Wilhelm Josten, Mongi Goundi

Wilhelm Josten, der überzeugte Nieder­rheiner, begann 1961 sei­ne Laufbahn in der Ge­­tränke­in­dus­trie. Nach der mittleren Reife wurde er als Aus­zu­bildender zum Groß­han­dels­kauf­mann bei der Firma Rhein­perle Getränke Heinrich Hövel­mann eingestellt. Seitdem ist er dem Unter­nehmen treu verbunden und stieg in verantwortliche Positionen auf. Seit 2007 ist er Sprecher der Ge­­schäfts­führung der Getränkegruppe Hövelmann.

Der Betriebswirt Mongi Goundi, 55 Jahre, wurde in Tunis (Tunesien) geboren. Seit dem 18. Lebensjahr lebt er in Deutsch­land und war in leitenden Posi­tionen bei den Firmen Dr. Oetker, Pfan­ni, Emig und anderen tätig. Seit 25 Jahren ar­­bei­tet er in europäischen Märkten so­­wie dem Mit­t­­leren Ost­en und konnte viele internationale Er­­fahrungen sammeln. Seit 5 Jahren ist er Geschäftsführer der Si­­na­lco Inter­na­ti­o­nal.

Sine alcohole –
Die Marke mit dem roten Punkt



Die ursprüngliche Bilz Brause bekam 1905 den unverwechselbaren Markennamen Sinalco.

Was wäre Duisburg ohne Wasser? Vermutlich wäre der Ort gar nicht ge­­gründet worden. Denn die einzigartige Lage an Rhein und Ruhr wurde zu allen Zeiten als Vorteil geschätzt. Was­ser machte den Aufstieg der Stadt zu ihrer Bedeutung als Stahlstandort und Lo­­gistik­drehscheibe von europäischem Rang erst möglich. Wasser steht heute für den Strukturwan­del und den Auf­bruch zu neuem Arbeiten und Woh­nen am Innenhafen. Wasser verbinden die Duisburger mit Freizeit und Er­­hol­ung und nicht zuletzt mit Spit­zen­sport auf der Regatta­bahn.

Aber auch in ganz anderer Hinsicht ist Duisburg ein bedeutender Wasser­stand­­ort. Im nördli­chen Stadtteil Wal­sum liegt der Firmensitz des größten Privat­brunnens in Nordrhein-Westfalen. Die Getränkegruppe Hövelmann bringt pro Jahr rund 650 Millionen Liter Mine­ral­wasser und andere alkoholfreie Ge­­trän­ke auf den Markt und erwirt­schaftet damit einen Um­satz von 144 Millionen Euro. Rund 450 Mitarbeiter sind in Walsum in Pro­duktion, Logistik und Verwaltung be­­schäftigt.


Schon seit der Gründung im Jahre 1905 hält das Familienunternehmen dem Stand­­­­­ort die Treue. Es ist ein frühes Bei­spiel für die erfolgreiche Eta­b­lierung einer „sanften Industrie“ in der von Kohle und Stahl geprägten Region.




Die typischen Formflaschen mit dem roten Punkt sind das Erkennungszeichen der Sinalco-Produkte.

Im konstruktiven Zusammenwirken mit den lo­kalen Entscheidungsträgern kon­nte die Getränkegruppe Hövelmann die notwendige räumli­che Expansion in meh­reren Schritten realisieren. Der letz­­te Grund­stückskauf wurde 2008 be­­sie­gelt. Heute stehen 180.000 Quadrat­me­ter zur Verfügung. Eine Fläche, auf der rund 25 Fußballfelder Platz fänden.


