Kick-off für Medienprojekt „Wirtschaftsstandort Bremen/Niedersachsen“

Wieder einmal hat der Europäische Wirtschafts Verlag zu einer Wirtschaftstagung eingeladen. In Bremen stellte der Darmstädter Verleger Christian Kirk in Anwesenheit politischer Spitzenvertreter aus beiden Ländern, darunter Bremens Wirtschaftssenator Martin Günthner und die niedersächsische Staatssekretärin für Wirtschaft, Daniela Behrens sowie Hannovers Regionspräsident Hauke Jagau, sein neustes crossmediales Projekt “Wirtschaftsstandort Bremen/Niedersachsen.Chancen und Perspektiven” vor.


Es war nicht die am besten besuchte Veranstaltung der Unternehmesgruppe auf dem City Airport Bremen, aber die Qualität der Teilnehmer und Referenten, die der Geschäftsführer des Bremer Flughafens,  Jürgen Bula, begrüßen konnte, hatte es in sich. Besonders viele Parlamentarier hatten die Absage zu der Wirtschafts-Veranstaltung des Verlages im Rahmen der Präsentation des Medienprojektes für den Wirtschaftsstandort Bremen/Niedersachsen aufgrund des finalen Bundestags-Wahlkampfs mit großem Bedauern aber zeitnah übermitteln lassen. Dennoch waren Vertreter aus beiden Parlamenten erschienen, ergänzt durch mehrere Unternehmer und Vertretern aus Wissenschaft und Forschung.

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Senator Günthner sieht Bremen auf Erfolgsspur

Wirtschaftssenator Martin Günthner lobte dann auch das Projekt und würdigte die grenzüberschreitende Arbeit mit dem Land Niedersachsen. Dafür stünden die Bereiche Erneuerbare Energien, Lebensmittel-Wirtschaft, Logistik und Luft- und Raumfahrt. Sichtlich stolz zeigte sich der Senator über den Exzellenzstatus seiner Universität, die früher mit ihrem schlechten Ruf zu kämpfen hatte. Die Investitionen in den Standort, für die es in früheren Jahren auch Kritik gegeben hatte, wie der Senator einräumte, hätten Bremens Zukunftsfähigkeit unter Beweis gestellt. So hätten Kritiker einst die Ansiedlung von Daimler in Bremen als Fehlinvestition betrachtet, heute indessen sei die Daimler AG mit mehr als 12.000 Mitarbeitern der größte private Arbeitgeber am Standort.

Ein Schwerpunkt der Veranstaltung waren Fragen zur vernetzten Kooperation. Sinnbildlich dafür steht das bundesweit einzigartige Konstrukt der Region Hannover. Deren Präsident Hauke Jagau erläuterte dem Auditorium die Zuständigkeiten der Region und sprach über die bisweilen brachialen Kämpfe um das vernetzte Zusammenwirken aller Städte und Gemeinden in der Region unter einem Dach. Es habe sich aber durchgesetzt, dass die Region bundesweit und auch international nicht unter einem künstlichen Namen, sondern unter dem Logo mit der Firmierung Hannover antrete.

Dr. Anna Meincke von der Metropolregion Nordwest(Bremen-Oldenburg) unterstrich die Bedeutung der Metropolregionen und verwies auf die gelungene gleichberechtigte Einbeziehung der freien Wirtschaft in das Regionalmarketing, ein Konzept, das inzwischen auch die Metropolregion Nürnberg kopiert habe. Die Metropolregion Nordwest wirbt mit dem Motto “Die Frischköpfe”.

 

 

Aerospace ist norddeutscher Leuchtturm

Die herausragende Bedeutung der Luft- und Raumfahrt für den norddeutschen Standort unterstrich der DLR-Standortleiter Prof. Dr. Joachim Block. Die norddeutschen Forschungseinrichtungen in Braunschweig, Göttingen und Bremen unterstützten die industriellen Anbieter, um die globale Wettbewerbsfähigkeit zu gewährleisten. Insbesondere der Forschungsflughafen Braunschweig verfüge über eine einzigartige Vernetzung von Forschungseinrichtungen und Unternehmen auch über die Luft- und Raumfahrt hinaus.

Verleger Christian Kirk, der dem Auditorium die Kampagne vorstellte, strich heraus, dass Standortkampagnen heute ohne eine starke Webpräsenz nicht mehr auskommen und die Crossmedialität ineinandergreifender Ansätze im Vordergrund stehen müsse. Bremen/Niedersachsen beweise in der Kooperation, dass das grenzüberschreitende Miteinander nicht nur organisatorisch, sondern auch in der Wirtschaft in zahlreichen Branchen und Clustern gut funktioniere.

Kirk will mit seinen Partnern über die Kampagne nun für zwei Jahre den Standort international promoten.

Bernhard Knapstein