Notwendige Rückbesinnung auf Werte,
Verantwortung und Leistung
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1. Stufe Strickerei |
Der Standort Deutschland ist besser als sein Ruf, wenn wir Unternehmer unsere Pflicht erfüllen.
So ist es für mich als heimischer Unternehmer nicht nur selbstverständlich, sondern sogar eine Pflicht, auch in einer angeblich globalisierten Welt zuerst meine Aufgabe in unserem Heimatland zu erfüllen, bevor ich das Glück in der Ferne suche!
Der bekannte deutsche Managementberater und Philosoph Rupert Lay behauptete im Oktober 2002 im Rahmen eines Vortrages in Stuttgart: „Es gibt in Deutschland 10.000 Führungskräfte zu viel und 300 Führungspersönlichkeiten zu wenig.“
Wir Unternehmer müssen erkennen, dass wir Probleme nicht alleine, sondern ausschließlich gemeinsam mit unseren Mitarbeitern lösen können!
Soziale Marktwirtschaft heißt, unsere Mitmenschen in den Arbeitsprozess mit einzubeziehen oder sozial ist, was Arbeitsplätze schafft.
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2. Stufe Ausrüstung |
Ich kenne viele Textilproduzenten; fast alle waren sie gestandene Millionäre als sie 100 Prozent in Deutschland fertigten; ich kenne aber keinen, der reicher geworden ist, seit er die angeblich so billigen Arbeitskräfte im Ausland nutzt, aber viele, die ärmer geworden sind oder nicht mehr existieren!
Ausschließlich Verantwortung und Leistung der Unternehmer sind die Voraussetzungen für eine funktionierende Branche in einer sozialen Marktwirtschaft und damit die Garanten für sichere Arbeitsplätze!
Wer also im Ausland fertigt, muss nicht automatisch inländische Arbeitsplätze streichen; im Gegenteil, die Kostenvorteile im Ausland sollten helfen, die Produktionen am Standort zu halten und auszubauen!
Eine Verlagerung in Billiglohnländer muss ein erfolgreiches Unternehmen rechtzeitig vornehmen und hat dann selbstverständlich die Möglichkeit, durch Auslagerung von Einfacharbeiten die inländischen Arbeitsplätze, die für höhere Anforderungen zuständig sind, zu sichern!
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3. Stufe Druckerei |
Standardprodukte oder Massenprodukte sind in einem Hochlohnland auf Dauer nicht mehr zu produzieren und können beziehungsweise müssen rechtzeitig verlagert werden. Aber technisch hochstehende Produkte dürfen nicht verlagert werden und müssen in unserem Hightech-Land produziert werden, damit wir nicht unser Know-how ein für alle Mal aus unseren Händen geben! Wir brauchen also unsere Produktionsarbeitplätze; diese müssen aber auf eine andere Basis gestellt sein: nicht mehr Einfach- oder Standardarbeiten, sondern Arbeiten, die entsprechende Anforderungen an unsere Mitarbeiter stellen, nicht nur weil sie höher bezahlt sind, sondern weil sie vor allem auch entsprechend ausgebildet sind!
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4. Stufe Zuschneiderei |
Eine Volkswirtschaft mit ausschließlich Dienstleitung wird nicht funktionieren! Die Dienstleistung braucht die Produktion! Lassen wir die Produktion abwandern, wird auch die Dienstleistung abwandern, da die meisten Dienstleistungen eben nur in Verbindung mit der Industrieproduktion möglich sind! Ein Land, das zu 86 Prozent vom Export lebt, wird ohne Fabriken und Arbeiter nicht zukunftsfähig sein!
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4. Stufe Konfektion |
Wir können für unser Heimatland, das in vielen Branchen zur Weltspitze zählt, den Abstieg verhindern, wenn wir diesen Wandel rechtzeitig erkennen, wieder Verantwortung zeigen und uns auf die Werte unserer Großvätern, die das Wirtschaftswunder geschaffen haben, besinnen! Wenn ich also gefragt werde, ob Deutschland noch ein Standort mit Zukunft ist, dann muss ich klar sagen: „Ja, wenn wieder jeder Einzelne bereit ist Verantwortung zu übernehmen und Leistung zu bringen!“
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5. Stufe Testgeschäft |
Lassen Sie mich einen Überblick über meine Firma Trigema geben: Trigema ist Deutschlands größter Hersteller von T-Shirts, Sweatshirts und Tennisbekleidung.
Wir haben eine 4-stufige Produktion:
1. Stoffherstellung (Wirkerei/Strickerei)
2. Ausrüstung
3. Druckerei – Stickerei
4. Zuschneiderei – Konfektion
Als fünfte Stufe haben wir vor einigen Jahren die Handelsfunktion, so weit erforderlich, in Form von eigenen Testgeschäften angegliedert.
Wir produzieren ausschließlich in Deutschland, in Baden-Württemberg.
Wir beschäftigen 1.200 Mitarbeiter; davon sind nur 32 in der Verwaltung. In meinen über 35 Jahren erfolgten bis heute weder Kurzarbeit noch Entlassungen aus Arbeitsmangel, und ich garantierte stets den Kindern unserer Mitarbeiter einen Arbeitsplatz nach deren Schulabgang.
Meine erste Aufgabe war stets und ist es auch heute noch, nicht das Streben nach Macht und Größe, sondern die Sicherung der Arbeitsplätze und meine Mitmenschen in den Arbeitsprozess einzubeziehen.





















