Thomas Feda

Der Autor wurde 1967 in Langenzenn (Bayern) geboren. Nach seiner Ausbil­dung bei der Bundeswehr mit Studium der Staats- und Sozialwissenschaften war er dort als Offizier unter anderem in der Pres­se- und Öffentlichkeitsarbeit tä­­tig, bevor er 2001 Kreisgeschäftsführer der Frank­furter CDU wurde. Seit Juli 2007 ist Feda Geschäftsführer der Tou­ris­mus­+Congress GmbH in Frankfurt am Main.

Stadt der Kontraste – Geschichte und Gegenwart einer Kulturmetropole



Parkanlage am Messeturm.
© Tourismus+Congress GmbH Frankfurt am Main


 

Frankfurt am Main, die Metropole im Her­zen Europas, wird geprägt von span­­nen­den Gegensätzen wie Tradition und Mo­­derne, Handel und Kultur, Geschäf­tigkeit und Beschaulichkeit. Zu Frank­furts Cha­rakter als Weltstadt tragen in­­­ter­na­tiona­les Messegeschehen, Finanz­geschäft und Kul­­­­turleben ebenso bei wie die günstige Verkehrsanbindung über Hauptbahnhof und Flughafen.

 

Die berühmte Skyline, geprägt von mehr Hochhäusern als jede andere deutsche Stadt, verdankt Frankfurt in erster Lin­ie den vielen in- und ausländischen Ban­ken, die die Stadt – neben der Deutsch­en Bundesbank und der Europäischen Zen­­tralbank – zum Finanzplatz Num­mer eins in Deutschland gemacht ha­­ben. Überragt wird die Skyline durch das Commerzbankhochhaus.




Ein Frankfurter Symbol für Kultur ist die Alte Oper.
© Tourismus+Congress GmbH Frankfurt am Main

Dieses ist mit 259 Metern (ohne An­­ten­ne) beziehungsweise 299 Metern (mit Antenne) das höchs­te Bürogebäude in Europa. Frankfurts Skyline ist ei­­ner fort­­währenden Verän­derung unterworfen – schon sind die nächsten Wol­­ken­kratzer im Bau und weitere in Pla­­nung. Eine Attraktion der Frankfurter Skyline ist der im April 2000 eröffnete MAIN TO­­WER. Im ersten öffentlich zu­­gänglichen Wolkenkratzer be­­findet sich im 53. Stock ein Res­tau­rant und im 55. Stock, in 200 Metern Höhe, eine Aus­­sichts­platt­form.

 

Aber Frankfurt ist auch eine Stadt mit ei­­ner spannenden Geschichte, die weit zu­­­rückreicht. Unter dem Namen „Fran­co­no­furd“ wurde 794 die ehemalige Rö­­mer­­­stadt „Nida“ und spätere karolingische Pfalz erstmals urkundlich erwähnt. An­­lass war eine Tagung von europäischer Bedeutung – eine Reichssynode Karls des Großen. Von der besonderen Lage hat die Stadt „Fran­co­no­furd“ ihren Na­­men erhalten: dem natürlichen Fluss­übergang kurz vor der Mündung des Mains in den Rhein, im Herzen des da­­maligen fränkischen Herrschafts­ge­bie­tes.




Museum für Angewandte Kunst.
© Tourismus+Congress GmbH Frankfurt am Main

Seit 1356 war der Frankfurter Dom, ob­­wohl zu keiner Zeit Bischofssitz, Ort der deutschen Königswahl und rund 200 Jahre später Krönungsstätte deutscher Kaiser. Die anschließenden Fest­bankette fanden im Kaisersaal des „Rö­­­­mers“ statt, einem aus drei Bürger­häu­sern beste­henden Gebäudekomplex, den die Stadt 1405 erwarb und zum Rathaus umbaute. Die dreigiebelige Fas­­­­­­sade ist seitdem das Wahrzeichen der Stadt. Dort tagt noch heute die Frank­furter Stadt­verordneten­versam­m­lung, das gewählte kommunale Par­la­ment. Ebenfalls direkt im Rathaus, in den so­­genannten „Rö­­mer­hallen“, und auf dem „Römerberg“, dem Platz vor dem Rat­­haus, fanden schon im Mit­tel­alter selbst Mes­sen statt. Heu­te ist der Rö­merberg das Herz der historischen Altstadt und be­­liebte Anlauf­stelle für Touristen. Die „Römer­hallen“ sind ein gefragter Ort für Ver­anstaltungen aller Art.

 

Unweit des Römers steht die Pauls­kir­che, in der 1848 erstmals eine deutsche Na­­­tionalversammlung zusammen­trat. Die Paulskirche gilt seither als „Wie­­ge“ der deutschen Demokratie. Und auch heu­te noch, durch die Verleihung des Frie­­denspreises des Deutschen Buch­han­­dels und durch die Feierlichkeiten aus Anlass der deutschen Wieder­ver­­ei­nigung vom 3. Oktober 1990, ist die Paulskirche wieder ein wichtiger Ort der Demokratie, der freiheitlichen Grund­werte und eine Stätte des offenen Wor­tes und Geistes.

 




Skyline der Mainmetropole.
© Tourismus+Congress GmbH Frankfurt am Main


 

Vor allem wegen des berühmten und ein­­maligen Museumsufers Frankfurt mit zahl­­reichen Museen auf beiden Main­sei­ten genießt Frankfurt den Ruf einer be­­deutenden Kulturstadt.

