Stadt der Kontraste – Geschichte und Gegenwart einer Kulturmetropole
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Parkanlage am Messeturm. © Tourismus+Congress GmbH Frankfurt am Main |
Frankfurt am Main, die Metropole im Herzen Europas, wird geprägt von spannenden Gegensätzen wie Tradition und Moderne, Handel und Kultur, Geschäftigkeit und Beschaulichkeit. Zu Frankfurts Charakter als Weltstadt tragen internationales Messegeschehen, Finanzgeschäft und Kulturleben ebenso bei wie die günstige Verkehrsanbindung über Hauptbahnhof und Flughafen.
Die berühmte Skyline, geprägt von mehr Hochhäusern als jede andere deutsche Stadt, verdankt Frankfurt in erster Linie den vielen in- und ausländischen Banken, die die Stadt – neben der Deutschen Bundesbank und der Europäischen Zentralbank – zum Finanzplatz Nummer eins in Deutschland gemacht haben. Überragt wird die Skyline durch das Commerzbankhochhaus.
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Ein Frankfurter Symbol für Kultur ist die Alte Oper. © Tourismus+Congress GmbH Frankfurt am Main |
Dieses ist mit 259 Metern (ohne Antenne) beziehungsweise 299 Metern (mit Antenne) das höchste Bürogebäude in Europa. Frankfurts Skyline ist einer fortwährenden Veränderung unterworfen – schon sind die nächsten Wolkenkratzer im Bau und weitere in Planung. Eine Attraktion der Frankfurter Skyline ist der im April 2000 eröffnete MAIN TOWER. Im ersten öffentlich zugänglichen Wolkenkratzer befindet sich im 53. Stock ein Restaurant und im 55. Stock, in 200 Metern Höhe, eine Aussichtsplattform.
Aber Frankfurt ist auch eine Stadt mit einer spannenden Geschichte, die weit zurückreicht. Unter dem Namen „Franconofurd“ wurde 794 die ehemalige Römerstadt „Nida“ und spätere karolingische Pfalz erstmals urkundlich erwähnt. Anlass war eine Tagung von europäischer Bedeutung – eine Reichssynode Karls des Großen. Von der besonderen Lage hat die Stadt „Franconofurd“ ihren Namen erhalten: dem natürlichen Flussübergang kurz vor der Mündung des Mains in den Rhein, im Herzen des damaligen fränkischen Herrschaftsgebietes.
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Museum für Angewandte Kunst. © Tourismus+Congress GmbH Frankfurt am Main |
Seit 1356 war der Frankfurter Dom, obwohl zu keiner Zeit Bischofssitz, Ort der deutschen Königswahl und rund 200 Jahre später Krönungsstätte deutscher Kaiser. Die anschließenden Festbankette fanden im Kaisersaal des „Römers“ statt, einem aus drei Bürgerhäusern bestehenden Gebäudekomplex, den die Stadt 1405 erwarb und zum Rathaus umbaute. Die dreigiebelige Fassade ist seitdem das Wahrzeichen der Stadt. Dort tagt noch heute die Frankfurter Stadtverordnetenversammlung, das gewählte kommunale Parlament. Ebenfalls direkt im Rathaus, in den sogenannten „Römerhallen“, und auf dem „Römerberg“, dem Platz vor dem Rathaus, fanden schon im Mittelalter selbst Messen statt. Heute ist der Römerberg das Herz der historischen Altstadt und beliebte Anlaufstelle für Touristen. Die „Römerhallen“ sind ein gefragter Ort für Veranstaltungen aller Art.
Unweit des Römers steht die Paulskirche, in der 1848 erstmals eine deutsche Nationalversammlung zusammentrat. Die Paulskirche gilt seither als „Wiege“ der deutschen Demokratie. Und auch heute noch, durch die Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels und durch die Feierlichkeiten aus Anlass der deutschen Wiedervereinigung vom 3. Oktober 1990, ist die Paulskirche wieder ein wichtiger Ort der Demokratie, der freiheitlichen Grundwerte und eine Stätte des offenen Wortes und Geistes.
