Ernst von der Heide: Wohlfühlheimat in einem der stärksten Wirtschaftsräume Deutschlands

Wirtschaft und Politik verfolgen in der Region Ingol­StadtLandPlus das gemein­­­­same Ziel, hochqualifizierten Fach­­kräften und ihren Familien das Leben und Arbei­­­ten so attraktiv wie möglich zu gestal­­ten. An sieben Schlag­wörtern macht sich das Engagement fest: Wahrnehmung – Stand­­ort­­faktoren – Vernetzung – Inno­­va­­tions­­geist – Bildungschancen – Familien­­­­freundlichkeit – Freizeitwert.

1. Wahrnehmung: Die wirtschaftliche Ro­­­bustheit der Region IngolStadtLandPlus macht sie für zuziehende Arbeitnehmer als Arbeits- und Lebensregion interessant. Die Region IngolStadtLandPlus gehört zu den dyna­­mischsten Wachstumsregionen in Deutsch­­land: Sie verfügt über eine der niedrigsten Arbeitslosenzahlen im Bundes­­vergleich. Im Mai 2014 lag sie bei 2,2 Prozent. Studien wie die Untersuchung der Vereinigung der Bay­erischen Wirt­­schaft aus 2011 oder der IHK-Konjunkturindex aus 2012 belegen die überdurchschnittlich starke Wirt­schaftskraft und hohe In­­ves­­titionsbereitschaft der Unter­nehmen.

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Wachsende Einwohnerzahlen untermauern die Dynamik. Die vier Gebiets­­körper­schaf­ten der Region, die Landkreise Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen, Pfaffen­hofen an der Ilm und die Stadt Ingolstadt wer­­den für 2030 ein dosiertes Bevölkerungs­­wachstum ausweisen. Zwischen 2009 und 2013 ist die Bevölkerung in der Region um 2,1 Prozent auf 466.807 gewachsen.

2. Harte Standortfaktoren: Von zukunfts­­weisenden Stand­ortfaktoren wie Infra­­struktur und Unternehmensvielfalt profi­­tieren auch die Arbeitnehmer. Hohe Mobi­­­lität ist ein wichtiger Standortfaktor: Die Region IngolStadtLandPlus liegt welt­offen im Herzen Bayerns, zentral zwischen den Metro­­polen München und Nürnberg, ideal angebun­­den an das Auto­bahn- und ICE-Netz sowie den Flughafen München. Ein weiterer Stand­­ortfaktor ist die hohe Wertschöpfung in der Region. Diese lag 2009 bei 13.724 Millionen Euro. Mit 34 Prozent der regionalen Wertschöpfung ist die Mobi­­li­täts­­wirtschaft die wichtigste Stütze.

Doch nicht nur die Automobilindustrie mit vielen Zu­lie­ferern ist hier besonders stark, auch andere High­tech-Branchen und internationale Handelsunternehmen pro­fi­tieren vom unternehmerischen Um­­feld – und sind zugleich der Jobmotor der Region. Für Fachkräfte heißt das mehr Viel­­falt an Unternehmen, für die das eigene Berufsprofil interessant ist.


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3. Vernetzung: Zu einem ganzheitlichen „Employer-Bran­ding“ zählen beste Bedin­­gungen vor Ort bei Ausbildung und im Job. Den Unternehmen der Region, von international agierenden Firmen wie Airbus Defence and Space am Standort Manching, der Bauer AG, Media-Saturn oder Audi bis zum mittelständischen Handwerksbetrieb, ist die Stand­ortförderung ein wichtiges An­­lie­­gen. Gebündelt wer­den die Akti­vi­täten in der Initiative Regional­­mana­­ge­ment Region Ingolstadt e.V., einer der größten Public-Private-Partnerships der Regionalentwicklung in Deutschland.

4. Innovationsgeist: Innovationsdynamik belebt das Umfeld zum Arbeiten und Leben als weltoffene, zukunftsgewandte Region. Bis 2015 plant der Audi-Konzern Investitionen in Höhe von 11 Milliarden Euro, vor allem in neue Produkte und Technologien sowie den Ausbau seiner Standorte. Mehr als fünf Milliarden Euro sollen davon in die deutschen Standorte Ingolstadt und Neckarsulm fließen. Auch Airbus Defence and Space hat durch die Schaffung eines Militärischen Luftfahrtzentrums in Manching (Land­kreis Pfaffenhofen) einen wichtigen Hoch­­technologiestandort in der Region etabliert. Ein weiteres Beispiel für die Inno­­vationsdynamik sind die Betriebe im Maschinenbau- und Ingenieur­dienst­leis­tungsbereich, die von der Kooperation im Umfeld des Automotivesektors profitieren. Dies führt auch zu zahlreichen Grün­­dungen: Fast 4.000 Menschen wagten 2012 laut IHK-Statistik in der Stadt Ingol­­stadt und den umliegenden Landkreisen den Sprung in die Selbst­ständigkeit.

