Meisterstück der Kommunikation – Kirk wirbt für Rhein-Main

27.03.2014

Meisterstück der Kommunikation – Kirk wirbt für Rhein-Main

Es ist schon schwierig zwei Oberbürgermeister deutscher Großstädte zu einem Termin an einen Tisch zu bekommen. Für eine Veranstaltung für die Metropolregion Rhein-Main indessen gleich fünf Oberbürgermeister, mehrere Landräte, Landtags- und Bundestagsabgeordnete und darüber hinaus auch noch den Wirtschaftsminister und den Finanzminister des Landes zu gewinnen, das sei “schon ein Meisterstück”, findet der ehemalige Bundespostminister Dr. Bötsch. Auch das Stadtoberhaupt von Darmstadt, Jochen Partsch, zeigte sich fasziniert. Kirk habe mit seinem Team die Oberbürgermeister gegenseitig in Zugzwang gesetzt und dafür Sorge getragen, dass diese einzigartige Konstellation möglich geworden sei.

 

Politik, Wirtschaft und Wissenschaft werben für Rhein-Main: Peter Feldmann (OB Frankfurt), Christian Kirk (Initiator und Herausgeber), Sven Gerich (OB Wiesbaden), Jochen Partsch (OB Darmstadt), Michael Ebling (OB Mainz), Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir, Dr. Thomas Reiter (Direktor ESA Darmstadt) und Markus Schrick (CEO von Hyundai Deutschland). (c) EWV/Biggis Fotoart Darmstadt

Politik, Wirtschaft und Wissenschaft werben für Rhein-Main: Peter Feldmann (OB Frankfurt), Christian Kirk (Initiator und Herausgeber), Sven Gerich (OB Wiesbaden), Jochen Partsch (OB Darmstadt), Michael Ebling (OB Mainz), Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir, Dr. Thomas Reiter (Direktor ESA Darmstadt) und Markus Schrick (CEO von Hyundai Deutschland).
(c) EWV/Biggis Fotoart Darmstadt

 

Hintergrund solcher Achtungsbezeugungen: Die Verlagsgruppe des Darmstädter Unternehmers Christian Kirk und sein Europäischer Wirtschafts Verlag, hat ein Medienprojekt über die “Wirtschafts- und Metropolregion RheinMain” präsentiert. Mit einem Buch und über das Internet wird nun international für die Region geworben. Möglich gemacht haben das zahlreiche Unternehmen der Region, die sich, wie etwa Air Liquide in Frankfurt, Schenck in Darmstadt oder P&G in Schwalbach, mit der Region verbunden fühlen und die Marketingkampagne mitfinanzieren.

Tarek Al-Wazir: Frankfurter Flughafen wird wettbewerbsfähig bleiben

Mehr als 500 Unternehmer und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft hatten sich zu der Veranstaltung im Kongresszentrum „darmstadtium“ angemeldet. Viele hatten mit Spannung vor allem den Beitrag des neuen grünen Wirtschaftsministers und stellvertretenden Ministerpräsidenten des Landes Hessen erwartet. Tarek Al-Wazir sicherte der Wirtschaft eine leistungsfähige Infrastruktur und einen wettbewerbsfähigen Frankfurter Flughafen zu und versuchte damit die Sorge vor einer ökonomischen Destabilisierung zu zerstreuen. Insbesondere die Zukunft des Flughafens, der sich als internationaler Hub einem zunehmenden Wettbewerbsdruck ausgesetzt sieht, ist eine wirtschaftspolitische Herausforderung mit Ausstrahlung auf die ganze Republik. Wir wollen “Ökonomie und Ökologie miteinander versöhnen”, so der Tenor des Petitums von Tarek Al-Wazir. Beides gehöre zusammen.

