Fulminanter Kick-Off für den Wirtschaftsstandort MRN

Crossmedia-Kampagne „Wirtschaftsstandort Metropolregion Rhein-Neckar“ mit gelungener Präsentation gestartet

Nach der äußerst erfolgreichen Präsentation des Europäischen Wirtschafts Verlags über den „Finanzplatz Deutschland“, konnte das Darmstädter Unternehmen kurz vor Jahresende noch einmal nachlegen und präsentierte am 4.12.2013, im Ludwigshafener Ernst-Bloch-Zentrum, das Medienprojekt zum Wirtschaftsstandort Metropolregion Rhein-Neckar.


Getreu dem Leitmotiv „Stark im Verbund“, präsentierten die Oberbürgermeister der Städte Ludwigshafen und Heidelberg, Dr. Eva Lohse und Dr. Eckhart Würzner, gemeinsam mit dem Ersten Bürgermeister der Stadt Mannheim, Christian Specht, das Projekt den über 70 Gästen und Vertretern der Presse. Als Vertreter der Wirtschaft referierte der Standortleiter des Bombardier-Werks Mannheim, Michael Hirschböck. Die Vorzüge der Wissensregion beleuchtete Andre Domin, Geschäftsführer des Technologieparks Heidelberg. Der bekannte Börsenmakler Dirk Müller, seines Zeichens ein „echtes Kind der Region“,  appellierte in einem emotionalen Vortrag an die beteiligten politischen und wirtschaftlichen Vertreter, sich ihrer Stärken, besonders der Innovationskraft, deutlicher bewusst zu werden.

Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile

Nach der Projektvorstellung durch den Initiator der Standortkampagne, Verleger Christian Kirk, stellten die politischen Repräsentanten die Vorzüge ihrer Städte vor. Einig war man sich vor allem darüber, dass man in einer globalisierten Welt nur gemeinsam erfolgreich sein kann. Die „DNA der Region“ sei daher als eine erfolgreiche Symbiose aus Wirtschaft, Wissenschaft und Lebensqualität zu sehen. „Nur wenn diese Säulen gleich stark sind, lässt sich eine Region erfolgreich entwickeln“, so Oberbürgermeisterin Dr. Lohse.


Auch das Referat von Heidelbergs Oberbürgermeister, Dr. Würzner, tendierte in diese Richtung.  Für Investoren müssten Anreize geschaffen werden, die weit über gut ausgebildete Fachkräfte hinaus gingen. „Wir messen uns mit Palo Alto und New York, und dafür müssen wir etwas bieten.“, konstatierte Würzner. Heidelberg, mittlerweile sicher ein Paradebeispiel dafür, wie eine erfolgreiche Kooperation zwischen exzellenter Wissenschaft, starker Wirtschaft, sozialen Programmen und einem ausgewogenen Kultur- und Freizeitangebot aussehen kann, hat sich sicherlich international bereits einen Namen gemacht, für die benachbarten Städte und Landkreise müsse es jetzt darum gehen gleich zu ziehen.


Im Anschluss lobte Mannheims Erster Bürgermeister Christian Specht noch einmal ausdrücklich die Marketingkampagne des Verlages. “Die besten Potenziale bleiben verborgen, wenn Sie nicht erfolgreich präsentiert und vermarktet werden“. Dass man sich nicht hinter anderen Großstädten in Deutschland und Europa verstecken müsse, haben die Mannheimer Unternehmen, mit großartigen Innovationen, immer wieder bewiesen, sei es  das erste Auto oder das E-Mobility Konzept Primove. Eben jenes Projekt, das auf Elektroantrieb und kabelloses Laden im Personennahverkehr setzt, wurde maßgeblich durch das Mannheimer Werk des kanadischen Wagonbauers  Bombardier ins Leben gerufen. Doch für Standortleiter Michael Hischböck war es nicht allein wichtig auf die ausgeklügelte Technik zu verweisen. Er gab zu bedenken, dass Projekte dieser Art nur mit ausreichend Fachkräften bewerkstelligt werden können. Dass diese mittlerweile schwer zu bekommen sind, musste nicht weiter betont werden, denn mittlerweile kann man nicht mehr nur mit einem hohen Gehalt locken. So hat zum Beispiel die Nachfrage nach dem Vorhandensein internationalen Communitys oder bilingualen Schulen signifikant zugenommen und mittlerweile einen ähnlich hohen Stellenwert.

Auch André Domin, Geschäftsführer des Technologieparks Heidelberg, kam dann nicht umhin zu verdeutlichen, dass Wirtschaft, Wissenschaft und soziale Infrastruktur Hand in Hand gehen müssen, um sich erfolgreich zu positionieren. Es müssen „Orte kreiert werden, an denen Menschen kreativ arbeiten können.“ Wie das gehe, habe Heidelberg, unter anderem mit dem neuen Stadtteil Bahnstadt, vorgemacht. Dennoch forderte Domin „mehr Mut“ für Innovationen und mehr Engagement, „aus unseren Stärken mehr zu machen“. Denn es mangele nicht an der Menge kreativer und einzigartiger Ideen, sondern an der positiv besetzten Markteinführung dieser Innovationen durch die Wirtschaft und mehr Risikobereitschaft.


Börsenexperte Dirk Müller sah zwar im Gegensatz dazu gerade die Tugenden Gründlichkeit und Akribie als Stärke an, die deutsche Produkte weltweit erfolgreich machen, doch auch er betonte: „Wir machen die Erfindungen, dass Geld machen die Anderen“. Gleichwohl könne man stolz auf diesen Standort sein, der sich durch die Kooperationen der Städte und Regionen und einem dezentralen System mit gleichberechtigten Partnern, zu diesem Status entwickelt hat.


Wer sind wir? Wo kommen wir her? Wohin gehen wir? Was erwarten wir? Was erwartet uns?“ Ernst Bloch hat diese Fragen an den Anfang seines Werkes „Das Prinzip Hoffnung“ gestellt. Was die Metropolregion Rhein-Neckar auszeichnet, ist mit den Medien und Vorträgen deutlich geworden. Was daraus zukünftig werden wird, das kommt nun auf die erfolgreiche Kooperation zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft an. Die Veranstaltung des Europäischen Wirtschafts Verlags hat deutlich bewiesen, dass die Region auf dem besten Weg ist, sich erfolgreich zu positionieren, und dies ist maßgeblich seinen engagierten Unternehmen und klugen Köpfen zu verdanken.

Röbke Wulff /EWV 2013-12-05