Dass diese Ausdehnung des Unter­neh­mens überhaupt erforderlich wurde, ist mutigen Ent­scheidungen der Familien­gesellschafter und den natürlichen Vor­zügen des Standortes zu verdanken. Wieder spielt das Wasser eine entscheidende Rolle. Anfang der 70er Jahre wurde beharrlich das Ziel verfolgt, auf dem Betriebsgelände eine Mi­­ne­ral­quelle zu erschlie­ßen. Das n­­atürliche Mine­ral­was­­­­ser aus der Rhein­­fels-Quelle er­­wei­ter­­te das Getränke­­an­ge­­bot in ein­en Be­­reich, der sich als äußerst zu­­kunfts­träch­tig erweisen sollte. Zahl­rei­che wei­tere Mar­ken wurden im Laufe der folgenden Jahre entwickelt. Hin­zu ka­­men einige Ak­­qui­si­tionen. Der steigende Bedarf an hoch­­­­­­­wertigem na­­türlichem Mi­­ne­­ralwasser konnte pro­­­blemlos ge­­­­­­deckt werden. Im be­­­­nach­bar­ten Na­­­tur­schutz­­ge­biet Rhein­aue wurde durch mehrere Mi­­neral­brun­­nen in einer Tiefe von über 300 Metern ein vor äußeren Ein­flüssen bestens ge­­schütztes Mi­­ne­ralwas­ser­vorkom­men er­­schlos­­­sen.



Natürliches Mineralwasser ist auch die Basis für die bekannteste und am weitesten verbrei­tete Mar­ke der Getränkegruppe Hövel­mann.Seit 1994 hat der Limonaden­klas­­siker Sinalco in Duisburg eine neue Heimat gefunden. Seit 1997 liegen auch sämtliche weltweiten Marken­re­chte hier. Wäh­rend die Deutsche Sinalco für den Hei­mat­markt sowie Österreich und Lu­­xem­burg ver­ant­wortlich zeichnet, steuert die una­bhängig operierende Sinalco In­­ter­na­tional die welt­weite Ver­­mark­tung.


Bereits 1905 wurde die Marke Sinalco ein­­­­getragen, nachdem ein Preisaus­schrei­ben den ebenso klangvollen wie sinnreichen Namen als Zusammen­zie­hung aus „sine alcohole“ (= ohne Alko­hol) er­­bracht hatte. Die erste Soft­drink Marke des europäischen Kont­inents entwi­ckelte sich rasch zu einem Ver­kaufs­schlager im Inland wie im Ausland. Nach dem Zwei­ten Welt­krieg wurde Si­­nalco in Deutsch­land zum Kult­getränk des Wirtschafts­wunders. In den 50er und 60er Jahren war die Limonade buchstäblich in aller Munde und galt als Gattungsbegriff für fruchtige Er­­frisch­ung. Allerdings hatte die Marke in der Folgezeit unter mehreren Eigen­tümer­wechseln zu leiden und fiel in einen Dorn­­röschenschlaf.

 

Die Verantwortlichen der Getränke­grup­pe Hövelmann glaubten trotzdem an das Potenzial der Marke und griffen beherzt zu, als sich die Möglichkeit bot, die Ver­triebsrechte zu über­nehmen. Mit hohen Investitionen und noch mehr En­­gagement wurde der Relaunch der Tra­ditionsmarke vorangetrieben.Die Volumenentwicklung der zurück­lie­gen­den Jahre spricht für sich.




 

Waren es 1994 noch 0,02 Millionen Hektoliter Si­­­­nalco, die in Deutschland abgesetzt wur­­­­den, so wur­­de diese Menge unter der Regie der Ge­­­tränke­gruppe Hö­­velmann bis 2008 auf nahezu 140­­ Mil­­lionen Hektoliter­­ vervielfacht.

