Neue Chancen für grenzüberschreitende Wirtschaftsprojekte durch EU-Erweiterung
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Das Zusammenleben von Völkern war und ist die Grundlage für eine prosperierende und friedliche Kultur. In Europa haben wir gerade in den letzten 100 Jahren oft das Gegenteil erlebt. Abgrenzung hat zu Feindschaft und diese zum Krieg, also zu Zerstörung und Tod, geführt. Viele Jahrzehnte haben wir durch fehlgeleitete Politik in Europa Trennung, Benachteiligung und Fremdheit zwischen vielen Völkern erleben müssen.
Seit zehn Jahren hat sich Europa grundlegend verändert. Geschlossene Grenzen sind wieder offen und die Menschen reichen einander die Hände.
Wir haben alle die Chance, endlich Trennung, Fremdheit und Isolierung zu überwinden. Um das zu erreichen, brauchen wir besonders Vertrauen in uns selbst. Nur wer selbstsicher genug ist und sich akzeptiert, wird seine Partner und Nachbarn respektieren. Hören wir auf die Stimme der Stärke und Zuversicht und weisen wir die Miesmacher und Zweifler massiv zurück.
Haben wir den Mut, die Grenzen aus unseren Köpfen wegzubringen.
Solange wir in einengenden und ausschließenden Grenzen denken, handeln und informieren, werden wir nicht wirklich zusammen kommen.
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Eco Plus hat die Potenziale grenzüberschreitender Wirtschaftsaktivitäten in der gesamten österreichisch- tschechisch-slowakischen Grenzregion erhoben. |
Viele Menschen brauchen Grenzen, um sich sicher zu fühlen. Versuchen wir jene Grenzen aufzulösen, die nicht Sicherheit, sondern Trennung und Benachteiligung schaffen, damit wir frei sind, uns auch ohne Grenzen sicher zu fühlen. Und genau für diese Sicherheit sind sehr viele kluge und vorausblickende Menschen seit vielen Jahrzehnten in Europa aktiv. Wir haben es heute in unserer Hand, einander einen großen Schritt näher zu kommen.
EU-Erweiterung als große Chance
Durch die kommende EU-Erweiterung wird Niederösterreich vom Grenzland zum mitteleuropäischen Kernland. Dies stellt eine der wichtigsten Herausforderungen für das Land dar. Die Aufnahme der Nachbarländer in die EU wird für Niederösterreich eine Fülle von Chancen – aber auch schärferen Wettbewerb und höheren Konkurrenzdruck bringen.
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Eine wichtige Maßnahme, diese Herausforderungen anzunehmen, sind grenzüberschreitende Kooperationen. Regionalentwicklung macht nicht an Grenzen halt, Eco Plus befasst sich daher seit der Grenzöffnung intensiv mit den Nachbarregionen. Konkrete Maßnahmen zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit werden gesetzt. Seit über vier Jahren verstärkt ein eigener Leistungsbereich für „Grenzüberschreitende und interregionale Projekte“ das Angebot der Eco Plus. Eco Plus bietet professionelle Unterstützung für grenzüberschreitende Projekte. Im Rahmen von EU-Projekten werden nicht nur Studien und Expertisen zu Fragen der grenzüberschreitenden Regionalentwicklung erstellt, sondern auch Expertennetzwerke zur Kontaktförderung zwischen regionalen und internationalen Akteuren aufgebaut.
Eco Plus führt Projekte in den folgenden Bereichen durch:
• Vernetzung grenzüberschreitender Akteure aus Ost und West:
Ziel dieser Projekte ist, Akteure aus Ost und West zu vernetzen und die grenzüberschreitenden Wirtschaftsaktivitäten zwischen Niederösterreich und den Nachbarländern zu unterstützen.
• Beratung und Begleitung von Regionalentwicklungsprojekten, -programmen und -systemen im neuen Mitteleuropa:
Im Rahmen dieser Projektkategorie werden grenzüberschreitende und interregionale Regionalentwicklungsprojekte, -programme und -systeme beratend begleitet. So unterstützt Eco Plus z. B. die Errichtung von Wirtschaftsparks oder regionalen Investitionszentren insbesondere in Tschechien, der Slowakei, Ungarn und Polen und etabliert sich zunehmend als kompetenter Projektpartner für die dortige Wirtschaft.
