Prof. Dr. Thomas Doyé: Innovativ und international – Studiengänge für den Technologievorsprung

Die hohen Standortkosten in Deutsch­land zwingen die hiesigen Unternehmen zum permanenten Ausbau ihres technologischen Vorsprungs. Dieser durch spezialisiertes Wissen geprägte Inno­va­­tionsvor­sprung kann nur gehalten werden, in­­dem wir das relevante Know-how perma­­nent aktualisieren. Nur dadurch lassen sich die hö­­heren (Produktions-)Kosten recht­­fertigen. Auch Schwellen­län­­­der ha­­ben dies er­­kannt und verstärken ihre Bil­dungs­­­­investitionen. Zusätz­lich stei­­gern Länder wie China, Indien und Süd­­­­­ko­rea die Ausgaben für For­schung und Ent­wick­­lung massiv und sichern so den wirt­­schaftlichen Auf­schwung langfristig. Un­­­­ternehmer, Arbeitgeber aber auch Mit­­­arbeiter müssen sich diesem zuneh­men­­­­den Wettbewerb stellen und mit dem hohen Innovationstempo Schritt halten. Gleichzeitig verkürzen sich die Halb­werts­­zeiten des technologisch re­­levanten Wis­­sens immer rasanter. Das in der eigentlichen Ausbildung erworbe­ne Wissen, sei es in der Lehre oder in der Hochschule, reicht längst nicht mehr für ein ganzes Berufsleben. Lebens­lan­ges Lernen ist also nicht nur ein netter Zeit­­­­­­vertreib, sondern notwen­­dige Investi­tion in die zunehmende Wis­­sensgesellschaft, um unseren Lebens­standard dauerhaft zu halten.

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Die Hochschule Ingolstadt hat sich die wissenschaftliche Weiterbildung zu ei­­nem zentralen Anliegen gemacht. Das dort angegliederte Institut für Akade­mi­­­­sche Weiterbildung (IAW) und dessen An­­­­­­gebote zeichnen sich durch hohe Qua­­­­­­li­­­­­tät und Flexibilität aus und tragen da­­­­mit den Anforderun­gen von Berufs­täti­gen in be­­­­sonderem Maße Rechnung. Die Hoch­­­­­schu­­le bietet gerade im technischen Be­­­­­­reich mit ihrer Fach­­kompetenz Lösun­gen für häufig nach­ge­­fragte Problem­stel­­lun­­­­gen. Das An­­­­gebot ist breit gestreut und trägt allen Feldern der Weiterbildung ein­­er Hoch­schule Rech­­nung – Weiter­bil­­­­­dungs­­­stu­diengänge mit Masterab­schluss, Qua­­li­fizierungspro­gram­­me mit Hoch­schul­­­zer­­­­tifikaten, Kur­­­se im Rah­men der In­­terna­tional Sum­mer Academy, maß­­­­­geschneider­te unterneh­mensspezi­fi­sche Seminare oder öffentli­­che Vortrags­rei­hen im Rahmen des „Hoch­­schul-Forums“ oder der „Hochschule am Feierabend“.

Mit dem Angebot an Masterstudien­gän­gen bietet die Hochschule Ingolstadt dem engagierten Führungsnachwuchs sowie Führungskräften aus allen Management-Ebenen die Möglichkeit, berufsbegleitend einen Abschluss auf höchstem Niveau zu erwerben und so die Voraussetzungen für den beruflichen Alltag zu verbessern.

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An der Hochschule Ingolstadt können Studenten und Studentinnen in fünf Studiengängen berufs­begleitend einen MBA-Titel erwer­ben.
Neben dem technisch orientierten Mas­­ter­­­­programm „Applied Computational Me­­chanics“ werden weitere vier be­­triebs­­wirt­­schaftliche MBA-Programme „IT-­Ma­­nage­­ment“, „Gesundheits­manage­ment“ (in Kooperation mit dem Klinikum In­­gol­­stadt), „Personal- und Organisations­ent­wick­lung“, „Compliance and Corporate Governance“ (zusammen mit der Daimler AG) angeboten.
Der Wissenstransfer zwischen der Hoch­­schule und Unternehmen wird optimiert durch die so genannten Corporate Pro­­gramme, die speziell für einzelne Un­­ter­­nehmen entwickelt werden. Aus­ge­­hend von den aktuellen Problemstel­lun­­gen des Unternehmens erarbeitet das IAW zu­­ge­­schnitten auf die Vorstellun­gen des Unternehmens die spezifischen Se­­mi­narinhalte, die das Corporate Pro­gramm angehen und behandeln soll. Dies reicht von Workshops über Seminare bis hin zu kompletten Masterprogram­men für einzelne Unternehmen wie zum Bei­­spiel Daimler, Edeka, Klinikum In­­gol­­stadt, Pflei­­derer, Siemens et cetera.

