Thomas Hildebrand-Effelberg

Der Autor, geboren 1960 in Wuppertal, studierte Betriebswirtschaftslehre an der Fachhochschule Niederrhein, Ab­­tei­­lung Mönchengladbach. Seit 1989 ist er bei der Wirt­schafts­för­­derung, heute beim Zentraldienst Stadt­­entwicklung und Wirtschaft im Be­­reich Unternehmens­be­treuung und Stand­ort­­beratung, als Lotse der Stadt Remscheid tätig.

Bahnhof Remscheid – Lennep

Einst prägte geschäftiges Treiben den Lenneper Bahnhof. Es gab vielfältige An­­schlussmöglichkeiten in die bergi­sche Region und darüber hinaus. Zu­­dem war der Lenneper Bahnhof Ver­­kehrs­kno­tenpunkt im Bergischen und zentraler Umschlagplatz für vielfältige Produkte vor allem der Tuchindustrie.

Mehr als ein Jahrhundert stellte der Lenneper Bahnhof den heutigen Rem­scheider Hauptbahnhof an Bedeutung deutlich in den Schatten.

Lennep gehörte noch 1922 (01.04.1920 bis 30.09.1924 – Erlass vom 27.06.1921) zum Eisenbahndirektionsbezirk Elber­feld Betriebsamt Lennep.

 




Mit dem Bau der höchsten Eisen­bahn­­brücke Deutschlands, der Müngstener Brücke, wuchs die Bedeutung des Bahn­­hofs Lennep. Durch diese Brücke verlängerte sich die Bahnlinie nach So­­lin­gen. Erst mit der sukzessiven Still­­le­gung der Bahnverbindungen in die Nach­­bar­­städte in den 50er bis 80er Jahren und der Stilllegung der letzten Güter­ver­bin­­dung 1995 schwand die bisher dominan­­te Bedeutung. Heute finden sich nur noch wenige Hinweise auf seine einstige Be­­deutung.

Die zwei großen Lokschuppenanlagen, die Drehscheibe, alle Gleisanlagen – bis auf die zwei bis vier benötigten Gleise – sind mittlerweile entfernt.
Heute ist der Bahnhof Lennep nur noch zum Haltepunkt „Lennep“ der Regional­bahn (RB) 47 reduziert.

Durch den kontinuierlichen Ab- und Rück­­bau dieser Bahnanlagen wurde eine Fläche von circa 40.000 Quadrat­me­­tern freigezogen, die einer neuen Nutzung zuzuführen ist.

 




Neues Nutzungskonzept wird angestrebt: das Lenneper Bahnhofsgebäude.


Diese Ebene und die damit für das Ber­­gi­sche wertvolle Fläche ist als gewerbliche Fläche über den Bebauungsplan (BP) 485 ausgewiesen. Hier wird ein hochwertiges Gewerbegebiet entstehen.

Angedacht ist dabei die Ansiedlung klei­­ner und mittlerer Gewerbebetriebe, von technologieorientierten Unternehmen sowie von Unternehmen aus dem Dienst­­leistungs­sektor mit hohen Ansprüchen an architektonische Gestaltung und Standort­qualität. Die Grundstücks­flä­chen sind äußerst variabel gestaltbar.

Die Lage und die Verkehrsanbindung des Standortes sind optimal. Die Auto­­bahn A1 ist in unmittelbarer Nähe. Der Stand­­ort liegt circa 700 Meter südwestlich der historischen Lenneper Altstadt und rund zwei Kilometer von den An­­schlussstellen Remscheid-Lennep (Nr.95a) und Rem­scheid (Nr. 95) entfernt.
Zudem bestehen weiterhin Zugverbin­dungen nach Wuppertal und Düsseldorf sowie nach Köln über Solingen.

 




Stadtentwicklungsprojekt, Bahnanleger Lennep.


Neben der optimalen Verkehrsan­bin­dung, der Nähe zur pittoresken Len­ne­per Altstadt und den guten Einkaufs­möglichkeiten in unmittelbarer Nähe des Geländes bietet der Standort Len­­nep sehr gute Wohn- und Freizeitmög­lich­­keiten sowie eine reizvolle Land­schaft im Bergischen. Diese Konzen­tration her­vor­­ragender Standortfak­toren bietet eine einzigartige Standortqualität.
Zurzeit wird über eine EU-weite Aus­schreibung ein Investor gesucht, der die gewerblichen Flächen nach den Vor­­ga­ben der Stadt Remscheid erschließt und sie dann auf dem Markt anbieten wird.

Auch das alte Bahnhofsgebäude liegt heute brach. Im Zuge der Halte­punkt­erneuerung wird das Bahnhofsgebäude zwar neu gestaltet, künftig aber nicht mehr von der Deutschen Bahn ge­­nutzt.

Unterschiedliche Maßnahmen und Rah­­menbedingungen können dem Umfeld des Lenneper Bahnhofs nachhaltig po­­sitive Entwicklungsimpulse geben:

• Die historische Altstadt von Lennep


• Ein repräsentatives, zweigeschossiges Bahnhofsgebäude mit einer neuen at­­traktiven Nutzung


• Die geplante Radwegeverbindung auf der stillgelegten Bahntrasse (derzeit von Rem­­scheid bis Lennep über Wer­mels­kirchen bis Burscheid) mit einer „Rad­station“ im ehemaligen Bahn­hofs­­ge­bäude


• Die geplante gewerbliche Folgenutzung auf den freigezogenen Bahnflächen

Ausschlaggebend ist der Wunsch der Len­­neper Bevölkerung, das Bahnhofs­um­feld gestalterisch aufzuwerten und es stärker an die historische Altstadt anzubinden.

Ein erster Vorschlag basiert auf bereits vorliegenden Planungsabsichten. Diese sehen vor, die zuvor abgeräumten nörd­­lich des Bahnhofsgebäudes gelegenen Flächen für ein Gesundheitszentrum zu nutzen. Dabei könnte als Ergänzung eine alten- und behindertengerechte Wohn­anlage oder ein Hotel mit Gastronomie und touristischen Angeboten dienen.

Ein Verbindungsbau kann zudem die nörd­­lich gelegenen Flächen (Wohnan­lage/Ho­­tel) mit dem südlich gelegenen Bahn­­hofs­­gebäude verbinden, so dass der vor­­han­de­ne Parkplatz erhalten bleibt. Die Ver­­bin­­dung könnte als „Stadtbal­kon/Aus­­sichts­­punkt“ mit Blick auf die Alt­­stadt fungieren. In dem neu zu gestaltenden repräsenta­tiven Bahnhofsgebäude könnten zu­­dem Themenrouten beworben werden.


Ein weiterer Vorschlag sieht vor, auf den ebenfalls abgeräumten, nördlich des Bahn­­hofsgebäudes gelegenen Flächen weitere Parkmöglichkeiten (P&R-Anlage) zu schaf­­fen. Somit wird der hohen Aus­las­­tung der vorhandenen südlich des Bahn­­hofs­­ge­bäu­­des gelegenen P&R-Anlage Rechnung getragen.

Wie oben schon erwähnt, bietet sich das Bahnhofsgebäude auf Grund seiner Stadt­­bild-prägenden Funktion für gastronomische und/oder touristische Nach­­nut­zun­gen an. Eine Radstation ist daher nur eine von vielen Nutzungs­op­tionen.

 


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Unternehmensbeiträge:

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