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5. Bildungseinrichtungen: Die Region IngolStadtLandPlus bietet für Fach­­kräfte und ihre Familien aus aller Welt Bil­­dungs­­chancen auf höchstem Niveau. In Ingol­­stadt wurde vor fast 600 Jahren die erste bayerische Landes­universität gegründet. Und in Bildung und Wissenschaft wird wie in kaum einer anderen Region investiert: Mit 51 Millionen Euro fördert aktuell der Freistaat Bayern den Ausbau der technischen Hoch­­schule Ingolstadt. Darüber hi­­­­­­naus ist die geisteswissenschaftlich orien­­­tier­te Katho­­lische Universität Eich­­stätt-Ingolstadt eine der angesehensten Hoch­­schulen des Lan­­des. Mehrmals er­­reichte die KU bereits im „CHE“-Ranking des ZEIT-Studienf­­üh­­rers Spitzen­posi­tio­nen.
Auf Initiative des Fördervereins entstand darüber hinaus die internationale Schule SIS Ingolstadt. 2009 waren 35 Schüler an der bilingualen Schule eingeschrieben, 2013 waren es inklusive Kindergarten be­­reits 115. Diese stammen meist aus bi­­nationalen Familien aus den USA, China, Indien und vielen weiteren Nationen.

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6. Angebote für Familien: Die Region IngolStadtLandPlus weist durch die Zu­­sam­­menarbeit von Wirtschaft und Kom­­­munen eine hohe Familienfreundlichkeit auf. Unter­nehmen und Gemeinden gehen in der Region IngolStadt­LandPlus gemeinsame Wege, um Arbeitnehmern und ihren Fami­­lien optimale Voraussetzungen für die Ver­­sor­gung ihrer Kinder zu gewährleisten. Die Stadt Schro­ben­hausen, eine der familienfreundlichsten Städte Deutsch­­lands, sorgt mit unterschiedlichen Trä­­gern wie dem BRK, AWO und kirchlichen Ein­­richtungen dafür, dass Krippen- und Kin­der­gartenkinder garantiert einen Be­­treuungsplatz be­kommen. Finanziell bezu­­schusst wird die Erstausstat­tung neuer Kindertagesstätten – wie auch die mittler­­weile fest etablierte Kinder-Ferien­be­treu­ung – von der Bauer AG. Das international operierende Hightech-Unternehmen MBDA Systems aus Schrobenhausen hat 2012 die Auszeichnung „Great Place to Work“ erhalten und gehört damit zum zweiten Mal in das Ranking der 100 bes­­ten Arbeitgeber in Deutschland. Airbus Defence and Space am Standort Manching und Media-Saturn Deutschland wurden für eine familienbewusste Personal­­politik durch das berufundfamilie audit zertifiziert. Airbus und Audi fördern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie unter anderem durch flexible Arbeits­­zeit­­mo­­delle, Belegplätze in Kinderkrippen und das Ziel, den Frauenanteil auch in Mana­­gement- und Technologieberufen nachhaltig zu erhöhen. Media-Saturn fördert die Ver­einbarkeit von Beruf und Familie unter anderem durch die Bereitstellung von Krippenplätzen für die Kinder von Mitarbeitern sowie durch Kinderferienbetreuung – dies gemeinsam mit Airbus Defence and Space.


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7. Hoher Freizeitwert: Das breite, vielfältige und innovative Freizeit- und Kultur­­angebot der Region kann sich im Wett­­bewerb mit großen Metropolen messen. Die Stadt Ingolstadt und die umliegenden Landkreise Eichstätt, Neuburg-Schroben­­hausen und Pfaffenhofen an der Ilm bieten neben vielen geschichtsträchtigen Sehenswürdig­keiten vielfältige, überregional bedeutende Kulturein­rich­t­ungen, darunter auch ein Museum für moderne Kunst und das Lechner-Museum in Ingol­­stadt oder das international sehr gut vernetzte Kelten-Römer-Museum. Bedeu­tende Events, vom internationalen Jazz-Festival über die seit mehr als zwanzig Jahren stattfindenden Audi Sommer­­­kon­­zerte bis zum populären Klassik Open Air, ziehen jedes Jahr viele Besucher in die Region. Und auch der professionelle Sport ist überregional attraktiv: Der Bundes­­ligist FC Ingolstadt verfügt mit dem neuen Audi Sportpark über eines der modernsten Stadien in Deutschland, der ERC Ingol­­stadt ist amtierender Deutscher Eishockey-Meister und gehört seit Jahren zu den Top-Teams der Deutschen Eishockey Liga. Und nicht zuletzt: Eine wunderschöne Natur zwischen Donau, Altmühltal und den grünen Hügeln der Hallertau liegt direkt vor der Haustür.

1191382Der Autor ist Wirtschaftsingenieur und seit 1993 in leitender Funktion bei Media-Saturn tätig, aktuell verantwortlich für den Bereich Personal & Compliance der deutschen Landesgesellschaft. Zuvor war von der Heide in Personal- und Controllingfunktionen bei BMW in München tätig. Er ist Vorsitzender der „Initiative Regionalmanagement Region Ingolstadt e.V. (IRMA).