Hightech-Standort München – Wirtschaft und Wissenschaft Hand in Hand
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© Michael Nagy/Presse- und Informationsamt München |
Der Wirtschaftsraum München ist in Deutschland unangefochtener Spitzenreiter als Technologiestandort und zählt weltweit zu den fünf führenden Hightech-Standorten. Viele innovative Unternehmensgründer haben die bayerische Landeshauptstadt deshalb als Firmensitz gewählt.
Münchens wirtschaftliche Stärke beruht insbesondere auf einer gelungenen Mischung aus Global Playern, Mittelstand, Großunternehmen und Ein-Mann-Betrieben in leistungsfähigen und wachstumsstarken Branchen wie der Elektrotechnik, dem Fahrzeug- und Maschinenbau, der Dienstleistungs- und IT-Branche sowie der Nano- und der Biotechnologie mit ihrem einzigartigen Cluster in Martinsried. Rückgrat der Münchener wie der gesamten bayerischen Wirtschaft ist die Metall- und Elektroindustrie. Hervorzuheben ist hier vor allem die starke Automobilindustrie mit ihren vielen Zulieferern. In rund 300 Betrieben im Großraum München sind 160.000 Menschen in der Branche beschäftigt, die einen Umsatz von circa 70 Milliarden Euro pro Jahr erwirtschaften.
Zehn Universitäten und Hochschulen, zahlreiche Berufsakademien und Berufsschulen sowie private Aus- und Weiterbildungseinrichtungen generieren Wissen und führen dem Münchner Arbeitsmarkt laufend hochqualifiziertes Personal zu. Bedeutende Einrichtungen wie die Max-Planck-Gesellschaft, die Fraunhofer-Gesellschaft, die deutsche Forschungsanstalt für Luft- und Raumfahrt, die Gesellschaft für Umwelt und Gesundheit oder das ifo-Institut ergänzen den Forschungsverbund. Zahlreiche internationale Unternehmen haben sich aufgrund dieses Umfeldes für München entschieden und betreiben hier Forschung- und Entwicklungsabteilungen, so etwa das BMW-Forschungszentrum (FIZ), das sich mit Fragen des Fahrzeugbaus, des kooperativen Verkehrsmanagements oder mit Navigationssystemen befasst; auch Siemens konzentriert seine Forschungsschwerpunkte in der Landeshauptstadt. Rund 50.000 Menschen im Raum München sind im Bereich F+E, Forschung und Entwicklung, tätig. Außerdem ist fast jeder dritte der 80.000 Münchener Studenten in einem naturwissenschaftlich-technischen Studiengang eingeschrieben. Auch das Europäische und das Deutsche Patentamt, die in München ihren Sitz haben, unterstützen die Umsetzung von Wissen in Produkte und Dienstleistungen.
Gerade diese enge Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen ist ein entscheidendes Plus der Landeshauptstadt.
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Corporate Architecture bei BMW in München. © Michael Nagy/Presse- und Informationsamt München |
Hier zeigt sich: Nur wenn sich Forschung und Lehre an den Bedürfnissen der Unternehmen orientieren, können Wettbewerbsvorteile erzielt und Arbeitsplätze geschaffen werden. Dies ist in München vorbildlich gelungen.
Die vbw und die Bayerischen Metallarbeitgeberverbände BayME/VBM unterstützen den Know-How-Transfer von der Wissenschaft zu den Unternehmen nachhaltig, insbesondere zu den Unternehmen des Mittelstandes. Zur Förderung der Wettbewerbsfähigkeit mittelständischer Unternehmen hat der VBM – Verband der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie eV zusammen mit der Technischen Universität München (TUM) ein Mittelstandsinstitut, die Kompetenzzentrum Mittelstand GmbH, gegründet. Das Mittelstandsinstitut bildet das Scharnier zwischen den 1.700 Mitgliedsbetrieben der bayerischen Metallarbeitergeberverbände und der Forschung. Mit einer Investitionssumme von 12,5 Millionen Euro in den ersten fünf Jahren soll die technologische und betriebswirtschaftliche Innovationskraft mittelständischer M+E-Betriebe gestärkt werden.
Dieser enge Schulterschluss zwischen Wirtschaft und Wissenschaft wird flankiert von der hervorragenden Infrastruktur Münchens mit seinen Autobahnanbindungen in alle vier Himmelsrichtungen, seinem umfassenden Bahnangebot und dem Flughafen im Erdinger Moos, der als Nr. 2 unter Deutschlands Verkehrsflughäfen zunehmend zur Konkurrenz für den Platzhirschen Frankfurt am Main wird. Nicht zu vergessen sind die vielfältigen Möglichkeiten, Kapital und Dienstleistungen vor Ort zu beschaffen.
Die mit rund 27.000 Euro je Einwohner sehr hohe Kaufkraft der Münchnerinnen und Münchner sichert der bayerischen Landeshauptstadt mit großem Vorsprung die erste Stelle im Wohlstandsranking der deutschen Großstädte. München ist daher, wie eine Studie der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft festgestellt hat, die wirtschaftlich erfolgreichste Stadt Deutschlands.
Dass das auch so bleibt, ist oberstes Ziel der vbw und der Bayerischen Metallarbeitgeberverbände BayME/VBM. Es gilt daher, die Wettbewerbsfähigkeit der bayerischen – und damit auch der Münchner – Unternehmen zu erhalten und zu steigern.
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Das renommierte Münchener ifo-Institut für Wirtschaftsforschung gibt den ifo-Geschäftsklimaindex heraus. Bild: ifo-Institut |
Wir unterstützen die Entwicklung Münchens, indem wir als Trendsetter frühzeitig Themen und mögliche Gefahren für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen identifizieren und sie aufgreifen. Beim Thema Bildung etwa haben wir mit der Studie „Bildung neu denken!“ frühzeitig sensibilisiert und nachdrücklich von der Politik eine Bildungs-„Revolution“ eingefordert, damit die Unternehmen im Großraum München auch weiterhin auf optimal ausgebildetes Personal zurückgreifen können und junge Menschen in unserem Land gute Zukunftsperspektiven haben. Auch das Thema „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ wurde von uns schon im Jahr 2000 als Zukunftsthema definiert und in unsere Prioritätenliste aufgenommen – gerade angesichts der sehr heterogenen Familienstrukturen in München einerseits und eines gravierenden Fachkräftemangels in manchen Branchen oder Berufsfeldern andererseits gewinnt dieses Thema zunehmend an Bedeutung.
Welchen Stellenwert München für uns als Verband hat, zeigt sich auch daran, dass sich unsere politische Interessenvertretung in nicht unerheblichem Maß in München abspielt, wenngleich sie über unser Engagement in Berlin und Brüssel entscheidend ergänzt wird. So tragen wir durch die Expertise unserer Fachausschüsse mit dazu bei, dass wirtschaftlicher Sachverstand in die Gesetzgebung auf Landes-, Bundes und EU-Ebene Eingang findet und somit auf breiter Front die Weichen gestellt werden, dass München seine volle Wirtschaftskraft entfalten kann. Der Kern unserer Dienstleistungen besteht in vielfältigen Angeboten zum Networking.
Der Sitz der vbw, das hbw | Haus der Bayerischen Wirtschaft, ist dabei eine ideale Plattform zum Austausch zwischen Unternehmen, Wissenschaftlern und politischen Entscheidungsträgern. Diese Netzwerke helfen, die Standortbedingungen für unsere Unternehmen in München weiter zu verbessern und den Zugang zu Politik und Verwaltung zu erleichtern.


















