Djaida Marianne Henry-Perret: Unterhaltung in historischer Kulisse

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Der Jagdhof wurde in den Jahren 1709 bis 1725 unter Landgraf Ernst Ludwig erbaut, um die für die Parforcejagd benötigte Hundemeute samt Treibern und Jägern unter­zubringen. Der darunter liegende Gewölbekeller mit über sechs Meter hohen Decken diente als kühles Vorrats­lager für das erlegte Wild. Heute gilt der Jagdhofkeller als verstecktes Juwel im Herzen Bessungens und als ein Aushängeschild für viele Musikveranstaltungen.
Der traditionelle Jazz ist hier genauso zu Hause wie viele andere zeitgenössische Stilrichtungen der Musik. Der Keller ist ein Treffpunkt unter anderem für Freunde des französischen Chansons und des Celtic Folk. Aber auch irischer Rock, zum Beispiel von Kieran Halpin, oder Gospel- und Jazzklänge, wie von der Barrelhouse Jazzband, gehören zum Programm. Besonders beliebt sind die Liveauftritte aus der Stand-up-Comedy-Szene, wie dem NightWashClub aus Köln. Auch Kabarettisten wie Johannes Flöck oder Ulrike Mannel bringen die Zuschauer zum Lachen.

In den Sommermonaten finden im Jagdhof Open-Air-Konzerte statt, die gemeinsam mit dem Jazzinstitut ver­­anstaltet werden. Ob Crémant-Empfänge, Konzerte, Kabarett oder sonstige Freiluftevents, der Jagdhof mit seinem Keller bietet den Besuchern ein außergewöhnliches Ambiente.

Marianne-mit-RomeoDjaida Marianne Henry-Perret wurde 1961 in Algier, Algerien, geboren. 1962 floh sie mit ihrer Mutter und ihrem Bruder ins franzö­sische Baskenland. 1972 zog die Familie nach Paris in das berühmte Arbeiter- und Künstlerviertel „Belleville“. 1978 folgte ein Studium an der „Ecole boule“ und 1983 erhielt sie das Diplom zur Innenarchitektin. Danach folgten elf Jahre berufliche Tätigkeiten in Paris, London und Tokyo. 1994 kam sie nach Hessen, um als Schauwerbegestalterin zu arbeiteten. Von 1997 bis 2000 war sie als Gastronomin in Togo, Westafrika, tätig und kehrte dann nach Darmstadt zurück. Sie eröffnete hier ihr erstes Restaurant „La Java“. Seit 2006 führt sie mit Klaus Rohmig zusammen den Bessunger „Jagdhofkeller“ sowie das damit verbundene Französische Restaurant „Belleville“.