Luftfahrt wieder mit guten Wachstumsprognosen
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Der größte Flughafen des europäischen Kontinents, im internationalen Sprachgebrauch einfach „FRA“, stellt für die Region, das Land und die Nation das Tor zur Welt dar, sorgt für Mobilität und weltweiten Warenaustausch. Seit Jahren ist der Frankfurter Flughafen ein Ort sichtbarer Innovation und einer nahezu uneingeschränkten Mobilität. Mit über 500 Betrieben oder Dienststellen und mehr als 63.000 Beschäftigten kommt dem Flughafen als Deutschlands größtem Arbeitgeber, als Motor und wirtschaftlichem Impulsgeber für die Region eine bedeutende Rolle zu. Wachsender Luftverkehr am Flughafen Frankfurt führt als Multiplikator nachweislich zu einem kontinuierlichen Zuwachs an Arbeitsplätzen in der Region. Damit sind Frankfurt und das Rhein-Main-Gebiet untrennbar verbunden mit dem Flughafen als Hessens und Deutschlands Tor zur Welt.
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Die Förderstrecken der automatischen Gepäckförderanlage am Flughafen Frankfurt sind inzwischen fast 70 km lang. |
Die Fraport AG Frankfurt Airport Services Worldwide ist am Flughafen Frankfurt und an über 50 weiteren Standorten weltweit aktiv. Sie ist Eigentümerin des Flughafen-Geländes mit den beiden Passagier-Terminals, dem Start- und Landebahnsystem, den nahezu 200 Flugzeugpositionen und den Transportsystemen für Passagiere und Gepäck. Über diese Anlagen und Einrichtungen hinaus hält sie eine Vielzahl von Dienstleistungen bereit, die von einer breiten Palette von Serviceangeboten der Konzessionäre aus Einzelhandel und Gastronomie ergänzt werden. FRA ist eine Stadt für sich mit Hotels, Konferenzangeboten, Banken, einer Klinik, Post, Polizei und Feuerwehr – um nur einiges zu nennen.
Fast 50 Millionen Passagiere
Der Flughafen Frankfurt ist Heimatflughafen der Deutschen Lufthansa und zugleich Dreh- und Angelpunkt im dichten Streckennetz ihres globalen Airlines-Bündnisses „Star Alliance“. FRA ist im Streckennetz von über 100 Airlines vertreten, die im Passagierliniendienst regelmäßig die Mainmetropole anfliegen. Hier umfasst der Flugplan fast 300 Ziele in etwa 100 Ländern. Im Jahr 2003 wurden in Frankfurt 48,4 Millionen Passagiere und mehr als 1,5 Millionen Tonnen Fracht befördert.
Mit diesen Ergebnissen steht Frankfurt im Passagierbereich europaweit auf Platz zwei hinter London-Heathrow und weltweit auf Platz sieben. Bei der Fracht ist der Flughafen Frankfurt Europas Cargo-Airport Nummer eins.
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Automatische Hochbahn Sky Line vor dem Terminal 2. |
Im internationalen Vergleich nimmt Frankfurt als Transfer-Flughafen eine besondere Position ein. Jeder zweite Passagier ist Umsteiger – er wechselt hier das Flugzeug und reist weiter. Mit diesem Anteil liegt Frankfurt sowohl national als auch europaweit auf Platz eins. Ermöglicht wird das rasche Umsteigen – Frankfurt garantiert nach wie vor eine Umsteigezeit von nur 45 Minuten – dank modernster Technik. Zum Beispiel durch die computergesteuerte Gepäckförderanlage, die hinsichtlich ihrer Größe und Leistung weltweit als einmalig gilt. Sie sorgt unterirdisch als fast 70 Kilometer lange „Nabelschnur“ für die schnelle Verbindung zwischen den beiden Terminals und den Vorfeldern. Überirdisch sind es die Automatikzüge der Hochbahn Sky Line, die den schnellen Transfer zwischen beiden Fluggast-Gebäuden ermöglichen.
Nachfragegerechter Ausbau
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So wird das über dem ICE-Bahnhof am Flughafen geplante AIRRAILcenter Frankfurt innen aussehen. |
Die Fraport AG hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Heimatstandort Frankfurt kontinuierlich weiterzuentwickeln. Dies in erster Linie vor dem Hintergrund, dass sich das Wachstum im Luftverkehr vorrangig auf die großen Luftverkehrsdrehscheiben wie eben den Flughafen Frankfurt konzentriert. Um hier angesichts eines immer härter werdenden Wettbewerbs die Rolle als Wirtschafts- und Wachstumsmotor auch weiterhin erfüllen zu können, ist der bedarfsgerechte Kapazitätsausbau unerlässlich. Kern der Politik für den Standort Frankfurt ist, die Position als „Luftverkehrs-Drehscheibe“, in der Fachsprache „Hub“ genannt, nachhaltig zu verbessern, d. h. zum Beispiel auch künftig kurze Umsteigezeiten zu ermöglichen, die Pünktlichkeit zu verbessern und einen höheren Anteil an Großraumflugzeugen zu bewältigen. Der nachfragegerechte Ausbau von FRA ist von entscheidender Bedeutung für die Zukunft des Unternehmens und für die Region Rhein-Main, denn wenn FRA der Nachfrage nach „Slots“ (Start- und Landemöglichkeiten) nicht mehr nachkommen kann, werden Fluggesellschaften unweigerlich abwandern. Das hätte fatale Folgen für das wirtschaftliche Potenzial der Region.
