Dr. Thomas Clausen

Der 57-jährige Vorstand der Wella AG ist für Forschung & Entwicklung sowie Supply Chain zuständig. Im P&G Kon­zern verant­­wortet er weltweit die Ent­wicklung der Pro­­­dukte in allen Kate­go­rien des Friseur­geschäfts sowie zusätzlich auch der Sty­­ling­pro­dukte für den Endverbrau­cher­bereich. Er einer der drei leitenden Köpfe des „Ger­­man In­­novation Centers“, dem Verbund aller deutschen P&G Forschungszentren.

Forschung im Auftrag der Schönheit



Magma – Strähnen-Haarfarbe, die auch schwarzes und gefärbtes Haar in einem Schritt aufhellt

Den Kopf voller Ideen und ein sicheres Gespür für die Wünsche der modebewussten Gesellschaft hatte bereits Franz Ströher. Der Wella-Gründer fertigte im kaiserlichen Deutschland farbreine Pe­­rücken und Haarteile aus Echt­­haar. Da­­­­­mit legte er 1880 den Grundstein für eines der weltweit be­­deutendsten Kos­metikunternehmen und stellte die Wei­chen für eine ausgeprägte Inno­vations­­kultur.

 

Das erste handliche Dau­erwellgerät, die erste pflegende Cre­me­haar­­farbe oder das erste Haar-Gel in Sprayform – revolutionäre Er­­findun­gen made by Wella setzten Mei­len­­steine.

Seit 2003 gehört das Darm­städ­­ter Haar­­kosmetik-Unternehmen zum weltgrößten Ko­nsum­­güterherstel­ler Proc­ter & Gam­­ble (P&G). Als traditionelles Zen­trum der Wella-Pro­­dukt­entwicklung ist Darmstadt mit sei­­nen Labors heute ein P&G Forschungs­standort von hoh­em internationalem Rang und zug­leich wichtiger Bestand­teil des P&G German Innovation Cen­ters (GIC).

 





Forschung & Entwicklung – Stetige Innovationen bei Shampoo, Haarlack & Co.

Darmstadt – Vertriebszentrale für das internationale Friseurgeschäft

Für den Erfolg des Unternehmens in den vergangenen 125 Jahren stehen die Geschäftsbereiche Friseur, Consumer, Kosmetik und Duft. Mit hochwertiger fri­seurexklusiver Haar­­kosmetik für Far­be, Styling, Pflege und Dauerwelle, aber auch mit individuellen Dienst­leis­tungen wie Saloneinrich­tungen, technischen Ge­­räten und Weiter­bildung in fast 100 Fort­bildungsstu­dios rund um den Globus pflegt Wella traditionell eine enge Part­nerschaft mit Friseuren. Das Salon­ge­schäft firmiert heute unter P&G Pro­fessional Care. Darmstadt ist Vertriebs­zentrale für das weltweite Friseur­ge­schäft.

 




Darmstadt – Zentrum der Wella Haarforschung und weltweite Vertriebszentrale für das P&G Friseurgeschäft

Die zweite Kernsparte Kosmetik & Duft wurde mit dem Parfumgeschäft von P&G zusammengeführt. Die neue Geschäfts­einheit P&G Prestige Products steht für ein Portfolio mit namhaften globalen Duftmarken wie Dolce&Gabbana, Dun­hill, Escada, Gucci, Hugo Boss, Lacoste und Valentino. Die Consumer-Marken von Wella für den Handel werden seit 2004 erfolgreich unter der Regie von P&G vertrieben.

 

Forschung gebündelt im German Innovation Center

Das Geschäft mit der Schönheit ist schnelllebig. Damit die Wella Produkte dem Markt die entscheidende Haar­länge voraus sind, forschen mehr als 300 Wissenschaftler in Labors und ver­­wandeln ihre Ergebnisse in erfolgreiche Haarkosmetik für Friseure und End­­kunden in aller Welt. Darm­stadt ist als Zen­­trum der Wella Haar­­­­forschung ein P&G­­Stand­ort von in­­ter­­­­­­nationalem Rang. Im Ver­bund mit den bei­­­­­­­­den weiteren deutschen F&E-­Zen­­­­­t­­ren von Proc­­­­­­­ter & Gam­­­­­­b­­le in Schwalbach am Tau­­nus und in Kronberg (Gillet­te­/­­­­­­­­­­­­­Braun) können dabei wert­­volle Sy­­ner­gien ge­­nutzt wer­­­­den.

 




Weltstudio Darmstadt – Hier und in circa 100 Studios weltweit lernen Friseure die Anwendung neuer innovativer Wella Haarfarben.

