Prof. Dr. Hans Köhler: Gesund im Saarland – Spitze bei medizinischen Dienstleistungen

Mit 30 Fachkliniken und 20 In­­sti­­tu­­ten nimmt das UKS eine Spitzen­­stellung als Gesundheitszentrum im Südwesten Deutsch­lands ein. Über 5.300 Mit­ar­bei­ter sorgen für die Patienten. 2.000 Stu­­dierende werden an der hier ansässigen Medizinischen Fakultät in Medizin und Zahnmedizin, Biologie und Bio­in­for­ma­tik ausgebildet. Darüber hinaus arbeiten über 1.000 Universitätsbedienstete auf dem Campus in Homburg. Es stehen fast 700 Aus­­bildungsplätze für nichtärztliche Ge­­sundheitsfachberufe zur Verfügung. Zu­­sätzlich bildet das UKS Biologie- und Che­­mielaboranten aus. Damit ist das UKS einer der größten Arbeitgeber in der Re­­gion. Von A wie Augenklinik bis Z wie Zahn­kli­nik sind in Homburg alle großen medizi­­n­­ischen Fach­­rich­­tun­gen vertreten.
Das UKS nimmt weit über das Saarland hinaus eine führende Rolle in medizinischer Lehre, Forschung und Kran­ken­ver­sorgung ein. Diese Bereiche sind eng mit­einander verbunden, interdisziplinär ausgerichtet und durch internationale Ko­­operationen geprägt. Auf ethische und soziale Kompetenz wird besonderer Wert gelegt, getreu unserem Leitbild: Wir han­­deln so, wie wir selbst behandelt werden wollen. Wir orientieren uns konsequent an den Bedürfnissen unserer Pa­­tien­ten.


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Transplantationsmedizin und Krebstherapie
Schwerpunkt medizinischer Forschung am UKS ist der international renommier­te Behandlungsschwerpunkt aggressiver Lymphome (Lymphdrüsenkrebs) mit dem José-Carreras-Zentrum für Immun- und Gentherapie.
Außerdem werden in Homburg innova­­tive Verfahren der Tumorbehandlung bei Brust- und Prostatakrebs angeboten. Es wurde ein neues Verfahren zur Be­­han­­d­lung des Mammakarzinoms, die intraope­rative Bestrahlung, etabliert. Auch bei Erkrankungen des Gehirns, des Herz-Kreislaufs oder des Be­­we­gungs­ap­­­pa­ra­tes nimmt das UKS eine internationale Spit­­zenstellung ein. Die Hom­­burger Herz­chi­rurgie hat sich zu einem der führenden Häuser auf dem Gebiet der Herz­klap­pen­rekonstruktion entwickelt. Die Kar­dio­lo­gie wurde Projekt­­leiter im größten For­schungs­vorhaben der Europäischen Ge­­meinschaft zum Thema Schlag­an­fall­prä­vention. Au­­­ßer­­dem verfügt das UKS neuerdings über eine Mobile Stroke Unit, einen Schlag­an­fall-Rettungswagen mit einem Dia­gnos­­­tik- und Therapiezentrum im Innen­­raum. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Alz­­heimer-Forschung, wobei es sich um das bisher größte in Homburg koordinierte EU-­For­schungsprojekt handelt. Mit De­­menz­prä­vention befasst sich ein neu gegründetes Institut.

250 Forschungskooperationen weltweit
Durch die zahlreichen For­­schungs­ko­ope­rationen können Patienten gerade bei komplexen Krankheitsbildern immer vom neuesten Stand der Medizin profitieren.
Seit zehn Jahren besteht am UKS ein Son­­derforschungsbereich (SFB) zur Sig­­na­­l­­über­­tragung in Zellen und aktuell eine Be­­­tei­­li­­gung am neuen transregionalen SFB zur Fibrose, der krankhaften Ver­meh­rung von Bindegewebe in Leber und Niere. Weiter­­hin gibt es zwei klinische Forscher­­grup­­pen zu Hepatitis C beziehungsweise zu Um­­bau­­prozessen im Herzmuskel, die zu chro­­nischer Herzinsuffizienz führen kön­­nen. In drei Graduiertenkollegs werden ex­­zel­­le­­n­­te Nachwuchsforscher ausgebil­det.

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Hightech und Spitzenmedizin – Partner für’s Leben
Am UKS, dem Transplantationszentrum des Saarlandes, werden Nieren-, Herz-, Lungen-, Le­­ber-, Knochen­­markt­­rans­­plan­­­­ta­­tio­­nen einschließ­lich peripherer Stamm­zell­trans­plan­ta­tio­nen sowie Horn­­hauttransplantationen durch­­ge­­führt. Die Klinik für Augenheilkunde ver­­­­fügt über ein angesehenes ambulantes op­­er­­a­tives Zentrum und einen neu­en leistungsstarken Excimer-Laser, der die Prä­­zi­­sions­­­­arbeit am Auge unterstützt.

Darüber hinaus zeichnet sich das UKS durch organisatorische Innovationen aus: Kranke Schüler können per Webcam on­­line am Un­­terricht ihrer Schulklasse teil­­nehmen. Das lo­­kale Bündnis Uni­Med­Kids schafft die kind- und familiengerechte Basis für die Verein­­bar­­­­keit von Familie, Studium und Beruf am UKS.
Das UKS unterhält zahlreiche regionale und überregionale Kooperationen, beispielsweise wurde mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK)-West eine Zu­­sam­men­arbeit auf dem Gebiet der Blutspende vereinbart. Die saarlandweite Erfassung der Baby-Vorsorgeuntersuchungen wur­­­de auch auf Rheinland-Pfalz ausgedehnt.


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Ideales Umfeld für Unternehmensgründungen
Wissenschaftlern und Medizinern, die eine Firma gründen möchten, stehen das Starterzentrum der Universität und sei­tens der Stadt Homburg das Bio­me­di­zi­nische Zentrum (BIZ) mit logistischer Unterstützung, ein Tech­­no­­logiepark für Hightech-Unter­neh­­men sowie die Kon­taktstelle für Wis­­sens- und Tech­no­lo­gie­transfer (KWT) im Star­­terzentrum auf dem Campus Homburg zur Verfügung. All das macht das UKS zu einem bedeutenden Wirtschafts­fak­­tor in der Region, umgeben von zahlreichen, erfolgreichen interna­tio­nal agierenden Unternehmen, wie bei­spiels­­weise der Robert Bosch GmbH, Mi­­chelin, Thyssen Krupp Gerlach oder der Karls­­berg Brauerei.

0504-404-Köhler-Hans-FotoKoopProf. Dr. Hans Köhler (Jahrgang 1941) ist ärzt­lich­er Di­­rek­tor und Vor­stands­­vor­­­sitzen­der des Uni­ver­si­täts­kli­ni­kums des Saar­lan­des (UKS). Nach dem Me­­­di­zin­studium in Gießen folg­te eine Spe­zia­li­sie­rung als Internist und Neph­ro­lo­ge. An der Uni­ver­sitätsklinik Mainz war er un­­ter an­­de­­rem als internistischer Lei­ter des Trans­­plan­ta­tions­­zentrums tätig. 1993 wech­­sel­te er nach Homburg/Saar und war bis 2007 Direktor der Klinik für Innere Medizin IV.