite an Seite in der Maximilianstraße, um den wahren Life­style zu präsentierten. Von Kunst, Kultur über Kulinarisches bis hin zu Kleidung, alles nur vom Feinsten.
Die Maximilianstraße ist über die Gren­zen Münchens hinaus bekannt we­­gen der einzigartigen Ein­kaufs­at­mo­sphä­re. Für München-Touristen gehört ein Bum­mel auf der Maximilianstraße zum Pflicht­programm. Das Juwel der Mün­ch­ner Ein­­­kaufsstraßen startet königlich von der Residenzstraße und mündet hochherrschaftlich in die Maximilianbrücke.

Mit den Maximilianhöfen wird die edle Maximilianstraße noch attraktiver und internationaler. Bekannte Mode­schöp­fer wie namhafte Unternehmen sind ge­­ra­dezu darauf versessen, in den Ma­­xi­mi­­­li­an­hö­fen einen Shop zu eröffnen oder Büroräu­me zu mieten.
Galerien, Theatern, die Staatsoper und die edelsten Mode-, Schmuck- und Ac­­ces­soire-Geschäfte der Stadt liegen hier beieinander.

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Nicht umsonst gehört München zu den teuersten Städten Deutschlands und strahlt ein ganz besonderes Flair aus. Nirgendwo sonst trifft man auf so viel Schickeria und Dolce Vita, nicht um­­sonst wird die Millionenmetropole auf Ita­li­e­nisch „Monaco di Bavaria“ genannt. Au­­ßerdem gehört München, die drittgröß­te Stadt Deutschlands, mit weit über sechs Millionen Übernachtungen zu den be­­lieb­testen Städtereisezielen Europas. Da Münch­­­en trotz seiner 1,3 Millionen Ein­­wohner relativ gemütlich und übersicht­lich ist, wird es manchmal auch „Mil­lio­nen­dorf“ genannt. Diese Gemütlichkeit spiegelt sich auch im täglichen Stadt­bild wieder. Es ist stets Zeit, einen Kaf­­fee zwischendurch zu nehmen oder sich auf einen gemütlichen Plausch einzulassen.

Sehr beliebt hierfür ist die denkmalgeschützte Lobby des Hotels Vier Jah­res­zeiten, die auch liebevoll das „schönste Wohnzimmer Münchens“ genannt wird. Sie ist Treffpunkt von Hotelgästen und Münchnern, an dem man sich gerne zum Nachmittagstee verabredet.
Fast 18 Millionen Euro hat das Ma­­nage­ment des Hotels über die letzten zwei Jahre in das Haus investiert, damit Zim­mer und Suiten in neuem Glanz er­strah­len. Besonderer Blickfang in den Zim­mern sind die Gemälde alter Meister aus der Münchner Pinakothek.
München ist und bleibt eine Stadt für „Wiederholungstäter“. Wer die Stadt ein­mal besucht hat, wird sich dem Bann nicht entziehen können, denn die „Welt­stadt mit Herz“ bietet für Business wie auch für Leisure genau das Richtige.

kaminski-2Der Autor hat 1975 in dem Hotel Vier Jahreszeiten als Lehrling und Page be­­gonnen und das Hotelfach von der Pike auf erlernt. Nach verschiedenen Sta­tio­nen in Deutschland, Ungarn, Russland und den Vereinigten Arabischen Emira­­ten leitet er das traditionsreiche Hotel Vier Jahreszeiten seit dem Jahr 2006.