Prof. Dr. oec. Gabriele Beibst

Die Autorin, 1951 in Weimar geboren, erwarb 1975 den Hochschulabschluss als Diplom-Ingenieur-Ökonom, 1983 folgte die Promotion zum Dr. oec. 1975–1977 war sie als Exportkauffrau im Absatzbereich des Jenaer Glaswerkes tätig, ab 1977 als wissenschaftliche Assistentin an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Nach Studienaufenthalten (u. a. Institut für Marketing und Handel, Georg-August-Universität Göttingen; Kellogg Graduate School of Business Management, Northwestern University, Chicago) erfolgte 1993 die Berufung zur Professorin für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Marketing, an die Fachhochschule Jena. 1999–2001 war sie Prorektorin für Forschung und Hochschulentwicklung der Fachhochschule Jena. Seit November 2001 ist Prof. Dr. Gabriele Beibst Rektorin der Fachhochschule Jena.

Fachhochschule Jena



Die Fachhochschule Jena (FH Jena) ist mit 4.500 Studierenden die viertgrößte der Thüringer Hochschulen.

Die Fachhochschule Jena (FH Jena), 1991 als eine der ersten Bildungseinrichtungen ihrer Art in den Neuen Bundesländern gegründet, ist mit 4.500 Studierenden seit dem Wintersemester 2003/ 2004 die viertgrößte der Thüringer Hochschulen. In unmittelbarer Nähe zu Carl Zeiss Jena GmbH gelegen, bündelt der modern ausgestattete und architektonisch außerordentlich reizvolle Campus ein immanent praxisnahes und zugleich wissenschaftlich solide fundiertes Studium, das durch eine straffe und optimale Organisation kurze Studienzeiten gewährt.




Sechs bis acht besonders begabte
Absolventen arbeiten jeweils in Kooperation
mit Universitäten an einer Promotion.

 

Etwa zwei Drittel der Studierenden der Fachhochschule Jena kommen aus der Thüringer Region, dazu viele aus den benachbarten Bundesländern Hessen, Sachsen-Anhalt und Sachsen. Zunehmend zieht es auch junge Menschen aus dem Ausland in die traditionsreiche historische Saalestadt und ihre Fachhochschule: gegenwärtig ist die FH Jena Studienmittelpunkt für Studenten aus über 25 Ländern.




Die FH Jena ist Studienmittelpunkt
für Studenten
aus über 25 Ländern.

 

Die Fachhochschule Jena bietet aktuell in zehn Fachbereichen 22 verschiedene Studiengänge an. Dabei handelt es sich um 16 Diplomstudiengänge mit einer Regelstudienzeit von acht Semestern. Dies sind:




Die Fachhochschule
Jena bietet aktuell in zehn Fachbereichen
22 verschiedene
Studiengänge an.

 

• Augenoptik

• Betriebswirtschaft

• Biomedizintechnik

• Elektrotechnik/Automatisierungstechnik

• Feinwerktechnik

• Kommunikations- und Medientechnik

• Maschinenbau

• Mechatronik

• Pflege/Pflegemanagement (als Fernstudiengang)

• Pharma-Biotechnologie

• Physikalische Technik

• Soziale Arbeit

• Technische Informatik

• Umwelttechnik

• Werkstofftechnik

• Wirtschaftsingenieurwesen


 

Hinzu kommen drei duale Studiengänge mit integrierter Berufsausbildung im Fachbereich Elektrotechnik/Informationstechnik, sowie zwei sechssemestrige Bachelorstudiengänge (Laser- und Optotechnologien und Internet Business Engineering), sowie ein viersemestriger Masterstudiengang in Laser- und Optotechnologien.


 

Im Rahmen der Modernisierung des Studienangebotes werden in den nächsten Jahren neue Bachelor- und Masterprogramme zu dem bereits sehr umfangreichen und vielfältigen Studienangebot der Fachhochschule Jena hinzukommen, darunter ein „Master of Arts in Social Work“ (dieser ist mit dem Wintersemester 2004/2005 akkreditiert), sowie ein Bachelor- und Master-Programm in Biotechnologie und Augenoptik.


 

Die im Rahmen des Bologna-Prozesses begonnene Modularisierung des Studienangebotes bedeutet auch eine Neuorganisation der Studienstruktur. Dabei werden Lehrveranstaltungen zu inhaltlich und zeitlich abgeschlossenen Lehr- und Lerneinheiten – den so genannten Modulen – zusammengefasst, qualitativ (inhaltlich) und quantitativ (nach Leistungspunkten) beschrieben und studienbegleitend geprüft. Ein Modul ist somit ein Baustein eines Studienangebotes. Es kann durch andere Module ersetzt bzw. ergänzt werden.

Die Vorteile des modularen Systems liegen in seiner Flexibilität und in den unterschiedlichen – wenn auch nicht unendlich vielen – Kombinationsmöglichkeiten für die individuelle Curriculumsplanung.