• Entwicklung und Verbreitung von innovativen Methoden, Instrumenten und Projekten in der grenzüberschreitenden Regionalentwicklung:
Die Erfahrungen aus abgeschlossenen Projekten werden mit innovativen Methoden verbreitet. So wurde eine umfangreiche Eco Plus-Expertise über die Wirtschaftsaktivitäten der niederösterreichisch-tschechisch-slowakischen Grenzregion als interaktive CD-Rom mit dem Titel „Kooperations- und Investitionshandbuch“ fertig gestellt.
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Dr. Erhard Busek, Regierungs- beauftragter für die EU-Erweiter- ung, erläutert bei der spolu Abschlussveranstaltung Chancen der EU-Erweiterung für den Grenzraum. |
Zu den wichtigsten grenzüberschreitenden Projekten und Tätigkeiten der Eco Plus seit der Grenzöffnung gehören:
• Die CD-ROM „Kooperations- und Investitionshandbuch“ erschien in der ersten Auflage als Ergebnis einer umfangreichen Expertise der Eco Plus im Jänner 1999. Sie beschreibt die niederösterreichisch-slowakische Grenzregion sowie Potenziale und Hindernisse grenzüberschreitender Wirtschaftsaktivitäten.
Im Juni 2000 wurde die zweite Auflage der CD-ROM fertiggestellt, diese deckt die gesamte Grenzregion von Pressburg bis Budweis ab.
• Für die Schaffung einer dauerhaften vergleichbaren Grundlage statistischer und geografischer Daten in der niederösterreichisctschechisch-slowakischen Grenzregion wurde das Projekt TRI – Triregionales Informationssystem durchgeführt. Dabei wurde ein System geschaffen, mit dessen Hilfe laufend wirtschafts- und investorenrelevante Basisdaten über die Region gesammelt, vergleichbar gemacht und im Rahmen einer Intranetlösung gemeinsam mit den Projektpartnern in Niederösterreich und den Nachbarregionen genutzt und (unter Berücksichtigung lizenzrechtlicher Fragen) verbreitet werden. (www.triregion.net)
• Ein weiteres Schlüsselprojekt für die zukünftige grenzüberschreitende Regionalentwicklung stellt das Projekt RDA-net CEDA dar. Es handelt sich dabei um ein durch Eco Plus und ÖAR initiiertes Netzwerkprojekt, an dem Regionalentwicklungsagenturen aus Österreich, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Slowenien und Italien teilnehmen. Die Agenturen tauschen sich über gemeinsame Probleme der Regionalentwicklung und deren Lösungsmöglichkeiten aus und erarbeiten gemeinsam neue innovative Projekte. Die Beauftragung zum Aufbau dieses transnationalen Netzwerks erfolgte durch das Bundeskanzleramt. (www.rda-ceda.net)
• Der erste grenzüberschreitende Wirtschaftspark „Access Industrial Park“ in Gmünd-Ceske Velenice, an dem die Eco Plus beteiligt ist, bietet Investoren die Möglichkeit, die Vorteile eines tschechischen Standortes mit denen eines niederösterreichischen zu kombinieren und zu nutzen. Als organisatorische Einheit über die Staatsgrenze hinweg bietet der Park u. a. eine hochwertige Infrastruktur nach westlichen Standards, umfassende Service- und Beratungsleistungen und den Zugang zu beiden Beschaffungs- und Absatzmärkten. Ein angeschlossenes Gründerzentrum gibt zusätzlich Unterstützung für die Förderung der regionalen Wirtschaft.