Alle drei Stand­orte bündeln seit 2007 ihre For­schungs­­aktivi­tä­­­­ten im so ge­­nann­ten Ger­­­­­­man In­­no­­­­va­­­­­­tion Center (GIC). Der in­­­­ten­­­­­­sive Wis­sens­­­­­aus­­­tausch trägt da­­zu bei, dass klu­ge Köp­­fe für ein­­en stets gut ge­­füll­­ten Ideen­­­pool des Kon­­zerns sorgen: Mit zu­­kunfts­­­­wei­sen­­den Pro­­­­dukt­­­­­­initia­­ti­­­­­ven baut Wella sei­­ne Rol­le als Innova­tions­­­führer im Friseur­ge­­­schäft kontinu­ierlich aus.

 

Über die Jahrzehnte seit 1954 führte die Forschungsarbeit in den Labors des Un­­ternehmens zu hunderten von Patenten, darunter zahlreiche Welt­neu­heiten und Mei­len­steine der Haar­kos­metik – zum Bei­­­­spiel pflegende Frucht­wachse im Sham­­­­­­poo, vollständig ab­­bau­bare Ver­­pack­­un­gen und regelmäßig neue, zum Teil re­­volutionäre Fär­betechnologien.

 






Inspire® by Koleston Perfect – maximale Kreativität durch nahezu unendlich viele Farbnuancen

Ob schim­­mernd blond, tiefschwarz oder flam­­mend rot – das Abstimmen von Haar­­­­färbemit­teln und die Weiter­ent­wick­­­­­­lung der Farb­­stoff-Technolo­gien sind Kern­­­kompeten­zen von Wella. So führte das Unternehmen 2003 die ers­te auf­hel­lende Strähnen­haarfarbe ein: „Mag­ma“ schrieb die Farb­­gesetze neu. Denn zum ersten Mal lässt sich Haar in einem Schritt aufhellen und kolorieren – selbst dunkles und sogar schwarz gefärbtes Haar.

 

Schon 1950 gelang den Gründersöh­nen Karl und Georg Ströher, was bislang un­­denkbar war: Haare färben und zu­­gleich pflegen. „Koleston“, das erste Cre­­me­haarfärbemittel, wurde ein Welt­erfolg und die Prozedur des Haarefär­bens hatte einen neuen Namen: „ko­­les­­to­­nen“. Kon­­tinuierlich verfeinerten Farb­­­-Ex­­perten die Rezepturen. Ein Höhe­punkt in der Ent­­wicklung von „Koleston“ war Ende der 1990er-Jahre die Ent­wick­­­­lung eines bis­­­­lang einzigartigen Farb­moleküls, das Rot­­töne im Haar intensiver denn je und län­­ger leuchten lässt.

 

Jüngs­­te Inno­­va­tion der Flaggschiffmar­ke im Farb­seg­­­ment ist Inspire® by Koleston Per­fect. Das völlig neuartige Konzept er­­laubt es, auf Basis von Gra­­nulaten eine nahezu unendliche Viel­­falt einzigartiger Farb­nuancen zu kreieren. Doch erst die richtige Kombination ver­­­­­schiedener Farbstoffe führt zum opti­ma­­len Ergebnis. Bis daraus ein marktfähiges Produkt entsteht, können indes Jahre vergehen. Wissen­schaftler prüfen, ob die Farbstoffe für die Produk­te toxikologisch und dermatologisch un­­bedenklich sind und führen Verträglich­keitstests durch.

 

 

 

 






Trend Vision – avantgardistische Haarbotschaften von Wella Professionals

Rund 70 Friseure in der anwendungstech­nischen Abteilung von Wella beurteilen unter Praxisbedin­gungen Misch­verhalten und Aussehen des Produkt­entwurfs. Und damit die Innovationen aus Darm­stadt auch die Anforderungen aller denkbaren Haar­strukturen dieser Welt erfüllen, werden die Basis­sta­tionen der Anwendungs­tech­­nik auch in Japan, Südamerika oder in Frankreich in die Untersuchun­gen einbezogen.

 

Im Dialog mit Friseuren
Aber auch die interdisziplinäre Zu­­­sam­­menarbeit mit Marketing-Ex­­perten und der permanente Dialog mit Friseuren sind ein bewährtes Er­­folgsrezept in der Produktent­­wick­­­lung. Sie kennen die Be­­dürf­nisse im Salon am besten. Durch die partnerschaft­­liche Zu­­sam­men­­­­arbeit werden Sy­­nergie­ef­fekte ge­­nutzt und In­­no­­va­tions­­­zyklen ver­­­­kürzt.

 

Und stets sind die For­­scher aus den Labors in Darm­stadt ge­­spannt, ob die Re­­zeptur auch bei der Abfül­lung in großen Men­­gen be­­steht. Erst nach erfolgreicher Gene­ral­­pro­­be heißt es „freie Bahn“ für die Serienpro­­duk­tion. Und während die Ab­­­­füllanlage im Dauerbetrieb läuft, wird im Darmstädter Entwick­lungs­­­­labor bereits wieder an einer neuen Re­­­zeptur ge­­tüftelt – For­­sch­ung im Auf­­trag der Schön­­­­heit.

 

 

 


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