 

Ein ebenso wichtiges wie anerkanntes Anliegen ist der Fachhochschule Jena der aktuelle Praxisbezug in Lehre und Forschung. Alle Formen der Forschung und Entwicklung werden nachhaltig unterstützt. Die herausragenden Felder von Forschung und Entwicklung sind nachfolgend aufgeführt:


 

• Lebenswissenschaften

Forschung für Mensch und Umwelt – Biowissenschaften, Medizintechnik, Augenoptik, sowie Pflege


 

• Präzisionsmechanik – Optik

Anknüpfung an die große Tradition der feinwerktechnisch-optischen Industrie in Jena


 

• Informationsverarbeitung – Simulation

Mathematische Durchdringung technischer, biologischer und organisatorischer Prozesse und deren Beherrschung durch moderne Elektronik


 

• Automatisierungstechnik – Mechatronik

Verbindung der Kompetenzen auf den Gebieten der Informationstechnik, Elektrotechnik und Mechanik


 

• Werkstoffe und ihre Verarbeitung

Verbesserte „klassische“ und neuartige Materialien sowie deren Verarbeitung als Schlüsseltechnologien für neue Produkte


 

• Sozialwissenschaft

Soziale Kompetenz – Analyse und Antworten zu Fragen der Dynamik und Zukunft der Gesellschaft


 

• Existenzgründung

Grundlagen und Anreize für Unternehmensgründungen in Kooperation mit lokalen und internationalen Partnern


 

Mit dem Wissens- und Technologietransfer leistet die Fachhochschule Jena einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Jenaer und Thüringer Region. Die große Breite des Angebotes in Verbindung mit der modernen Infrastruktur auf dem Campus der Hochschule eröffnet äußerst viele Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Durch Praktikanten, Diplomanden, Masterstudenten und Absolventen erfolgt ein steter Personaltransfer. Dieser Austausch wird durch regelmäßige Firmenkontaktbörsen und Kontaktbörsen ‚Soziales’ unterstützt.


 

Das an der Fachhochschule Jena vorhandene Wissen wird durch Schulungen, Seminare, Vorträge und Gutachten weitergegeben. Über Kolloquien und Tagungen findet ein steter Erfahrungsaustausch statt. Die umfangreiche Bibliothek (ca. 240.000 Bände) und ihre Patentinformationsstelle sind in der Lage, schnell aktuelle Informationen zur Verfügung zu stellen. In Forschungs- und Entwicklungsprojekten werden vielfältige Aufgabenstellungen gelöst. Das Spektrum reicht hier von kleinen und abgeschlossenen Entwicklungsaufgaben bis hin zu langfristigen und grundlegenden Arbeiten. Es besteht insgesamt eine hohe Bereitschaft für die Nutzung und Umsetzung von Innovationen. Das „ServiceZentrum Forschung und Transfer“ ist dabei ein erster Ansprechpartner für die Kontaktaufnahme.


 

Die Verflechtung mit der regionalen Wirtschaft zeigt sich auch in der Integration der Fachhochschule Jena in regionale Kompetenznetzwerke wie Bio-Regio e.V. (Netzwerk für Biotechnologie), OptoNet e.V. (Netzwerk zu optischen Technologien), Fanimat (Netzwerk zu funktionellen, anorganisch-nichtmetallischen Materialien), JCB (Netzwerk für Bioinformatik), KPVJ (Kooperationsverbund Präzision aus Jena), OphthalmoInnovation (Netzwerk Forschung und Service der Augenheilkunde) und micromold.net (Netzwerk Mikrotechnologie). Auf der Grundlage der eingeworbenen Drittmittel können in jedem Jahr etwa 50 zusätzliche Mitarbeiter an Forschungsaufgaben arbeiten. Zu einem großen Teil sind dies Absolventen der Fachhochschule Jena. Besonders hervorzuheben ist, dass stets sechs bis acht besonders begabte Absolventen in Kooperation mit Universitäten an einer Promotion arbeiten.

Die Fachhochschule Jena unterhält derzeit Kontakte zu mehr als 80 Hochschulen, Fachhochschulen und Universitäten in Europa, den USA und Asien. Die Zusammenarbeit erstreckt sich dabei nicht nur auf den Studenten- und Wissenschaftleraustausch, sondern auch auf gemeinsame Forschungsvorhaben und Fachpraktika. Diese Zusammenarbeit, sowie die fruchtbare Kooperation mit der regionalen und überregionalen Wirtschaft – darunter Firmen von Weltruf, wie Carl Zeiss Jena GmbH, JENOPTIK AG oder Siemens – aber auch mit den industrienahen Forschungseinrichtungen der Region, bewirken eine innovative, praxisorientierte und wissenschaftlich fundierte Ausbildung an der Fachhochschule Jena.


Unternehmensbeiträge:

Entwicklungspartner der Automobil-Industrie
Mehr Gesundheit und Komfort durch dreidimensionale Textilien
Translationale Onkologie –Innovationsmotor für Arzneimittel der Zukunft
International vernetzt und regional verankert
SOKA-BAU – Service und Vorsorge für die Bauwirtschaft

Autorenbeiträge:

Denkwerkstatt zur Ausbildung von Problemlösern und Generalisten
Wirtschaftsuniversität Wien - Nachwuchs für internationale Hightech-Unternehmen
Praxisnahe akademische Ausbildung, angewandte Forschung und Entwicklung
Für die Zukunft gut gerüstet ­– Friedrich-Schiller-Universität Jena
Rückenwind für Unternehmensgründer