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TeilnehmerInnen der Trade Mission aus Rzeszow (Südpolen) zu Gast bei Eco Plus … |
• Im Raum Malacky (Slowakei) wird die Errichtung eines riesigen internationalen Wirtschaftsparks auf 1.200 ha geplant. Eco Plus hat bereits mehrmals dem Wunsch der Gemeinde Malacky entsprochen und diese Projektidee mit dieser besprochen. Derartige Kontakte finden mit Malacky, aber auch mit anderen slowakischen Gemeinden öfters zum beiderseitigen Vorteil statt: Einerseits lernen die slowakischen Gemeinden durch die Erfahrung der Eco Plus und andererseits gewährleistet Eco Plus für Niederösterreich in die Entwicklung derartiger Vorhaben mit einbezogen zu werden. Gleichzeitig ist die Standortkonkurrenz zwischen Niederösterreich und der Westslowakei gering einzustufen, das Synergiepotenzial (z. B. Zulieferer) könnte jedoch beträchtlich sein. Darüber hinaus muss auch festgehalten werden, dass, wenn Eco Plus zu solchen Beratungsleistungen nicht bereit wäre, diese sofort von Konkurrenten z. B. aus Irland und Schottland übernommen werden würden.
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… und im grenzüberschreitenden Access Industrial Park Gmünd- Ceske Velenice. |
• Unter ähnlichen Bedingungen arbeitet Eco Plus an Beratungsprojekten zur Errichtung und regionalen Investitionszentren in mittel- und osteuropäischen Ländern mit. Hierbei etabliert sich Eco Plus zunehmend als kompetenter Projektpartner für die dortige Wirtschaft und als internationaler Know-how Knoten für Regionalentwicklung mit „Zentraleuropakompetenz“. So wurde im Rahmen des Projektes CEDA (siehe oben) von Eco Plus gemeinsam mit der UNIDO ein „Learning Event“ in Trencín (SK) durchgeführt, um insbesondere mit slowakischen Regionen die Möglichkeiten und Grenzen des Regionalentwicklungsinstruments „Wirtschaftspark“ zu erarbeiten.
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Die Vermittlung von Kontakten und Kooperationen steht für den Bereich grenzüberschreitende Projekte im Mittelpunkt. |
• Inhalt des – durch finnische Partner federführend umgesetzten – interregionalen Projektes LOCREGIS II ist eine vergleichende Sammlung regionalentwicklungsrelevanter Projekte im Bereich der Informationstechnologien. Dieses Projekt wurde im April 2000 fertiggestellt. Derzeit ist ein Folgeprojekt für die mittel- und osteuropäischen Staaten auf Initiative der Europäischen Kommission und des Projektteams geplant.
Das Interreg-Projekt "spolu" (tschechisch, slowakisch: "gemeinsam") ist ein Gemeinschaftsprojekt der Wirtschaftskammer Niederösterreich, Eco Plus und der Regionalmanagements des Wein- und Waldviertels; die Projektlaufzeit dauerte von Juni 1999 bis August 2001. Das Projekt beschäftigt sich mit der Unterstützung grenzüberschreitender Wirtschaftsaktivitäten zwischen Niederösterreich, Slowakei und Tschechien. Mittels zahlreicher Koordinations-, Informations- und Kooperationsveranstaltungen für Unternehmer und Institutionen sollen diese für grenzüberschreitende Aktivitäten sensibilisiert und aktiviert werden sowie Kontakte mit anderen Wirtschaftsakteuren in der Dreiländerregion hergestellt werden. Insbesondere mit den Wirtschafts- und Handelskammern Budweis, Brno und Bratislava konnte hierbei bereits eine enge und gute Zusammenarbeit im Rahmen gemeinsamer Veranstaltungen erzielt werden. Aufgrund des großen Erfolgs ist derzeit ein Fortsetzungsprojekt in Vorbereitung.
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• Ein ähnliches Ziel verfolgt das „Cooperation Broker Network“. Dabei bauen derzeit vereinzelt tätige Kooperationsvermittler („Broker“) auf kleinregionaler Ebene ein Netzwerk auf, welches diesen einen besseren Überblick über die Wirtschaftstätigkeiten in ihren Kleinregionen verschafft und dadurch ein gezielteres und intensiveres Beratungs-/Vermittlungsangebot erlaubt. Eine Pilotstudie zum „Cooperation Broker Network“ wurde im Rahmen des Cross-Border Business Cooperation Projektes (s. r.) durchgeführt, wobei die Akteure der Vienna Region Eco Plus mit dem Aufbau dieses Netzwerks betraut haben. Weitere Startunterstützung durch Beratung von Eco Plus und Partnern wurde im Rahmen von „spolu“ angeboten.