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor war die Rückbesinnung auf die individuelle Si­­na­lco Formfla­sche, die 2000 ihr Come­back in der Gastronomie feierte und seit 2002 auch im Lebensmit­tel­handel als 1-Liter-PET-Mehrwegflasche im in­­di­vi­du­el­len Sinalco-Marken­kasten zu haben ist. Dur­ch den aufmerksamkeits­starken gelb-roten Mar­ken­­auftritt hebt sich Si­­nalco deutlich vom Wettbewerb ab. Da­­rüber hinaus haben zeitgemäßes Mark­eting und wirk­­same Ver­triebsarbeit, im Lebens­mit­tel­handel, Getränke­fach­markt und im Ge­­tränke­fachgroßhandel sowie in der Gast­­ro­­no­mie, dazu beigetragen, dass Si­­nalco heute wieder zu den führenden Soft­drink-Marken in Deutsch­land gehört.


International konnte die Marke ebenfalls an vergangene Größe anknüpfen. In rund 50 Ländern der Erde ist die Marke mit dem roten Punkt präsent. Als Franchise-Unternehmen vergibt Sinalco Inter­na­tional an ausländische Getränke­abfüller Lizenzen zur Nutzung der Marken­rechte, versorgt sie mit al­­len notwendigen Grund­­stoffen, Es­­sen­zen und Rezep­turen und stellt somit die gleichbleibend hohe Qua­lität der Ge­­trän­ke sicher. Außerdem be­­treut und be­rät das Unter­nehmen die Franchise-Nehmer bei der Auswahl der technischen Aus­stattung sowohl für die Pro­duktion als auch für die Gastronomie. Produkt­inno­vationen, Marketing­stra­tegie und Mar­ken­­führung der ausländischen Part­ner steuert Si­­nalco Inter­na­tional vom deutschen Haupt­sitz in Duisburg-Wal­sum aus.




Messestand auf der Inter­nor­ga in Hamburg.

Jede Flasche Sinalco, die in Deutschland und der Welt verkauft wird, transportiert auf dem Etikett auch den Hinweis auf Duisburg als Firmensitz. Aber die Verbundenheit mit der Stadt geht viel weiter. Durch die Unterstützung von zahlreichen sportlichen Groß­er­eig­nis­sen wie den World Games 2005, der Kanu WM 2007 oder den Deutschen Junioren­meis­terschaften im Rudern 2009 zeigt die Marke Flagge in ihrer Heimat­stadt. Selbst­verständlich gehört die kon­ti­nu­ierliche Unter­­­­­­stützung des Fuß­ball-Bund­es­­lig­is­ten MSV Duisburg ebenfalls zum Spon­soring-Programm. Auch die Ge­­le­genheit zur Bereiche­rung des städtischen Kultur­lebens wird gerne ge­­nutzt. So startete die Sinalco ART-Tour, eine Wander­aus­stellung mit künstle­risch an­­spruchs­vollen, historischen Si­­na­lco Plakaten, in der Duis­burger Cubus Ku­nst­halle.


Nicht zuletzt liegt einem Getränke­her­steller natürlich die Entwicklung zeit­ge­mäßer gastrono­mischer Angebote am Herzen. Hier werden attraktive Ob­­jekte und Ausflugsziele für die Duis­burger mit Sinalco und Rheinfels Quelle begleitet. Die jüngsten Beispiele sind das See­haus an der Wedau und die Strand­­­bar im neuen Rheinpark Duis­burg. Beide beziehen ihren speziellen Charme aus ihrer besonderen Lage. Wie könnte es an­­ders sein – am Wasser.

 

 


PDF-Download


Unternehmensbeiträge:

Obstsäfte in feinster Kelter-Qualität
Qualität die aufgeht – DHW bieten 150 Jahre Know-how
Österreichs erfolgreichste und größte Privatbrauerei
Best Service Award für COFFICE® GmbH
Zukunft wagen und gewinnen

Autorenbeiträge:

„Heute ein König.“ – eine Biergeschichte
Biergeschmack auf Weltniveau – Beck’s Pils – Frisch. Pur. Echt.
Tetra Pak – Schützt was gut ist
Von der Krautpresse zum führenden Fruchtsaftanbieter
Ideen „mit Zisch“ – CARBO entwickeltviel­­fältige Anwendungen mit Kohlensäure