Michael Bode-Böckenhauer & Alexander Marschall: Vom E-Werk zum Kulturwerk

Das eindrucksvolle, denkmalgeschützte Klinkergebäude aus dem Jahr 1904, das früher einmal – nach New York und Berlin – das dritte Elektrizitätswerk weltweit beherbergte, öffnete 1999 die Türen als kultureller Veranstaltungsbetrieb mit Gastronomie rund um die Uhr. Für den Umbau der „Centralstation für elektrische Beleuchtung“ zum Kultur­­werk war der städte­­bauliche Gedanke maßgeblich, die ausgediente Industrie­­fläche zu nutzen und damit die Innenstadt aufzuwerten. Bereits 1998 konzipierten Alexander Marschall und Michael Bode-Böckenhauer das „Projekt Centralstation“, das mit seinem wertvollen und abwechslungsreichen Kultur­programm eine heterogene Zielgruppe anspricht und zur Belebung der Innenstadt beiträgt.


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Auf drei Etagen wird das Veranstaltungsprogramm präsentiert: von Konzerten über Lesungen, Ausstellungen und Vorträge bis zu Tanzveranstaltungen.
Das musikalische Spektrum reicht von Rock und Pop über Jazz und Weltmusik bis hin zur Klassik. Künstler wie Pat Metheny, Silje Nergaard, Till Brönner, Nouvelle Vague, Angélique Kidjo, Buena Vista Social Club, Axel Hacke, Max Goldt, Willy DeVille, Emilíana Torrini und Tocotronic waren in der Centralstation zu Gast. Und mit den regelmäßig stattfindenden Kinder-Mitmachkonzerten und der LegoLounge haben sogar die Jüngsten schon ihr eigenes Programm.

Saalkonzert

Im Jahr 2010 wurde das Gesamtprojekt Centralstation um eine soziale Komponente erweitert: Die gemeinnützige Integrationsfirma Integis, deren Ziel es ist, Menschen mit schweren Körper-, Sinnes- oder Lernbehinderungen in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu integrieren, hat die Tagesgastronomie übernommen. Frühstück, Mittagstisch, Café und Cocktail-Lounge machen die Centralstation jederzeit zu einem beliebten Treffpunkt für alle Bevölkerungs- und Altersgruppen. Mit weit über 300 Veranstaltungen im Jahr und zirka 250.000 jährlichen Besuchern trägt die Centralstation mit ihrem außergewöhnlichen Konzept nachhaltig zur Belebung der Darmstädter Innenstadt bei und hat sich über das Rhein-Main-Gebiet hinaus als kultureller Anziehungspunkt einen Namen gemacht.

abSeit 1989, mit der Gründung des Cafékesselhaus, sind Michael Bode-Böckenhauer und Alexander Marschall im Kulturmanagement tätig. Darüber hinaus waren sie Mitbegründer weiterer Projekte in Darmstadt wie Hillstreetclub, Vinocentral und Weststadtcafé. Heute sind sie gemeinsam als Geschäftsführer der Centralstation Kultur GmbH tätig.