Dr. h.c. Ludwig Georg Braun

Der 1943 in Kassel geborene Autor betrieb nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Deutschen Bank AG praktische betriebswirtschaftliche Studien in England und den USA. 1968–1971 Geschäftsleitung der Laboratorios Americano S. A. Niteroi, R. J., Brasilien, einer Gesellschaft mit 1.600 Mitarbeitern, 1972 Eintritt in die B. Braun Melsungen AG, Mitglied des Vorstands, seit 1977 kaufmännische Gesamtverantwortung, Bestellung zum Vorstandssprecher, später Vorstandsvorsitzenden der B. Braun Melsungen AG, einem weltweit tätigen Versorgerdes Gesundheitsmarktes mit ca. 2,75 Milliarden Euro Konzernumsatz und 29.000 Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2002. Er ist außerdem Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages DIHK.

Innovative Medizintechnik optimiert
Arbeitsabläufe und erhöht die Sicherheit



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Vorsitzender der Vorstandes, Ludwig Georg Braun.

Für Kompetenz im Gesundheitsbereich steht in Hessen auch die B. Braun Melsungen AG. Seit mehr als 165 Jahren entwickelt, produziert und vertreibt B. Braun Produkte für die Medizin und hat sich mit Modernität und Innovationskraft vom nordhessischen Melsungen aus zu einem weltweiten Konzern und führenden Versorger des Gesundheitsmarktes entwickelt. Diese Marktstellung und das hohe Ansehen bei seinen Partnern hat B. Braun durch ein vielfältiges Angebot an Produkten und Dienstleistungen, durch hohe Ansprüche an die Qualität und ständiges Umsetzen neuer Erkenntnisse bei Produkten und Dienstleistungen erreicht.

 




Unternehmenszentrale in Melsungen (Europagebäude).

B. Braun exportiert aber nicht nur in alle Welt, sondern ist auch in vielen Ländern tätig. Von der Konzernzentrale im nordhessischen Melsungen aus werden knapp 29.000 Mitarbeiter in 50 Ländern gesteuert. Insgesamt erwirtschaftete

B. Braun im Jahr 2002 2,75 Mrd. Euro.



B. Braun versorgt Kliniken, Arztpraxen, Apotheken sowie Pflege- und Rettungsdienste. Die Produktpalette reicht von Infusionslösungen über Spritzenpumpen und Zubehör für die Infusionstherapie, die Intensivmedizin und Anästhesie bis hin zu chirurgischen Instrumenten, Sterilcontainern, Nahtmaterial sowie Hüft- und Knieendoprothesen, Geräten und Zubehör für die extrakorporale Blutbehandlung und Produkte für die Wundversorgung. Insgesamt umfasst das Sortiment über 160.000 verschiedene Artikel. Hinzu kommen Beratungsdienstleistungen, die zum einen Kliniken helfen, ihre Prozesse zu optimieren und die Qualität zu sichern, zum anderen Patienten und deren Familien auf die Pflege zuhause vorbereiten, ihnen Formalitäten abnehmen und sie in der Übergangszeit betreuen.




Rechts: Innenansicht der Konzernzentrale. Die Bürolandschaft wurde auch über die
Stockwerke hinweg offen gestaltet.

Seine Innovationskraft schöpft B. Braun aus einer Unternehmensphilosophie, die den Austausch von Informationen und Erfahrungen innerhalb des Unternehmens aber auch mit den Praktikern in den Kliniken fördert. Auch das weltweit. Der Dialog mit denen, die B. Braun-Produkte tagtäglich anwenden, ermöglicht es, permanent neue Erkenntnisse zu gewinnen und diese bei der Produktentwicklung einzubeziehen. Auf diese Weise trägt B. Braun dazu bei, die Arbeitsabläufe in Kliniken und Praxen zu optimieren und die Sicherheit zu verbessern, sowohl für Patienten als auch für Ärzte oder Pflegepersonal.


Ein herausragendes Beispiel für die Kompetenz von B. Braun in Sachen Sicherheit ist Introcan Safety. Diese Venenverweilkanüle weist eine Sicherheitsvorrichtung auf, durch die die Nadelspitze beim Herausziehen umschlossen wird. Das Produkt verringert damit erheblich die Gefahr für Krankenhauspersonal, sich an der Nadel zu infizieren. Im Bereich Chirurgie stellt das Navigationssystem Ortholpilot der Sparte Aesculap ein Beispiel für Sicherheit und modernste Technik dar: Mit Hilfe des Orthopiloten können Ärzte Hüftprothesen sehr präzise einsetzen.