Der hessische Finanzminister Dr. Thomas Schäfer sah in seinem Vortrag den Finanzplatz Frankfurt als gesichert an. Das Vertrauen in den Standort sei durch die notwendig gewordene Bankenregulierung sogar eher gewachsen. Die relative Größe der Stadt Frankfurt überrasche vor allem chinesische Investoren stets aufs neue, konstatierte Finanzminister Dr. Schäfer zu Beginn seines Redebeitrages. Darum sei es wichtig, „die Region als Ganzes publik zu machen.“ Internationalität und Stabilität seien die herausragenden Qualitäten des Finanzplatzes. Die Chancen der Region könnten, so Schäfer, aber nur im Dreiklang aus Wirtschaft, Wissenschaft und Finanzen sinnvoll ausgebaut werden.

Gebündelte Kompetenzen in wachsender Metropolregion

Der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling hob die Forschungsintensität seiner Stadt hervor. Mainz wolle jetzt verstärkt in der Metropolregion als gleichberechtigter Partner mitwirken.

Der Offenbacher Oberbürgermeister Horst Schneider sprach auf der Veranstaltung die Medien- und Kreativwirtschaft seiner Stadt an. Der Sektor sei in der Region gut vertreten, insbesondere in Offenbach mit ihrer Hochschule für Gestaltung.

Wiesbadens Oberbürgermeister Sven Gerich betonte den Wert der Landeshauptstadt als Gesundheitsstandort. Der Kurort spiele zwar keine Rolle mehr, aber man habe seine Angebote ausgeweitet. Mit renommierten Kliniken, wie der Deutschen Klinik für Diagnostik, habe man auch international eine gute Ausstrahlung.

Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann ging auf die Herausforderungen des Bevölkerungswachstums in der Metropolregion ein. Frankfurt und auch die weiteren Großstädte der Region müssten neuen und günstigen Wohnraum schaffen, um für die zunehmende Bevölkerung Angebote ohne Mietzinsexplosionen bereit stellen zu können.

 

Dr. Thomas Schäfer, Finanzminister des Landes Hessen

Dr. Thomas Schäfer, Finanzminister des Landes Hessen

 

Metropolregion Rhein-Main setzt auf Forschung und Entwicklung

Stellvertretend für die Wirtschaft stellte Markus Schrick, der CEO der Hyundai Deutschland, die Hintergründe für die Verdichtung des Unternehmens am Standort vor.

Veranstalter Christian Kirk hatte zudem den Darmstädter ESOC-Chef Dr. Thomas Reiter, als “den Astronauten der Region und ersten deutschen Langzeit-Astronauten” begrüßt. Reiter sieht die ESOC in Darmstadt als Ort für Innovationen. Das Weltall fasziniere noch immer und die verschiedenen Missionen führten zu immer neuen Innovationen. “15 Nationen betreiben die Raumstation ISS und lösen unabhängig der Konflikte auf der Erde, zusammen die anstehenden Probleme”, so Reiter.

Doch auch das Kerngeschäft von ESOC und EUMETSAT, die Satelliten-Koordination, sei für innovative Entwicklungen in den Bereichen Telematik oder Kommunikation unentbehrlich.

Die Veranstaltung des Darmstädter Verlagshauses hat eines gezeigt: Die Metropolregion RheinMain kann, will und wird sich als europaweit führender Wirtschaftsstandort präsentieren und behaupten. “Die Kampagne hat schon jetzt zu einer neuen Vernetzung von Unternehmen geführt und wird die nationalen und internationalen Beziehungen zwischen den Unternehmen nachhaltig fördern”, weiß der Initiator des Projektes und Standortmarketingexperte Kirk. Er werde sich weiterhin – und nicht nur mit diesem Projekt – für die Region und seine Unternehmen einsetzen. Ein Ansinnen, dass der Oberbürgermeister der Wissenschaftsstadt Darmstadt, Jochen Partsch würdigte. Er lobte ausdrücklich die crossmediale Ausrichtung des Projekts, um vor allem die „weniger bekannten Qualitäten“ der einzelnen Städte und Region hervorzuheben.

EWV/28.03.2014 – Bernhard Knapstein / Röbke Wulff