Dr. Albrecht Schröter: Lichtstadt Jena – High-Tech-Standort und Wissenschaftsstadt

Zukunftsfähige Wachstumsbranchen sind in Jena zuhause. Insbesondere die traditionsreichen optischen und photonischen Technologien sorgen konstant für Innovationen. Doch die Universitätsstadt weiß neben ihrer forschungsstarken Infrastruktur auch durch eine wunderbare Lebensqualität und zahlreiche Freizeitmöglichkeiten zu überzeugen.

Jena ist der High-Tech-Standort in Thüringen. Inno­vative Technologiefirmen in Wachstumsbranchen und erstklassige Forschungseinrichtungen sind hier zuhause. International tätige Konzerne wie ZEISS, Jenoptik und Schott prägen den Stand­ort ebenso wie die beiden Hochschulen sowie zahlreiche außeruniversitäre Forschungseinrichtungen. Dazu gehören Einrichtungen der Leibniz-Gemein­schaft, der Fraunhofer- und Max-Planck-Gesell­schaft sowie der Helmholtz-Gemeinschaft. Hoch­innova­tive kleine und mittelständische Firmen – viele von ihnen „Hidden Champions“, die von Jena aus global agieren – runden das Jenaer Tech­nologie-Portfolio ab. Sie entwickeln und fertigen wissensintensive Produkte für wachsende Märkte.

Mit rund 53.000 Beschäftigten bei ca. 108.000 Einwohnern, einer hohen Bruttowertschöpfung und einer Exportquote von knapp 60 Prozent im Verar­­beitenden Gewerbe ist Jena eines der wichtigsten Hochtechnologiezentren in Mittel­deutschland.


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Erfolgreiche Unternehmen. Innovation wird in Jena ganz groß geschrieben. Davon zeugt z.B. die Zahl von rund 250 Patenten pro 100.000 Einwohnern, die jedes Jahr in Jena angemeldet werden (Durch­schnitt Deutschland: 59 pro Jahr). Vielseitiger Handel und modernes Handwerk, hochwertige Dienstleistungsunternehmen, hervorragende Gas­tro­nomie sowie produktive öffentlich-rechtliche Ein­richtungen vervollständigen die Jenaer Un­­ter­­nehmens­landschaft.

Zukunftsorientierte Branchen. Zukunftsfähige Wachs­tumsbranchen sind in Jena zuhause. Neben den traditionsreichen optischen und photonischen Technologien gehören zu den Kompetenzfeldern Medizintechnik, Software und E-Commerce, Analytik und Bioanalytik, Pharma und Biotechnologie, Green Tech sowie Präzisionstechnik. In Jena sind Wirtschaft und Wissenschaft in diesen Kompetenz­feldern eng vernetzt.

Kompetenzfelder auf Wachstumskurs. In Jena sind viele Branchen zuhause, die in den nächsten Jahren und Jahrzehnten einen überdurchschnittlichen Zuwachs erwarten. Die Forsch­ungs­schwerpunkte der Wissenschaftseinrichtungen und die Schwerpunktbranchen der Technologie­unter­nehmen passen in Jena hervorragend zu­sammen. Diese enge Vernetzung von Wissen­schaft und Wirtschaft ist einer der Gründe für die wirtschaftliche Leistung Jenas.

Die Zahlen belegen den Erfolg des Standorts: Die Bruttowertschöpfung im verarbeitenden Gewerbe ist in der letzten Dekade um durchschnittlich neun Prozent pro Jahr gewachsen. Seit Ende der 90er Jahre haben sich außerdem die Umsatz- und die Mitarbeiterzahlen verdoppelt.


