Innovative Netzwerkarbeit als Zukunftschance
Die Region Ostthüringen mit dem heutigen Oberzentrum Gera ist geprägt durch den Neu-beginn nach dem nahezu vollständigen Zusammenbruch der Wirtschaft nach der Wiedervereinigung.
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Traditionelle Branchen wie Maschinenbau, Elektronik und Textilindustrie erwiesen sich als in ihren bisherigen Strukturen nicht überlebensfähig. An die Stelle der großen Betriebe traten nach dem gesellschaftlichen Umbruch 1989/90 viele kleine Firmen von großer Leistungskraft und hohem inno-vativen Potential u. a. in der Optik, der Laser-Display-Technologie, der Umwelt-, Solar- und Medizintechnik. Daneben profiliert sich die Stadt Gera als „Stadt des Handels und der Dienstleistung“.
In einer Zeit, in der wirtschaftliche Aktivitäten vor Ländergrenzen längst nicht mehr Halt machen, die Globalisierung jeden Wirtschaftszweig erfasst, werden Unternehmernetzwerke immer wichtiger.
Gera ist seit dem Beginn der aktuellen europäischen Förderperiode (2000–2006) URBAN II-Projektstadt. Ziel ist es, das Fördergebiet wirtschaftlich und sozial wieder zu beleben.
Das Umweltinstitut für Forschung und Technologie in Ostthüringen e. V. (UFT e. V.) wurde von fünf Thüringer Unternehmen der Umweltbranche mit der Intention gegründet, die Kompetenz und das Know-how der in der Region ansässigen Unternehmen für die Sanierung und Rekultivierung von Altlasten der ehemaligen Bergbauregion Gera zu vereinen.
Im Umweltinstitut haben sich derzeit 16 Ingenieurgesellschaften und Wirtschaftsunternehmen, sowie engagierte Einzelpersönlichkeiten und drei Vereine zusammengeschlossen. Der Verein ist Partner für öffentliche Einrichtungen, Bürger und die freie Wirtschaft auf dem Umweltsektor.
Seit seiner Gründung im Februar 1993 haben sich die Aufgabenschwerpunkte des UFT e. V. wesentlich verlagert. Erneuerbare Energien und nachwachsende Rohstoffe sowie die Entwicklung und Umsetzung von Zukunftstechnologien stehen nun im Mittelpunkt des Handelns.
Das UFT e. V. sieht sich hierbei als Vermittler von zukunftsweisenden Technologien zwischen Bildungsträgern wie Hochschulen, Fachhochschulen und den in der Region Gera vertretenen Industriebetrieben.
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Das Umweltinstitut bekam die Aufgabe übertragen, die Bildung und Steuerung von KMU – Kooperationsnetzwerken mit dem Fokus auf Umwelt und erneuerbaren Energien innerhalb des Programmgebietes zu initialisieren und zu betreuen. Als Steuerungsglied der Netzwerkaktivitäten wirkt das UFT e. V. strategisch und administrativ. Es gibt die Entwicklungsrichtung vor, erarbeitet Netzwerkansätze, akquiriert potenzielle Teilnehmer, schult die Netzwerkpartner und führt sie zur selbstständigen Arbeitsfähigkeit.
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Photovoltaikanlage an der Geraer Volkshochschule. |
Nicht nur die Anzahl und Vielfalt publizierter Beiträge zum Thema Netzwerk zeigen an, dass die Auseinandersetzung mit der Netzwerkproblematik längst zu einem Leit-Thema sowohl im wissenschaftlichen Diskurs als auch in der Wirtschaftspraxis avanciert ist. Netzwerk bzw. virtuelle Organisation sind die modernen Schlagworte sowohl in populärer als auch in wissenschaftlicher Literatur; von diesen Organisationsformen bzw. -strukturen verspricht man sich nicht nur in der Wirtschaft zukünftig zu realisierende Erfolge.
Die Wirtschaftsstruktur in Ostdeutschland ist geprägt von wenigen Großunternehmen, in deren Schatten sich eine Vielzahl von kleineren, leistungsstarken Unternehmen angesiedelt hat. Vor dem Hintergrund einer zunehmenden Globalisierung wird es immer wichtiger, die Vernetzung in verschiedensten Bereichen voranzutreiben.
Global denken, aber lokal handeln.
Die Euro-Schulen Gera sind ordentliches Mitglied des Umweltinstitutes für Forschung und Technologie in Ostthüringen und wirken aktiv im Unternehmernetzwerk Umwelt/Wirtschaft (U-net).
Das Umwelt-Technologie-Zentrum (UTZ) stellt somit, eingebunden in aktive Netzwerke der Region, ein Innovations- und Wirtschaftsforum dar, das als Beratungs- und Veranstaltungsstätte zum Wissenstransfer beiträgt.
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Das UTZ ist ein modernes Lehr-, Demonstrations- und Anwendungszentrum auf den Gebieten regenerative Energien, Umwelttechnik, Informations- und Kommunikationstechnologien, welches gemeinsam mit der örtlichen Industrie, dem Geraer Umweltinstitut und dem Planungsbüro AEP als Kompetenz- und Konsultationszentrum für Mittelständler, Handwerker, Schüler, Studenten, Arbeitssuchende und allgemein Interessierte entwickelt und realisiert wurde.
Ziel des Umwelt-Technologie-Zentrums ist es, den Ein-satz von regenerativen Energien voranzutreiben und neue Weiterbildungsmöglichkeiten in den Bereichen Klimaschutz, Umwelt und Energieeinsparung zu eröffnen.
Die Themenbereiche alternative Technologien, Haustechnik, Energie und Umwelt stehen dabei im Mittelpunkt. Umschulungen, Fortbildungen und berufsbegleitende Weiterbildung werden u. a. in folgenden Bereichen angeboten:
• Umsetzung neuer Technologien im Bereich Umwelt
• Neue Technologien im Heizungsbau
• Innovative Technologien im Klempner- und
Installateurhandwerk
• Haustechnik und Bautechnik
• Brennstoff-Zellen-Technologie
• Materialrecycling und neue Werkstoffe
• Biomasseanlagen
• Solarthermische Anlagen
• Photovoltaikanlagen im Netzparallelbetrieb
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Photovoltaikausbildungsanlage in der Euro-Schulen-Organisation Gera. |
Die Ausbildungsflächen im Innenbereich der Bildungsstätte in der Beethovenstraße 17 in Gera wurden aufwändig saniert und alle baulichen und gerätetechnischen Voraussetzungen für einen modernen Technologiecampus geschaffen.
Im Rahmen der beruflichen Fort- und Weiterbildung wird erstmalig und beispielgebend für Ostthüringen ein Konzept für Technik der regenerativen Energiegewinnung und rationellen Energieanwendung an Originalanlagen angeboten.
Mit der Realisierung des Bildungskonzeptes erfüllt das UTZ mit seinen Vertragspartnern ein zukunftsweisendes und für das Land Thüringen gestelltes repräsentatives Ziel im Rahmen des europäischen URBAN-Projektes.




















