Evangelisch-Lutherisches Diakoniewerk Neuendettelsau KdöR : Diakonische Arbeit als Eckpfeiler von Sozial- und Gesundheitswesen

Die Diakonie Neuendettelsau ist mit rund 200 Einrichtungen der größte diakonische Träger in Bayern. 6.600 Frauen und Männer finden derzeit bei der Diakonie Neuendettelsau einen sicheren Arbeits­­platz in Voll- und Teilzeit. Sie bietet Men­­­schen mit einer geistigen Behinderung Wohn- und Arbeitsplätze und führt Senio­­­ren­­­einrichtungen mit etwa 2.400 Plätzen, außerdem 39 Schulen, die von über 4.000 Schülern besucht werden. Sie ist Träger von vier Kliniken, hinzu kommen Kinder­tages­stätten, Tagungs- und Gästehäuser, ver­schie­dene Betriebe und die beiden kirchlichen Werkstätten Hostien­be­rei­tung und Paramentik. Wachstum ist eines der strategischen Ziele des Unternehmens. Wachs­­tum aber nur da, wo es sinnvoll ist und wo es in das Konzept des Unter­nehmens passt. Zu diesem Konzept gehört es, nicht auf den kurzfristigen Gewinn zu schielen, sondern es ist geprägt von Begriffen wie Nachhaltigkeit, Verläss­lich­keit, gutes Betriebsklima, Stabilität. Es geht vor allem um „wertvolles Wirt­schaf­­­ten“. Die Säulen, die die Arbeit der Diakonie in Neuendettelsau tragen, heißen „Christ­lich­­keit“, „Professionalität“ und „Wirtschaftlichkeit“. Diese Säulen sind die Garanten für Verlässlichkeit und Stabilität. „Christlichkeit“ beschreibt das Diakonische der Arbeit der Diakonie Neuendettelsau: jeden Menschen als individuelle Per­sön­lich­­­­keit, als Ebenbild Gottes wahrzunehmen.

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Die Diakonie Neuendettelsau ist als eigen­­­ständiges Unternehmen Mitglied im Diako­­­­nischen Werk. Das Diakonische Werk (DW) ist ein Wohlfahrtsverband der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und zahl­­reicher Freikirchen. In Deutschland sind in den recht­­lich selbst­­­ständig agierenden 26 Diakonischen Werken mit etwa 27.000 diakonischen Ein­­­richtungen mehr als 435.000 haupt­amt­­liche Mitarbeiter beschäftigt und weitere rund 400.000 Mitarbeiter ehrenamtlich aktiv. Gemeinsam sind sie damit der zweit­­größte private Arbeitgeber in Deutschland. Im Unterschied zu rein gewinnorientierten Unternehmen und zum Staat, der die ihm gesetzlich übertragenen Aufgaben erfüllt, befriedigen diakonische soziale Un­­ter­­nehmen gesellschaft­liche Bedürf­nisse. Werte und ideelle Motive bilden die Legi­ti­­­ma­­­tions­basis für ihre Arbeit.

Aus Berufung wurde Profession. Im Jahr 1854 gründete Wilhelm Löhe das Diakoniewerk Neuen­dettelsau. Bei der Grün­­­dung der Diakonissenanstalt stand die Ausbil­dung im Mittelpunkt. Mit der Diakonisse ent­­stand ein Beruf, aus Be­rufung wur­de am Ende Pro­­fes­­sion.
Löhe öffnete die Ausbil­dung auch jungen Frauen, die nicht das Ziel hatten, Diako­nisse zu werden. Löhe verband die theo­retische Aus­bil­dung mit der prak­tischen. So wurden die im Unterricht erwor­­benen Kennt­nisse in den Krankenzimmern oder in der Behinderten­arbeit umgesetzt. Da­­raus entwickelte sich das Neuen­det­tel­sauer Schulwesen von inzwischen fast 40 all­ge­meinbildenden und beruf­lichen Schulen.

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Die Diakonie Neuendettelsau verant­wortet zudem Pilotprojekte im Bereich der Altenhilfe wie das Kom­petenz­zentrum für Menschen mit Demenz im Nürnberger Tilly-Park, ein Forschungs­institut und eine Hochschule in der Wissenschaftsstadt Fürth. Auch im europäischen Ausland wie Polen und Rumänien unterhält das Diakoniewerk Neuendettelsau Fachschulen, Senioren­einrichtungen und ambulante Dienste sowie DiaCare, ein Dienstleis­tungs­­­­angebot in Spanien.
Aufgrund der aktuellen demograf­ischen Entwicklungen benötigen besonders die Berufe im Gesundheitswesen eine Auf­­wer­­­tung. In mehreren EU-Staa­ten sind die Abschlüsse der Berufe im Gesund­heits­­wesen nur noch im universitären Bereich zu erlangen. Daher hat die Diakonie Neuen­­­­dettelsau mit dem International DiaLog College und Research Institute (IDC) in Fürth ein Forschungsinstitut ins Leben gerufen. Zudem plant das IDC die Grün­­dung einer Privaten Dialog-Uni­versität für Europäische Gesund­heitswirtschaft. Sie reagiert damit auf den wachsenden Bedarf an akademischer Bildung für ihre nationalen und internationalen Arbeits­fel­der. Die Internationale Akade­mie DiaLog in Neuendettelsau ist ein Instrument der Personal- und Organisations­ent­wick­lung sowie der diakonischen Profil­schärfung.

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Zukunft im Wandel. Die Zu­­kunft der Diakonie Neuendettelsau entscheidet sich an der Qualität und dem Profil ihrer Dienstleis­tungen und somit an der fach­­lichen und persönlichen Kom­petenz der Mitarbeitenden. Des­halb sind Aus-, Fort- und Weiter­bildung Schlüsselfaktoren für die soziale Ar­­beit, in die investiert werden muss.

Als christlich-soziales Unternehmen hat die Diakonie hier Vorbildfunktion. Aber Bil­dung ist auch selbst Teil der sozialen Arbeit. Es geht um Über­win­dung gesell­schaftlicher und öko­no­mischer Benach­tei­li­gun­gen und um die Partizipation an gesellschaftlichen Rechten.

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Die Diakonie der Zukunft hat globale Aufgaben. Sie wird grenzüberschreitend sein, sich in Kooperationen und Netz­werken bewegen und sie wird sich, ihrer Tradition bewusst, innovativ aufstellen. Der Bildungsauftrag ist hier­­bei eines der wesentlichen Kenn­zeichen.

 

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  1. Anschrift

    Wilhelm-Löhe-Straße 16
    D-91564 Neuendettelsau
    Telefon +49 (0) 9874 8-0
    Telefax +49 (0) 9874 8-2327
    info@DiakonieNeuendettelsau.de
    www.diakonieneuendettelsau.de
  2. Gründungsjahr

    1854