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Leistungsstarke Wissenschaft und Forschung. Jena ist eine international bekannte Wissen­schafts­­­stadt. Die Stadt beherbergt die renommierte Fried­rich-Schiller-Universität Jena und die praxisorientierte Ernst-Abbe-Hochschule Jena. In Jena haben außerdem das Fraunhofer-Institut für An­­ge­­wand­­te Optik und Feinmechanik, drei Max-Planck-Insti­tute (Bio­­geochemie/Chemische Ökologie/­Mensch­­­heits­geschichte), ein Helmholtz-Institut, drei Leib­­­­niz-Institute (Alternsforschung/Natur­stoff-Forsch­ung, Infektionsbiologie und Photonische Tech­­nolo­­gien) sowie zahlreiche weitere Forsch­­ungs­­­ein­rich­tungen ihren Sitz. Mit Schwerpunkten ins­­besondere in den Bereichen Optik und Photonik sowie Ge­­sund­heit und den Lebenswissen­­schaften orientiert sich die Forschung in Jena an wichtigen Zu­­kunfts­­fragen, die für die Weiterentwicklung von Ge­­sell­­­schaft und Wirtschaft relevant sind. Die Pro­fillinie „LIGHT LIFE LIBERTY“ der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Slogan „where life sciences meets physics“ des Beutenberg-Campus dokumentieren die interdisziplinäre Forschung am Stand­ort Jena. Auch den Bereichen Materialwissenschaf­­ten sowie Energiespeicherung kommt eine wichtige Rolle vor Ort zu.

Neugierig bleiben. Für Forscher und Entwickler ist Jena deshalb ein spannender Ort. 29 Prozent der Jenaer Beschäftigten haben einen akademischen Abschluss – das ist ein Rekord in Deutschland, den Jena gemeinsam mit der Partnerstadt Erlangen hält. Der deutsche Durchschnitt in den Großstädten liegt bei ca. 16 Prozent. Insgesamt forschen in Jena rund 4.500 Wissenschaftler. Und auch für den Nachwuchs in allen Bereichen wird gesorgt: Ausgebildet werden die Wissenschaftler, Unternehmer und Fachkräfte von morgen unter anderem an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Ernst-Abbe-Hochschule Jena.


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Qualifizierte Fachkräfte. Die Unternehmen vor Ort setzen auf das Wissen und Können ihrer hoch­quali­­fizierten Fachkräfte. Egal ob hochmotivierte Young Professionals, fachkundig ausgebildete Fach­­ar­beiter oder routinierte Ingenieure: Jena ist be­­­kannt für seine hervorragenden fachlichen Talente. In der Stadt arbeiten rund 53.000 Beschäf­tigte und mehr als 23.000 Studierende lernen an den beiden Hochschulen. Deshalb ist Jena auch so wunderbar jung: Die Hälfte aller Einwohner ist unter 40 Jahre alt.

Wunderbare Lebensqualität. Kultur, Natur, Sport … die vielfältigen Freizeitmöglichkeiten in Jena macht die „Work-Life-Balance“ leicht. Egal ob beim Sommer­festival „Kulturarena“, einem Besuch der Kneipen­meile „Wagnergasse“ oder einer Wanderung auf der Saalehorizontale – einen abwechslungsreichen Ausgleich zum Arbeitsleben finden Sie bei uns ganz sicher. Ganz wichtig ist in Jena auch das Thema Familienfreundlichkeit. Die sehr gute Verein­­barkeit von Beruf und Familie erkennt man unter anderem an der Ganztags-Betreuungsquote für Kinder zwischen 3 und 6 Jahren: Sie liegt in Jena bei 98,6 Prozent (vgl. Deutschland: 41,7 Prozent). Für die größeren Kinder gibt es eine vielseitige Schullandschaft mit unterschiedlichsten pädagogischen Konzepten und Spe­ziali­sierungsmöglichkeiten.

13-05--059Dr. Albrecht Schröter
Der Autor studierte Theologie in Halle/Saale und wurde 1996 promoviert. 1984 zog er nach Jena, wo er bis 1997 als Pfarrer arbeitete. Er arbeitete mehrere Jahre als Fachreferent am Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplan­entwicklung und Medien (ThILLM) in Bad Berka. Bevor er 2006 Ober­bürger­­meister der Stadt Jena wurde, arbeitete er von 2000 bis 2006 als Dezernent für Soziales und Kultur in Jena.