 

Das Mu­­se­­ums­ufer Frankfurt ist eine Syn­these aus an­­­­­­spruchs­vollem Kulturangebot und durch­dachter Stadtgestaltung. Ei­­­ni­ge er­­halt­ens­­werte Gebäude aus dem 19. Jahr­hundert wurden entkernt und erhielten ein neu­es In­­­nenleben. Die Neu- und Er­­wei­te­rungs­bauten sind zum Teil Werke herausragender Architekten von international­em Rang. Zu nennen sind hier das Museum für Mo­­derne Kunst, das vom Wiener Ar­­chi­tek­ten Hans Hollein in Form eines Tor­­tenstücks er­­richtet wur­de, das Deutsche Architekturmuseum oder etwa das Mu­­seum für Kommu­ni­kation. Viele weitere Mu­­seen liegen in unmittelbarer Nähe zum Muse­umsufer und die Vielsei­tig­keit der Aus­stellungs­häuser und ihr ho­­­her Qua­litäts­anspruch machen sie zum Aus­hänge­schild der Kulturstadt Frank­furt.

 




Goethe ist der wohl berühmteste Sohn der Stadt.
© Tourismus+Congress GmbH Frankfurt am Main

Mit einem für deutsche Kommunen un­­ge­wöhnlich hohen Kulturetat hat die Stadt zudem über Jahre neben der re­­nom­mier­ten Oper, Schauspiel und Kam­­merspiel auch zahlreiche private The­ater gefördert. Ein weiteres kulturelles Wahr­zei­chen Frank­furts ist das Konzert- und Kon­­­gress­zentrum Alte Oper Frank­furt, das nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut wurde.

 

Die 1914 als erste Stiftungsuniversität gegründete Universität trägt den Na­­men des berühmtesten Sohnes der Stadt: Jo­­hann Wolfgang Goethe. Am 28. August 1749 in Frankfurt geboren, verlebte er seine Jugend in der Stadt am Main. Sein Geburtshaus zählt zu den meistbesuchten Sehens­würdigkeiten Frank­­furts und wurde 1997 durch das Goethe-Museum er­­gänzt.

 




Das Städelmuseum ist eines der bekanntesten deutschen Kunstmuseen.
© Tourismus+Congress GmbH Frankfurt am Main

Dank seiner verkehrsgünstigen Lage ge­­hört Frankfurt zu den ältesten europäischen Handelsplätzen nördlich der Al­­pen und zählt heute zu den bedeuten­d­s­­­­­ten Messeplätzen der Welt. Erste Mes­­sen fanden nachweislich bereits im elften Jahrhundert in Frankfurt statt. Ein offizielles Messeprivileg erhielt die Stadt von Friedrich II. bereits im Jahre 1240.

 

Die Messe Frankfurt kann somit auf eine über 750-jährige Tradition zurückblicken. Unter den heutigen Messen sind wohl die Frankfurter Buchmesse und die Internationale Automobil Aus­stellung (IAA) die bekanntesten und beliebtesten.

 




Skyline der Mainmetropole.
© PIA Stadt Frankfurt am Main, Foto: Karola Neder

Mit 46 Prozent an Grünflächen gehört Frankfurt zu den grünsten Großstädten in Deutschland und die öffentlichen Gär­ten präsentieren sich in einer beeindruckenden Vielfalt: asiatisch wie der Chi­nesische Garten, südländisch wie das „Nizza“ am Mainufer oder im Stil des Barocks wie der Bolongaro-Garten. Der Frankfurter Grün­Gürtel ist ein grüner Freiraum rund um den Kern der Stadt und Frankfurts wichtigstes Naher­ho­lungsgebiet.

 

Neben dem geschäftigen Treiben der In­­nenstadt mit vielfältigen Einkaufs­mög­­lichkeiten findet man in den Vor­orten Fachwerkromantik und Ge­­­müt­lichkeit. Wer nach dem Shopping in Frankfurt ei­nen vergnüglichen Abend ver­­bringen möchte, sollte in eine der traditionellen Apfelwein-Kneipen im Stadtteil Sachsen­hausen einkehren. Im Sommer bietet sich ein Besuch eines der beliebten Stra­ßen­feste an, im Winter ein Bummel über den traditionsreichen Weih­­nachtsmarkt auf dem Römerberg. Ein Höhepunkt im Ver­­an­sta­l­tungs­ka­lender Frankfurts ist das jährlich im August statt­findende Mu­­se­um­su­fer­fest – ein Kunst- und Kultur­spek­takel der Extra­klas­se.

 


PDF-Dokument


Unternehmensbeiträge:

Maß, Qualität und Vielfalt – Blick in die Industriegeschichte Bayerns
Händel-Haus – hier lebt die Genialität des großen Sohnes der Stadt
Historische Dampfloks für Nahverkehr und Tourismus
Köstritzer Schwarzbierbrauerei bundesweit auf Erfolgskurs
Schlüsselbranche Automobilindustrie – Geschichte, Gegenwart und Zukunft

Autorenbeiträge:

1125 Jahre Duisburg – Ein traditionsreicher Industriestandort
Ein Blick auf die Vergangenheit der Region Coburg - die wechselvolle Wirtschaftsgeschichte
Autostadt Stuttgart – seit 1886 Heimat des Automobilbaus
Die Weichen für die Stadtentwicklung sind gestellt
Einblicke in die Geschichte der Eidgenossenschaft