Das von der Sparte Medizintechnik angebotene Daten-Management-System Nexadia erfasst relevante Daten von Dialysepatienten und lässt dem Personal mehr Zeit für den Patienten. Und mit PNS (Professional Nutrition Service) erstelltB. Braun in Deutschland in Abstimmung mit den Ärzten Lösungen für die patientenindividuelle parenterale Ernährung, die direkt von der Apotheke an den Patienten geliefert werden. Bei PNS verläuft der gesamte Geschäftsprozess digital: Der Arzt greift online auf die Ernährungs-Datenbank zu, berechnet den patientenspezifischen Bedarf und bestellt per Mausklick.


Nicht nur auf der Produktseite, auch bei den Produktionsverfahren und Produktionsstätten setzt B. Braun Standards: Die Tuttlinger Benchmark Factory und L.I.F.E. (Leading Infusion Factory Europe) stehen für modernste Fertigungstechnik. In der Benchmark Factory erbringt B. Braun Bestleistungen in der Fertigung von Knie-, Hüft- und Wirbelsäulenimplantaten. Mit L.I.F.E., der größten europäischen Fabrik für Infusionslösungen, schafft B. Braun am Standort Melsungen eine Produktion mit Spitzentechnologie. Hier werden ab Herbst 2004 Infusionslösungen in der praktischen Beutelflasche Ecoflac Plus hergestellt und die bisherige Produktion damit verdreifacht. Dass L.I.F.E. in Melsungen gebaut wird, ist u. a. dem großen Engagement der Mitarbeiter zu verdanken, die sich in einem Standortsicherungsvertrag verpflichtet haben, in den kommenden fünf Jahren ohne Lohnausgleich insgesamt 520 Stunden mehr zu arbeiten. Einen großen Teil dieser zusätzlichen Arbeitszeit können sie für Fortbildungsmaßnahmen nutzen. Im Gegenzug werden die Mitarbeiter am Gewinn der neuen Pharmaproduktionsstätte beteiligt.


Mit L.I.F.E. beweist B. Braun einmal mehr, wie tief das Unternehmen in Hessen verwurzelt ist und sich dem Standort verpflichtet fühlt. Dazu gehört auch, soziale Verantwortung zu übernehmen und durch kulturelles Engagement die lokale Vielfalt zu fördern. Dabei gibt es zahlreiche Modelle: B. Braun leistet finanzielle und organisatorische Unterstützung bei Kunst-, Kultur- und Sportprojekten, ist Partner in Private Public Partnerships und unterstützt Universitäten, Mediziner und Studenten durch Stipendien oder die Ausrichtung wissenschaftlicher Veranstaltungen. Ab 2004 wird jedes Tochterunternehmen im B. Braun-Konzern im Rahmen der Initiative „B. Braun for Children“ ein Kinderprojekt fördern und so helfen, die Zukunft der nächsten Generation zu sichern und lebenswerter zu machen.


Das soziale Engagement, der Dialog mit Experten, die Entwicklung von neuen und verbesserten Produkten und Produktionsverfahren dienen dem obersten Ziel, dem sich B. Braun verpflichtet hat: der Gesundheit des Menschen.


Unternehmensbeiträge:

Mit neuen Medikamenten Richtung Umsatzmilliarde
BD – seit Generationen dem Menschen verpflichtet
Lösungen von der Wurzel bis zum Zahn
Neue Therapie für Wundheilungsstörungen
Im Auftrag der Nächstenliebe – Dem Menschen verpflichtet

Autorenbeiträge:

Auszeit für Körper und Seele – Erfolgreiche Wellness-Angebote in Kurorten
Keine Therapie ohne Diagnose – Diagnostik arbeitet interdisziplinär
Telematik im Gesundheitswesen: neue Medien in der Medizin made in Krefeld
Gesund in Hessen – Eigenverantwortung stärken
Innovation mit Kundenfokus in der Tradition Emil von Behrings