Staatsministerin Ilse Aigner, MdL: Bayern – Ein leistungsstarker Standort

Der süddeutsche Freistaat Bayern ist nicht nur das größte Bundesland, es trägt auch maßgeblich zum Image der Deutschen in der Welt bei. Die Verbindung von gelebter Tradition und auf technologischem Know-how beruhender Wirtschaftskraft fasziniert die Welt. Dass das nicht nur ein PR-Spruch ist, belegen auch harte Fakten, wie unsere Autorin, Staatsministerin Ilse Aigner, belegt.

 

Bayern hat als Wirtschaftsstandort große Strahlkraft im Süden Deutschlands und im Zentrum Europas. Hervor­ragend ausgebildete und motivierte  Arbeitnehmer und engagierte Unternehmer erwirtschaften im Zusammen­spiel mit renommierten Wissenschaftlern überdurchschnittlichen Wohlstand in unserem Land. Der Freistaat ist mit über 20 Prozent realem Wachstum innerhalb der letzten zehn Jahre unangefochtener Wachstumsspitzen­reiter in Deutschland. Neue Exportrekorde auch in Zeiten von Wachstumsschwächen bei wichtigen Handelspart­nern belegen eindrucksvoll die internationale Wettbewerbs­fähigkeit der bayerischen Wirtschaft. Mehr als jeder zweite Euro wird in der bayerischen Industrie im Ausland verdient.

Nirgendwo sonst sind auch die Arbeitsmarktperspektiven besser als in Bayern: 2013 wurde bei einer Arbeitslosen­quote von nur 3,8 Prozent in vielen Regionen faktisch Vollbeschäftigung erreicht. Vielfach wird bereits ein Fach­kräftemangel beklagt, der sich demografiebedingt in den nächsten Jahren verstärken wird. Deshalb setzt sich die Bayerische Staatsregierung dafür ein, das vorhandene Potenzial an Erwerbstätigen umfassend zu mobilisieren – durch eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, gezielte Weiterbildungsmaßnahmen, die Integration von Migranten. Auch das Know-how älterer Arbeitneh­mer wollen wir noch stärker nutzen und treten daher in Berlin für eine faire Flexi-Rente ein, damit es attrak­tiver wird, freiwillig über die Regelaltersgrenze hin­aus weiterzuarbeiten.

 

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Traditionsreiche Handwerksbetriebe, ein lebendiger Mit­­telstand und erfolgreiche Großunternehmen ergänzen sich im Freistaat in idealer Weise. Hier wird Vernetzung über alle Stufen der Wertschöpfungskette, vom Zulie­fe­rer bis zum Servicedienstleister, von der Forschung bis zum marktfähigen Produkt, großgeschrieben. Unsere bewährte Clusterpolitik ist dabei ein Markenzeichen bayerischer Wirtschaftspolitik. Wissenschaftliche Studien zeigen: Die Unternehmen, die an unseren Clustern in allen wichtigen Zukunftsfeldern teilnehmen, profitieren durch ein deutlich höheres Maß an Produktivität, an In­­novationsdynamik und an Wachstum. Innovation und Hightech waren und sind Bayerns Stärke. Fast jedes dritte Patent in Deutschland stammt aus einem bayerischen Unternehmen.

Das gute Innovationsumfeld hebt auch eine aktuelle Studie im Auftrag der Vereinigung der Bayerischen Wirt­­schaft als wesentliche Stärke Bayerns hervor. Insgesamt bescheinigt die Studie dem Freistaat im weltweiten Ver­gleich mit 45 Ländern einen exzellenten zweiten Platz bei der industriellen Standortqualität. Es zahlt sich aus, dass wir in Bayern stets Wert auf einen starken industriellen Kern gelegt haben und uns für die Industrie­in­teressen in Berlin und Brüssel stark machen.

Gerade als Hightech-Standort wissen wir: Wer stehen bleibt, fällt zurück. Aktueller Schwerpunkt unserer Inno­vationspolitik ist daher die umfassende und tiefgreifende Digitalisierung unserer Wirtschaft, die wir mit „Bayern Digital“ konsequent umsetzen. Wir treiben zudem den Ausbau der außeruniversitären Forschungseinrichtungen gezielt voran, stärken den Technologietransfer und ent­wickeln die bayerische Hochschullandschaft in den Re­­gionen weiter. Denn Bayerns Stärke sind seine Regi­onen. Im aktuellen Regionalranking 2014 des Instituts der deutschen Wirtschaft liegen sieben der zehn deutschen Top-Regionen in Bayern. Deswegen setzen wir unsere erfolgreiche Regionalförderung fort, um in der Fläche Investitionen zu mobilisieren und Arbeitsplätze vor Ort zu schaffen. Allein die aktuelle Nordbayern-Initiative der Bayerischen Staatsregierung umfasst dabei bis 2018 knapp 600 Millionen Euro für Wissenschaft und Wirtschaft.

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Wir wollen Bayern attraktiv für Investoren und Gründer halten. Daher haben wir die Initiative „Gründerland Bayern“ mit den Schwerpunkten Finanzierung, Inter­nationalisierung und Vernetzung gestartet. Unter anderem wollen wir mit unserem neuen Wachstumsfonds Bayern jungen Start-ups gemeinsam mit Venture-Capital-Investoren unter die Arme greifen. Wir engagieren uns hier stärker als der Bund. Aus Berlin brauchen wir nun mehr Rückenwind. Das gilt nicht nur für die steuerliche Förderung von Wagniskapital, sondern auch für andere steuerpolitische Impulse wie bessere Abschreibungs­bedingungen, eine mittelstandsfreundliche Erbschafts­steuer und nicht zuletzt für Anreize zur energetischen Gebäudesanierung.

Bayern ist aber nicht nur ein wirtschaftlich starkes, sondern auch ein lebenswertes Stück Deutschland. Hier gibt es nicht nur hervorragende Berufs- und Einkommens­perspektiven, sondern es gibt auch in Kultur und Land­schaft viel zu entdecken. Bayern als Tourismusland Nummer eins in Deutschland durfte im vergangenen Jahr über 31 Millionen Gäste aus aller Welt begrüßen. Auf diesen Erfolgen werden wir weiter aufbauen.

 

Ilse-Aigner-3-KopieUnsere Autorin wurde 1964 in Feldkirchen-Westerham geboren und ist Radio- und Fernsehtechnikerin sowie staatlich geprüfte Elektrotechnikerin. Von 1998 bis 2013 gehörte sie dem Deutschen Bundestag an und war von 2008 bis 2013 Bundesministerin im Kabinett Merkel. Seit 2013 ist sie Stellvertretende Ministerpräsidentin und Wirtschaftsministerin Bayerns.