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Skyline der Mainmetropole. © Tourismus+Congress GmbH Frankfurt am Main |
Vor allem wegen des berühmten und einmaligen Museumsufers Frankfurt mit zahlreichen Museen auf beiden Mainseiten genießt Frankfurt den Ruf einer bedeutenden Kulturstadt.
Das Museumsufer Frankfurt ist eine Synthese aus anspruchsvollem Kulturangebot und durchdachter Stadtgestaltung. Einige erhaltenswerte Gebäude aus dem 19. Jahrhundert wurden entkernt und erhielten ein neues Innenleben. Die Neu- und Erweiterungsbauten sind zum Teil Werke herausragender Architekten von internationalem Rang. Zu nennen sind hier das Museum für Moderne Kunst, das vom Wiener Architekten Hans Hollein in Form eines Tortenstücks errichtet wurde, das Deutsche Architekturmuseum oder etwa das Museum für Kommunikation. Viele weitere Museen liegen in unmittelbarer Nähe zum Museumsufer und die Vielseitigkeit der Ausstellungshäuser und ihr hoher Qualitätsanspruch machen sie zum Aushängeschild der Kulturstadt Frankfurt.
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Goethe ist der wohl berühmteste Sohn der Stadt. © Tourismus+Congress GmbH Frankfurt am Main |
Mit einem für deutsche Kommunen ungewöhnlich hohen Kulturetat hat die Stadt zudem über Jahre neben der renommierten Oper, Schauspiel und Kammerspiel auch zahlreiche private Theater gefördert. Ein weiteres kulturelles Wahrzeichen Frankfurts ist das Konzert- und Kongresszentrum Alte Oper Frankfurt, das nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut wurde.
Die 1914 als erste Stiftungsuniversität gegründete Universität trägt den Namen des berühmtesten Sohnes der Stadt: Johann Wolfgang Goethe. Am 28. August 1749 in Frankfurt geboren, verlebte er seine Jugend in der Stadt am Main. Sein Geburtshaus zählt zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Frankfurts und wurde 1997 durch das Goethe-Museum ergänzt.
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Das Städelmuseum ist eines der bekanntesten deutschen Kunstmuseen. © Tourismus+Congress GmbH Frankfurt am Main |
Dank seiner verkehrsgünstigen Lage gehört Frankfurt zu den ältesten europäischen Handelsplätzen nördlich der Alpen und zählt heute zu den bedeutendsten Messeplätzen der Welt. Erste Messen fanden nachweislich bereits im elften Jahrhundert in Frankfurt statt. Ein offizielles Messeprivileg erhielt die Stadt von Friedrich II. bereits im Jahre 1240.
Die Messe Frankfurt kann somit auf eine über 750-jährige Tradition zurückblicken. Unter den heutigen Messen sind wohl die Frankfurter Buchmesse und die Internationale Automobil Ausstellung (IAA) die bekanntesten und beliebtesten.
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Skyline der Mainmetropole. © PIA Stadt Frankfurt am Main, Foto: Karola Neder |
Mit 46 Prozent an Grünflächen gehört Frankfurt zu den grünsten Großstädten in Deutschland und die öffentlichen Gärten präsentieren sich in einer beeindruckenden Vielfalt: asiatisch wie der Chinesische Garten, südländisch wie das „Nizza“ am Mainufer oder im Stil des Barocks wie der Bolongaro-Garten. Der Frankfurter GrünGürtel ist ein grüner Freiraum rund um den Kern der Stadt und Frankfurts wichtigstes Naherholungsgebiet.
Neben dem geschäftigen Treiben der Innenstadt mit vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten findet man in den Vororten Fachwerkromantik und Gemütlichkeit. Wer nach dem Shopping in Frankfurt einen vergnüglichen Abend verbringen möchte, sollte in eine der traditionellen Apfelwein-Kneipen im Stadtteil Sachsenhausen einkehren. Im Sommer bietet sich ein Besuch eines der beliebten Straßenfeste an, im Winter ein Bummel über den traditionsreichen Weihnachtsmarkt auf dem Römerberg. Ein Höhepunkt im Veranstaltungskalender Frankfurts ist das jährlich im August stattfindende Museumsuferfest – ein Kunst- und Kulturspektakel der Extraklasse.






















