Michael Kliebenstein: Niederbayern ist eine Erfolgsstory mit Zukunft

Weltweit wird der Standort Bayern zuerst auf die Landes­­hauptstadt München fokussiert und mit der Marke BMW oder dem Oktoberfest als Großevent klischeehaft beschrieben. Dabei wird geflissentlich übersehen, dass Bay­­ern nicht nur größer ist, sondern dass auch BMW sein größ­tes Werk nicht in München, sondern in Niederbayern hat.


P90114287-kopieren

Schon der inner-bayrische Vergleich zeigt: Niederbayern lebt im Wohlstand und hat die niedrigsten Arbeitslosen­zahlen im bundesdeutschen Erfolgsland Freistaat Bayern. Obwohl Niederbayern weitgehend landwirtschaftlich geprägt ist, spricht der Erfolg für die Region. Wir haben An­­teil an der Hallertau, dem größten Hopfenanbaugebiet welt­­weit. Die Weltmarke BMW hat in der Region ihr größ­tes Automobilwerk. BMW ist mit 18.500 Mitarbeitern der größte Ar­beit­­geber in Dingolfing, wo jedes Jahr rund 342.000 Edelkarossen vom Band rollen.

Neben Automotive zählen aber auch Maschinenbau, Elek­tronik, Dienst­leistung und Tourismus zu den „Big Five“ Niederbayerns, die die Eck­säulen eines rund laufenden Wirtschaftsmotors und damit des Wohlstands in der ehemaligen Agrarregion sind. 76.000 Unternehmen und 21.000 Handwerksbetriebe und der wissenschaftliche Unter­bau repräsentieren die Inno­va­tionsfähigkeit des 1,2 Mil­­lionen Menschen umfassenden Wirtschaftsraums mit seinen Zentren Passau, Landshut und Deggendorf. Auch wenn heute rund 361.000 Erwerbs­­tätige im Dienst­leis­tungs­­­­sektor beschäftigt sind, so sorgt die Industrie für das hohe Maß an Wertschöpfung und Zu­kunftsfähigkeit. So haben neben dem Automotive-Sektor vor allem der Ma­schi­nenbau und die elek­­­­trotechnische Indus­­trie eine Entwicklung von der wettbewerbs­anfälligen Mas­senher­stellung zur Nischen­produktion erfolgreich absol­­viert und durch diese Spe­zialisierung sich weniger angreifbar durch internationale Mitbewerber gemacht. Damit auch in Zukunft der Motor weiterhin rund läuft, setzt Niederbayern gezielt auf die För­derung seiner Potenziale.

01a-Passau-Panorama

Zu den Potenzialen zählt ungemindert der Touris­mus­sektor, der partiell auch mit dem Gesundheitssektor Hand in Hand geht. So ist etwa das Johannesbad mit seiner spek­­takulären Thermenlandschaft in Bad Füssing Europas er­­folgreichstes Rehabilitationszentrum zur Behandlung von Erkrankungen des Bewegungsapparates. Auch der Natio­­­nalpark Bayerischer Wald bleibt ein einzigartiges Asset für die Destination und den Wirtschaftsstandort Niederbayern.

Die Strategie zur Hebung der ökonomischen Chancen:

– Förderung von F&E und
– Vernetzungsförderung durch Kooperation und Cluster­bildung.
Zwar sind es Großunternehmen wie BMW und ZF, die für die hohe Zahl an Patentanmeldungen verantwortlich zei­­ch­nen, doch kommt ein Großteil der innovativen Ideen aus dem Bereich der flexiblen kleinen- und mittelständischen Unternehmen. Um diese Innovationsansätze zu fördern, setzt die Industrie- und Handelskammer Niederbayerns gezielt auf Kooperationen zwischen den Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen, wie etwa der Uni­ver­sität Passau. Förderprogramme helfen bei der Reali­sie­rung neuer Ideen und Kooperationen tragen zur Ent­las­tung als Teil des Risikomanagements bei. Ob Entwick­lung, Pro­duktion oder Absatz, ein essenzieller Vorteil Nie­derbayerns ist die Nähe zum Großraum München sowie die Nach­bar­schaft zur Tschechischen Republik und zu Österreich.

kinder-am-Lusen_alteneder-kopieren

Tatsächlich hat das nordostbayrische Niederbayern eini­­ges zu bieten. Die Vorzüge und Stärken der Region hervor­­zuheben, Niederbayern und seine grenzüberschreitenden Aktivitäten als europäische Erfolgsstory neu zu positio­nieren und dies stärker im öffentlichen Bewusstsein zu kom­­munizieren, hat sich das Niederbayern-Forum unter dem Motto „Niederbayern schafft Zukunft“ zum Ziel gesetzt.

Das Niederbayern-Forum gibt es nun seit drei Jahren. Un­sere Marketing- und Netz­werk­­plattform entwickelt sich dabei prächtig und bündelt neue Ideen, um die Region Nie­­derbayern als erfolgreichen Wirtschafts­­standort sowie als attraktiven Lebensraum in enger Zusam­­menarbeit mit unseren Partnern anziehender zu machen. Wir haben in­zwischen 145 Mitglieder – alle wichtigen Ak­­teure Nie­der­bayerns sind darin vertreten: Regierung, Be­zirk, Kam­mern, Hochschulen, alle Städte, Lan­dkreise und Ge­meinden, Un­­ternehmerinnen und Unternehmer, die Bot­­schafter Nie­­derbayerns, Künstler, Sportler und viele mehr.


Baumwipfelpfad_alteneder-kopieren

Längst hat sich Niederbayern von seinem Image als länd­liche Provinz gelöst und ist zur veritablen Erfolgsstory mutiert. Beispiele für den enormen Wandel sind allerorts sichtbar. Niederbayern ist heute innerhalb des attraktiven Städtevierecks München, Salz­­­­burg, Linz und Regensburg und des Airport München ein echter „hid­den champion“ unter den europäischen Wirtschaftsregionen und ein Techno­lo­gie- und Wirt­schafts­standort, den manche bisher nicht auf dem Radar hatten. Auf die unschlagbaren Vorteile der Re­gion dürfen wir selbst­­bewusst verweisen: Hohe Technologie- und Bildungs­kom­­petenz, starkes Wirtschaftswachstum und annähernde Vollbeschäftigung wirken sich positiv auf die Marke Nie­­derbayern aus. Gepaart mit günstigen Lebens­hal­tungs­kosten, hervorragenden Hochschulen und Technolo­gie­campi sind wir jetzt auch für Fach- und Füh­rungskräfte aus anderen Regionen Deutschlands interessant geworden. Da trifft es sich gut, dass wir mit unserer schönen Landschaft und der intakten Natur eine sehr hohe L­ebens­qualität für junge Familien anbieten können, was für viele hochspezialisierte Fachkräfte aus dem Norden den Anreiz erhöht, sich nach Niederbayern zu orientieren und dort zu leben.

kliebenstein-presse-info-kopierenDer Autor wurde 1960 in Köln geboren und hat Neue Medien in London studiert. Seit 1986 ist er freier Medienberater und Marketing Manager, seit 2008 auch für die Marke Niederbayern. Kliebenstein ist seit 2011 Geschäftsführer des neu gegründeten Niederbayern-Forum e.V., Regionalagentur für Markenkommunikation.