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• Das Eco Plus-Eigenprojekt „Wirtschaftliche Regional analyse der Region Angern-Dürnkrut-Malacky“ hatte die Erarbeitung grenzüberschreitender Wirtschaftspotenziale in der niederösterreichisch-slowakischen Kleinregion zum Inhalt. Es wurden in diesem Rahmen grenzüberschreitende Wirtschaftsprojektideen gemeinsam mit Vertretern dieser Kleinregion entwickelt. Das Projekt konnte inhaltlich mitDezember 1999 abgeschlossen werden, eine Endpräsentation in der Region fand am 16. Februar 2000 in Dürnkrut statt.
• Voraussetzung für die künftige Umsetzung der entwickelten Projektideen ist aber die Errichtung einer Brücke über die March zwischen Angern und Záhorská Ves.
• „Cross-Border Business Cooperation“ (CCC) verfolgt das Ziel, das in der Vienna Region (Wien, Niederösterreich und Burgenland) bei verschiedenen Institutionen und Akteuren vorhandene Wissen bzw. Know-how über die Mittel- und Osteuropäischen Länder zu ordnen, auszuwerten, zu entwickeln und für potenzielle Interessenten und Nutzer leicht zugänglich zu machen. Darüber hinaus soll ein Kooperationsnetzwerk zwischen diesen Institutionen und Akteuren aufgebaut werden.
• Am Aufbau des wirtschaftlichen Kooperationsnetzwerkes und an der Entwicklung unterstützender Instrumente (z. B. Internet-Module) arbeitet ein Kernteam bestehend aus Repräsentanten der Wirtschaftskammer Österreich, der Austrian Business Agency, der Wirtschaftskammern der Länder Burgenland, Niederösterreich und Wien sowie der Wirtschaftsservice Burgenland AG (WIBAG), dem Wiener Wirtschaftsförderungsfonds (WWFF) und Eco Plus.
• „Innovative Regions fostering CROss BOrder BUsiness COoperation between EU and NAC regions“ (Crobobuco) – ist ein europaweites thematisches Netzwerk, das dem Erfahrungsaustausch und der Entwicklung von Instrumenten und Projekten zur Unterstützung grenzüberschreitender Wirtschaftsaktivitäten dienen soll.
• Eco Plus wurde von der Europäischen Kommission eingeladen, die Entwicklung dieses Netzwerkes vorzubereiten und – ab Herbst 2001 – gemeinsam mit der Regionalentwicklungsagentur Südmähren und der Beratungsfirma ÖAR, finanziert mit Mitteln des 5. Rahmenprogrammes für Forschung und Entwicklung, umzusetzen.
• „Lower Austrian Network for Central Europe“ (LANCE) ist der ambitionierte Versuch, die zentraleuropäischen Wirtschaftskompetenzen Niederösterreichs zu klären, darzustellen und durch ein Unterstützungsnetzwerk zu bündeln. Das durch Interreg IIIa geförderte Projekt wird ab Herbst 2001 in Kooperation mit den Nachbarregionen Westungarns, der Westslowakei, Südtschechiens sowie den Ländern Wien und Burgenland umgesetzt.
• Mit dem „Direct Investment Agency Network“ (DIANE) sollen im Großraum Wien-Brno-Bratislava-Györ gemeinsame Aktivitäten zur Ansiedlung internationaler Unternehmen entwickelt und umgesetzt werden. Der Projektstart ist im Frühjahr 2002.
Alle geplanten, laufenden und abgeschlossenen Projekte werden in enger Abstimmung mit zahlreichen Partnern durchgeführt und laufend auf Synergiemöglichkeiten überprüft. Als abgestimmtes Maßnahmenbündel dienen alle Aktivitäten dem Ziel, Niederösterreich als Teil einer zentraleuropäischen Kernregion weiter zu entwickeln.
