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Wer weniger Zeit investieren will, kann sich auch durch Seminare und Quali­fi­zierungsprogramme mit Hochschulzer­ti­fikat weiterbilden, die sich über einen Zeitraum von zwei bis zehn Tagen erstrecken. Be­­sonderes Augenmerk gilt dabei der In­­­ternational Summer Academy. In Zu­­sam­­menarbeit mit dem Hochschul­netz­­werk „Greater Munich Area“ (GMA) intensiviert die Hochschule Ingolstadt damit ihre in­­ternationalen Kontakte. Die Interna­tio­nal Summer Academy wird erst­­mals 2010 in Malaysia und Brasilien in Ko­­operation mit renommierten Uni­ver­­si­­tä­­­ten des je­­weiligen Landes angeboten. Ziel und Auf­­gabe des anspruchsvollen Programmes ist es, interessierten Be­­rufs­­tätigen die Möglichkeit zu geben, sich in englischer Sprache auf hohem internationalem Ni­­veau weiterzubilden. Die The­­menfelder stammen aus den Be­­reichen Wirtschaft und Technik. 2010 ste­­hen die Kurse „Sa­­­­les & Marketing“, „Leader­­ship-Re­­spon­sibility-Change“ und „Inter­­na­­tional Au­­to­­motive“ im Mittel­punkt.
Konzentriertes Teamwork und individu­el­le Leistung werden seit Anfang des Jah­­res 2009 zusätzlich durch das besondere Am­­bien­­te im stilvoll re­­no­vier­­ten Studien­­­zen­­trum in der historischen Altstadt von Neu­­burg an der Do­­nau ge­­fördert. Dort findet Schritt für Schritt ein Großteil der angebotenen Master­stu­­dien­­­­­gänge, Hochschulzer­ti­fi­kate und Corpo­rate Pro­­gramme statt. Das speziell für die Be­­lange der Weiter­bildung um­­ge­­stal­te­te Haus bietet ideale Voraussetzungen für den Studien­be­trieb des Instituts für Aka­­­demische Weiterbildung.
Die Teilnehmer profitieren aber vor al­­len Dingen von der langjährigen Erfah­rung in der Qualifizierung von Berufs­tä­tigen und der hohen Praxisorientie­rung unserer Hochschule. Die Hoch­schule Ingolstadt befindet sich mit allen Stu­­diengängen in der Spitzengruppe des CHE-Rankings und bezüglich Praxis­be­zug ist sie im deutschsprachigen Raum als Nr. 1 gerankt. Keine Hochschule in Deutsch­­land ist ähnlich erfolgreich. Zu­­dem kommen alle Professoren und Do­­zenten aus der Pra­­xis. Mit ihrer Erfah­rung und Kompetenz unterstützen sie die Teilnehmer beim Ausbau ihrer Kennt­­nisse. Kleine Teil­neh­­mer­grup­pen und Studien-, Gruppen- so­­wie Projektar­bei­ten anstelle von Klau­­su­ren erhöhen zu­­sätz­­lich die Effektivität des Studiums.

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Die bisherigen Teilnehmer und Un­­ter­neh­­menskunden, zu denen nicht nur in­­ter­nationale Automobilhersteller zählen, ge­­ben hervorragende Bewertungen so­­wohl für unsere Studiengänge als auch für die Seminare ab und beauftragen uns mit immer wieder neuen Weiter­bil­­dungs­pro­grammen. Das Institut für Aka­­demi­sche Weiterbildung – Ihr Partner für L3 (life- long learning).

Doyé-4630_800Der Autor ist Professor für Human Ca­­pi­tal und seit dem Jahr 2007 Vize­prä­si­­dent der Hochschule Ingolstadt. Be­­ruf­liche Er­­fahrungen im Bereich Per­so­nal­­we­sen hatte der an der Ludwig-Maxi­milians-Uni­­versität München aus­ge­­­bildete Jurist und Diplom-Kaufmann zu­­vor in leitenden Funk­tionen bei BMW, Daimler, EADS und bei der Dresdner Bank ge­­sammelt.