Peter Dussmann

Der 1938 in Rottweil geborene Autor gründete 1963 seine eigene Firma in München. In den folgenden Jahren wird aus der kleinen Firma eines der weltweit führenden Dienstleistungsunternehmen für Facility Management und Catering. Heute ist Peter Dussmann Alleineigentümer und Aufsichtsratsvorsitzender der Dussmann-Gruppe. Nach dem Fall der Mauer verlegte die Dussmann-Gruppe 1994 ihren Firmensitz von München nach Berlin. Das Multi-Dienstleistungsunternehmen erwirtschaftete im Jahr 2001 mit fast 53.000 Mitarbeitern in 25 Ländern einen Umsatz von 1.202 Mio. Euro. Von großem Gewicht ist das kulturelle Engagement Peter Dussmanns für die Sanierung von Kulturdenkmälern und für die Staatsoper Unter den Linden.

Kultur



Staatsoper

Bis in die 1930er-Jahre hinein war Berlin nicht nur die Stadt, in der jedes Unternehmen zumindest mit einer Niederlassung präsent sein musste. Die Metropole an der Spree war auch Ausgangspunkt einer Reihe richtungsweisender Innovationen in Wirtschaft, Technik und Handel, und sie war ein Zentrum blühender Kultur, kreativer künstlerischer Ideen und Projekte. Kurz, Berlin war Weltstadt. Glaubt man neueren Studien, wird es Berlin allgemein zugetraut, nach Jahrzehnten seiner Insellage wieder an diese Tradition anzuschließen. Dementsprechend hoch sind die Erwartungen, die im In- und Ausland in die Hauptstadt gesetzt werden.

Erst durch die so genannten weichen Faktoren wird die Stadt zu einer modernen Metropole. Zwar wächst das internationale Interesse an Berlin unentwegt, doch noch immer scheuen zu viele Unternehmen Investitionen und den Umzug an die Spree. Neue Unternehmen in der Hauptstadt aber befördern den wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung. Ich wünsche mir, dass viele Unternehmer es mir gleichtun, in diese Stadt kommen und als Sponsoren und Mäzene in das national wie international bedeutsame Kulturerbe in Berlin investieren.

Nach dem Fall der Mauer hatte ich mich entschlossen, den Sitz der Dussmann-Gruppe von München in die angehende Hauptstadt zu verlegen. Mit meiner Firma wollte ich mich am Wachsen und Werden des neuen Berlin beteiligen.

Seitdem hat sich vieles verändert. Doch es ist noch vieles zu tun, um Berlin – auch für Investoren – noch attraktiver zu machen. Berlin kann als Hauptstadt die Nummer eins in Deutschland werden. Das Potenzial ist vor allem in den Bereichen Wissenschaft, Kultur und Kunst vorhanden: Keine andere Stadt in Deutschland kann eine so hohe Dichte an Universitäten, Fachhochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen vorweisen wie Berlin. Weit vor München und Frankfurt ist Berlin im Ausland die mit Abstand bekannteste deutsche Stadt. Ihre Attraktivität hat die Hauptstadt nicht zuletzt ihrem kulturellen Angebot zu verdanken. Wenn es um kreative künstlerische Leistungen und um die Pflege des kulturellen Erbes geht, braucht Berlin den Vergleich mit anderen Hauptstädten der Welt nicht zu scheuen.

Da sich in der deutschen Hauptstadt das Kulturangebot zweier, ehemals autarker, großer Städte vereint, wartet Berlin mit einem kulturellen Angebot auf, das in seiner großen Vielfalt und Breite selten ist. Vom experimentellen Theater mit Off-Charakter über international bedeutsame Museen und Galerien bis zu drei herausragenden, weltweit bekannten Opernhäusern – Berlin hat für jeden Geschmack sehr viel zu bieten.

Dennoch: Ohne finanzielle Unterstützung kann die ungewöhnlich vielgestaltige Kulturlandschaft der Stadt nicht überleben. Die staatliche Finanzierung kultureller Institutionen und Veranstaltungen wird – nicht nur aufgrund der prekären Berliner Haushaltssituation – immer schwieriger. Mehr und mehr muss aus privater Hand geleistet werden. Die Dussmann-Gruppe sieht diese Verantwortung und engagiert sich seit vielen Jahren erfolgreich für die Belange der Kunst und Kultur in der Stadt, vor allem für die Staatsoper Unter den Linden. Mit den Geldern wurde vor allem der Verein der „Freunde und Förderer der Staatsoper“ finanziert, der für das professionelle Fundraising der Oper verantwortlich ist. Hilfe zur Selbsthilfe ist hier Ziel des Kultursponsorings. Ebenso sicherte die Dussmann-Gruppe im Jahr 2000 den Gastauftritt der israelischen Musiker beim Festival der besten europäischen Jugendorchester in Berlin und förderte damit den internationalen Austausch junger Künstler.

Doch die Dussmann-Gruppe unterstützt mit ihrem kulturellen Engagement nicht nur die hauptstädtische Staatsoper und Musikszene; sie setzt sich auch für den Erhalt und die Pflege von Kulturdenkmälern in der Stadt ein. Nur zwei Beispiele aus jüngster Zeit: Eine Replik der seit 50 Jahren verschollenen „Fortuna“ krönt jetzt die Kuppel des Alten Stadthauses – eines der markantesten öffentlichen Gebäude in der Mitte Berlins, und das Denkmal des Dichters Heinrich Heine fand neben der Neuen Wache seinen Platz.

Mit ihrem Engagement will die Dussmann-Gruppe Zeichen setzen. Ihr Beispiel soll möglichst viele Berliner motivieren, selbst zum Mäzen zu werden, Verantwortung für Kunst und Kultur zu übernehmen und einen persönlichen Beitrag zum Erhalt der vielfältigen Kulturlandschaft zu leisten. Die Stadt und ihre Bürger müssen neue Wege in der Kulturfinanzierung gehen: weg vom Staat und hin zu einer Bürgergesellschaft, die sich für ihr kulturelles Leben mitverantwortlich fühlt. Kultur ermöglicht zu haben, ist immer ein gutes Gefühl.

Die Dussmann-Gruppe leistet dazu einen weiteren originären Beitrag. Ihr „jüngstes Kind“ heißt „Dussmann das KulturKaufhaus“. In der belebten Friedrichstraße vereint es alle Medien unter einem Dach. Der Senat genehmigte die Öffnung des KulturKaufhauses von Montag bis Samstag von 10 bis 22 Uhr. Dank dieser Erlaubnis profitieren die Kunden und Besucher des Medienkaufhauses von den längsten Ladenöffnungszeiten eines Kaufhauses in Deutschland.

Seit seiner Eröffnung 1997 ist Dussmann das KulturKaufhaus für die Berliner und ihre Gäste nicht nur zum kundenfreundlichen, serviceorientierten Einkaufszentrum, sondern auch zur kulturellen Begegnungsstätte geworden: Kostenlos für die Besucher finden mehrmals in der Woche Autorenlesungen, Konzerte, Kunstausstellungen oder kulturpolitische Symposien statt. Auch durch Dussmann das KulturKaufhaus wurde Berlins neue Mitte um eine Attraktion reicher.


Unternehmensbeiträge:

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Von Boppard in die Welt – Eine Erfolgsgeschichte
Obstsäfte in feinster Kelter-Qualität

Autorenbeiträge:

Cataluña – Un país comercial e industrial
„In Darmstadt leben die Künste“ – Kunst und Kultur sind die Seele unserer Stadt