Helmut Koprian: 16.000 m² Einzelhandel beleben die Innenstadt

Offenbach hat sich in den letzten Jahren nicht nur zu einem Magneten für große nationale und internationale Konzerne entwickelt, sondern ist dank seiner modernen Architektur auch optisch zu einer kleinen feinen Perle am Ufer des Mains ­avanciert. Lebensqualität und Ambiente der Stadtmitte haben sich positiv ­gewandelt, ein Prozess, den das KOMM als innerstädtisches Einkaufszentrum einer neuen Generation aufnimmt und fördert.

 

Offenbach ist die fünftgrößte Stadt in Hessen und eines der zehn Oberzentren des Landes. Im Rhein-Main-Gebiet und am Mainbogen gelegen, grenzt Offenbach an die Nachbarstädte Frankfurt am Main, Maintal, Mühlheim am Main, Obertshausen, Heusenstamm und Neu-Isen­burg. Die kreisfreie Stadt Offenbach bildet mit Frankfurt ein zusammenhängendes Siedlungsgebiet.

Die ehemalige Industriestadt, welche vor allem als Zen­trum der Lederwarenindustrie bekannt war, hat einen Wandel erlebt und gilt heute nicht nur als Hochschul­standort mit hoher Clusterbildung im Designbereich, sondern ebenfalls als wichtiges Dienstleistungszentrum.

Auch und vor allem als Einkaufsstadt erfreut sich Offenbach aufgrund des stark vertretenen Einzelhandels und des hochwertigen Warensortiments großer Beliebt­heit. Als Stadt der kurzen Wege, in der alles zu Fuß er­­reichbar ist, schafft Offenbach für seine Besucher eine entspannte Einkaufsatmosphäre.

Aufgrund seiner zentralen Lage in der Metropolregion Rhein-Main, seines abwechslungsreichen Kulturlebens und seiner hervorragenden Einkaufs- und Erholungsmög­­lichkeiten verfügt Offenbach über eine hohe Anziehungs­­kraft und zieht jährlich mehrere 100.000 Touristen an. Zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten zählen das Deutsche Ledermuseum, das Isenburger Schloss (in Offenbach), wo die Hochschule für Gestaltung ihren Sitz hat, das Büsing-Palais und der Lilientempel.

Große Filialisten sind in der City genauso vertreten wie kleine inhabergeführte Läden, die die Individualität einer Stadt ausmachen. In Offenbach wird gemeinsam Er­­folgs­­geschichte ge­schrieben: Die Akteure der Innen­stadt und des Einzel­handels, wie der örtliche Gewerbeverein Treff­­punkt Offen­bach e.V. und die Innenstadtinitiative KARREE (BID) sowie die Stadt Offenbach/City Manage­ment und die IHK arbeiten seit jeher eng zusammen an der weiteren Attraktivitätssteigerung der Innenstadt. Seit 2011 gibt es in Offenbach das BID-Projekt. BID steht dabei für „Business Improvement District.“ Offen­bach war die erste hessische Großstadt mit einem BID – Karree. Zum besten BID Deutschlands wurde Karree Offenbach 2012 gekürt. Dies macht sich nicht zuletzt durch ge­steigerte Passantenfrequenzen bemerk­bar. Diese sind unter anderem durch das KOMM in den letzten Jahren stark gestiegen.

Auch durch die sehr gute Erreichbarkeit der Innenstadt verbinden die Besucher ihr Shoppingerlebnis gerne mit einem Restaurantbesuch, zum Beispiel am Wilhelms­­platz. Dort findet auch dreimal wöchentlich einer der schönsten Wochenmärkte Hessens statt, der ebenfalls viele Kunden und Besucher aus dem Kreis Offenbach und der Region anzieht.

Die einen nennen das Förderprogramm „Aktive Innen­stadt“ als Grund, andere die Eröffnung des KOMM. Fakt ist: Von 2008 bis 2013 wurde an elf Zählstandorten eine Zunahme von Passanten um 22,6 Prozent festgestellt. Unter Leitung von Professor Robert Pütz befragte das Geographische Institut der Goethe-Universität Frankfurt nahezu 650 Passanten – mit teils unerwarteten Ergebnissen. Kurz: Die Besucherzahlen steigen, die Auf­­enthaltsdauer erhöht sich, es kommen mehr Kunden aus dem Kreis nach Offenbach, die City wird als Einkaufsort besser bewertet. „Wir können die Ge­­schäftsleute nur motivieren“, bekundet Oberbürger­meister Horst Schneider.
Das KOMM Offenbach gehört auf Grund seiner hervorragenden Lage zu den frequenzstärksten Standorten in Offenbach. Die Frankfurter Straße, welche als die Pulsader der Einkaufstadt Offenbach bezeichnet wird, liegt in unmittelbarer Nähe des Centers. Die an das Center an­­grenzende Große Marktstraße lockt mit einem reichen Gastronomieangebot. Unweit der Fußgängerzone, in die das KOMM eingebettet ist, liegen das Kulturkarree, viele Parks, Bibliotheken, Museen und Sehenswürdigkeiten.