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Terminal 1 mit dem Sheraton-Hotel und dem neuen ICE-Bahnhof zwischen A 3 und B 43. |
Über diese Argumente hinaus spielt auch die Schaffung neuer Arbeitsplätze eine große Rolle. Gutachten zeigen, dass durch den geplanten Ausbau die Zahl der Beschäftigten am Flughafen von heute etwa 63.000 auf fast 100.000 im Jahr 2015 wachsen würde. Vorgesehen ist, die neue Landebahn im Jahr 2006 fertig zu stellen und 2007 in Betrieb zu nehmen. Mit ihr soll die Kapazität von derzeit etwa 80 Flugbewegungen pro Stunde auf dann 120 erhöht werden.
Intermodale Verkehrssysteme
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Terminal-Plan. |
Um der wachsenden Nachfrage schon heute zu begegnen, setzen die Experten der Fraport AG auch auf intermodale Verkehrskonzepte, bei denen Luftverkehr, Schiene und Straße vernetzt werden. Der Flughafen ist an alle diese Verkehrssysteme angebunden. Wegweisend für die Zukunft des „Intermodalen Verkehrshafens Frankfurt“ ist das AIRail Terminal, das Dank flächendeckender und schneller Bahnanbindungen für den Airport zum Knotenpunkt im entstehenden europäischen ICE- und Intercity-Netz wurde. Bestes Beispiel für das Vernetzen von Verkehrsträgern, der Intermodalität, ist die Einbindung des ICE-Bahnhofs gegenüber dem Terminal 1 in den neuen Verkehrsfahrplan der Bahn. Seit August 2002 fahren bereits Hochgeschwindigkeitszüge der DB von Frankfurt über das AIRail Terminal nach Köln und zurück.
Auch als jetzt schon unübersehbares Markenzeichen des Flughafens Frankfurt kommt dem Fernbahnhof eine besondere Bedeutung zu. Auf dem 660 Meter langen und 65 Meter breiten Bauwerk mit der attraktiven gläsernen Kuppel soll ein neunstöckiger Gebäudekomplex mit Luxushotel, Büro-, Einzelhandels- und Gastronomieeinrichtungen entstehen.
Luftfracht wieder im Aufschwung
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Nachdem Jahr für Jahr überall in der Welt dem Flugverkehr regelmäßige Zuwachsraten beschert waren, haben die allgemein schleppende Weltkonjunktur und die Anschläge vom 11. September 2001 zu extrem schwierigen Marktbedingungen geführt. Trotz dieses krisenhaften Branchenumfelds hat sich die Fraport AG insgesamt gut behauptet. Nach rückläufigem Passagieraufkommen sind hier wie bei der Fracht inzwischen wieder Zeichen für eine positive Trendwende zu erkennen. So zeigt die Luftfracht am nach wie vor größten europäischen Cargo-Flughafen Frankfurt wieder deutliche Zugewinne, eine Entwicklung, die Fachleute als ein klares Indiz für die erwartete Erholung der Weltwirtschaft und für den Aufschwung in Frankfurt werten. Ähnlich kann auch die Entwicklung in der CargoCity Süd gesehen werden. Hier sind bereits über 90 Prozent der etwa 94 Hektar großen Fläche vermarktet, eine Größenordnung, die ursprünglich erst für 2008 erwartet wurde. Der erfolgreiche Börsengang der Fraport AG als erstem deutschen Flughafenbetreiber im Juni 2001 stellte eine entscheidende Weichenstellung für die Zukunft des Unternehmens dar. Die daraus resultierenden Mittel bilden die Grundlage für den Kapazitätsausbau am Standort Frankfurt. Darüber hinaus sollen bestehende Beteiligungen ausgebaut und längerfristig weitere Kooperationsmöglichkeiten geprüft werden. Außerordentlich positiv hat sich in diesem Zusammenhang der Flughafen Antalya entwickelt, der kontinuierlich weiter wächst.
Auf internationaler Ebene hat es sich die Fraport AG zum Ziel gesetzt, ihre Position als einer der drei leistungs- und renditestärksten Airport-Konzerne weltweit zu festigen und auszubauen.
Dieses Ziel basiert auf den Erfahrungen in den vergangenen Jahrzehnten und der wieder verzeichneten positiven Entwicklung der letzten Monate, die uns mittelfristig mit guten Wachstumsprognosen in der Luftfahrtbranche rechnen lassen.
Für unsere Basis Frankfurt heißt das, dass wir alles unternehmen werden, um der Nachfrage unserer Passagiere, unserer Partner im Markt, den Fluggesellschaften und den am Airport ansässigen Unternehmen auch künftig entsprechen zu können. Das wiederum bedeutet nichts anderes, als dass wir auch weiterhin einen leistungsfähigen Hub-Flughafen betreiben wollen. Wir sehen uns auf einem guten Weg dahin.






