Das KOMM ist als Gebäude strukturell durch seine innere Funktion gegliedert – zum einen durch die Einzelhandels­flächen, zum anderen durch die ergänzenden Dienst­leistungs- und Praxisflächen in den oberen Geschossen. Diese Nutzungen setzen sich in ihrer Substanz wie auch in der Gestaltung voneinander ab und bilden jeweils eigene Adressen.

Aus Westen kommend wurde in der Große Marktstraße die Bauflucht der bestehenden Bebauung aufgenommen und parallel zur gegenüberliegenden Bebauung bis an das bestehende Parkhaus Mittelseestraße heran fortgeführt.

Um als Gebäude signifikant wahrgenommen zu werden und als städtebaulicher Eckpfeiler zu fungieren, entwickelt sich das Gebäude über zwei Handelsgeschosse, eine Parkebene und zwei „schwebende“ Geschosse nach oben. Diese Krone bildet im städtischen Kontext eine signifikante Marke als Abschluss des Aliceplatzes in der Achse Rathaus – Marktstraßenzentrum.

Die Struktur in der Fassade lockert den Baukörper auf und verschafft ihm gleichzeitig die architektonische Prägnanz im Stadtbild um der wichtigen Funktion im Rundlauf der Fußgängerzone gerecht zu werden. Ver­tikale Schaufenster mit kleinen auskragenden Vitrinen im 1. Obergeschoss sorgen für eine spielerische Fassade, die gleichzeitig ordnend wirkt.

Die gesamte Mietfläche des KOMM beträgt ca. 16.000 m². Auf drei Einkaufsebenen bietet das KOMM Offenbach seinen Kunden über 50 Geschäfte und Restaurants unter einem Dach. Ein ausgewogener Branchenmix wird zielgerichtet auf der über 500 m langen Ladenstraße sichergestellt. Die Magnetbetriebe H&M, Drogerie Müller, Thalia, Sport Palast und Deichmann sichern die hohe Frequenz und Kundenbindung des KOMM Offenbach. Der Supermarkt tegut ergänzt das Sortiment im Kurz­fristbedarf. Starbucks und weitere Mieter aus der Gast­ronomie erhöhen die Aufenthaltsqualität.

Die KOPRIAN iQ MANAGEMENT GmbH ist vom Eigen­tümer mit dem Management und der Vermietung des KOMM Offenbach seit Oktober 2012 beauftragt.

Bei der vierten Auflage des Shoppingcenter Performance Report (2014) zeigt sich, dass einige Center ihre Position über die Jahre deutlich verbessert haben. Dazu schreibt die Immobilien Zeitung am 25.09.2014: „Die Aufsteiger: KOMM Offenbach und Centrum-Galerie Dresden … Auffällig ist die positive Entwicklung des 2009 eröffneten Komm in Offenbach (2,91).“

Ab Frühjahr 2015 wird das KOMM für mehrere Millionen EURO optimiert. ATP Architekten und Ingenieure, Offen­bach sind für die architektonische und bauliche ­Rea­lisierung des neuen Funktionalkonzeptes (funktionale Konzeptidee: KOPRIAN iQ) beauftragt. Wesentliche Teile der geplanten Optimierung sind:

– Schaffung eines weiteren Lichthofes im Bereich Markt­straße, der die Blickverbindung zwischen Erdgeschoss und Obergeschoss verbessern wird.
– Einbau eines weiteren Rolltreppenpaares in den neuen Lichthof, das eine bessere Erschließung des Oberge­schosses als Ziel hat.
– Optimierung des gesamten Lichtsystems
– Optimierung der Mallmöblierung und Bepflanzung
– Schaffung einer großzügigen Brunnenanlage im Basement
– Verbesserung der Aufenthaltsqualität
– Optimierung der Branchen- und Mieterstruktur

Mit der Optimierung der Funktionalität der Ladenstraße soll die Durchflutung des Objektes im Erd- und Ober­geschoss verbessert werden. Gleichzeitig zu den funktionalen und architektonischen Verbesserungen wird der Branchen- und Mietermix des Objektes optimiert.

Der Autor hat über 40 Jahre Erfahrung im Einzelhandel und Centermanagement. Er ist Vorsitzender der Geschäftsführung der KOPRIAN iQ und verantwortet das Management und die Vermietung des KOMM Offenbach.