Dipl.-Ök. Harald Brandes: Mit Ideen von heute für Arbeitsplätze von morgen

Wir verstehen unser HandwerkMenschen mit Ideen sind im Handwerk an der richtigen Stelle, denn Hand­wer­ker entwickeln und realisieren mit ihren Kunden Ideen und Problemlösungen. Mit einer Ausbildung in einem Hand­werksberuf und der darauf aufbauenden Weiterbildung zum Meister sind die bes­­ten Voraussetzungen geschaffen, Ver­ant­­wortung für sich selbst und für an­­dere zu übernehmen. Das Aus- und Wei­­ter­bildungssystem, mit dem im Handwerk Bildung organisiert wird, ist einer der ent­­scheidenden Bausteine für erfolgreiche Gründer und Selbstständige.

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Ausgestattet mit den handwerksspezifi­schen Kenntnissen und Fertigkeiten und dem Wissen um Betriebs- und Perso­nal­­führung schaffen handwerkliche Grün­der Ausbildungs- und Arbeitsplätze, die stabiler und weniger konjunkturanfällig sind als andere. Die Wirtschafts- und Gesellschaftsgruppe Handwerk bietet mit dem Netzwerk aus Lehrbetrieb und Berufsschule beste Voraussetzungen für Wissens- und Know-how-Transfer und damit ein Modell für eine erfolgreiche Selbstständigkeit.
Der Meisterbrief ist das Weiterbil­dungs­­programm des Handwerks für Gründer und Betriebsübernehmer. Wer sich für den Meisterbrief entscheidet, investiert an der richtigen Stelle. Qualität und Qualifizierung zum Meister sind eng ver­­knüpft, sie garantieren die Kontinuität des Wissenstransfers und sind die hand­­werkliche Form der Vertrauens­bil­­dung gegenüber den Kunden, auf deren Basis Selbstständigkeit verantwortlich organisierbar ist.
Die Handwerkskammer Wiesbaden mit ihren mehr als 24.000 Mitgliedsbe­trie­ben, in denen 125.000 Menschen ar­­bei­­ten, davon rund 10.000 Lehrlinge, betreut und vertritt in Ober-, West- und Mittelhessen etwa ein Drittel des hessischen Handwerks. Sie ist kompetenter Ansprechpartner für Handwerker und Existenzgründer. Die Handwerkskam­mer Wiesbaden hat einen deutlichen Schwer­­punkt bei der Begleitung handwerklicher Existenzgründer von der Idee über die Planung bis hin zur Umsetzung des Starts in eine selbstständige Tätigkeit.

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Unternehmensgründungen sind der nach­­wachsende Rohstoff für eine dy­­na­­mische Wirtschaftsregion. Wer gründet, hat Ideen, Mut und Selbstvertrauen. Grün­­dern und Betriebsübernehmern er­­öff­nen sich Chancen für ihre berufliche Selbst­­ständigkeit, denn jeder vierte Betrieb steht in der näheren Zukunft zur Über­gabe an. Genau hier setzt die Hand­werkskammer mit ihrer Beratung, mit ihrem StarterCenter, mit Existenz­grün­dungsseminaren und Business­plan-Work­­shops sowie der Betriebsbörse „nexxt-change“ an, www.nexxt-change.org.
Bei einem jährlichen Gründer- und Jung­unternehmerfest können sich junge Exis­­tenzgründer umfassend und aus erster Hand in der Handwerkskammer infor­mie­­­­­­ren. Die Kammer hält mit sechs be­­­­­­triebs­­wirtschaftlichen Bera­tern ein um­­­­fas­­sen­des Beratungs- und Dienst­leis­tungs­an­ge­­bot für gründungs- oder über­­nahme­wil­lige junge Handwerker be­­reit. Zu­­sam­­men mit den Berufs­bil­dungs- und Techno­lo­­gie­zen­­tren am Moltkering und in der Brun­hil­­den­­straße unterstützt die Handwerkskam­mer Gründer und Über­­nehmer bei der Re­­a­­li­­sierung ihrer Ideen.

Am Tor zur Landeshauptstadt Wiesba­den an der Bierstadter Straße hat das Handwerk in einem modernen Ambien­te seine Interessenvertretung, seine Selbst­­verwaltung und sein Dienstleis­tungs­zen­­trum. Hier werden Kontakte zu den Ent­­scheidungsträgern in der Stadt und im Land gepflegt, Aus- und Weiterbildung organisiert und Beratungs- und Dienst­leistungsfunktionen für die Mitglieds­be­­triebe vorgehalten.

In den Bildungseinrichtungen der Hand­­werkskammer Wiesbaden bereiten sich über das Jahr verteilt mehr als 600 jun­­ge Handwerker auf die Meisterprü­fung vor und 2.500 Betriebsinhaber oder Mit­­arbeiter nehmen an den Fort- und Wei­­ter­­bildungsprogrammen teil. Über das Jahr verteilt werden mehr als 3.000 be­­triebswirtschaftliche, technische, juristi­­sche oder ausbildungsspezifische Bera­­tungen durchgeführt.

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Das Handwerk steht für Vielfalt, Indivi­du­alität, Kreativität und Qualität. Die mehr als 3.000 in der Landeshauptstadt Wiesbaden ansässigen Handwerks­be­trie­be decken ein Berufs- und Tätig­keits­­spektrum von rund 100 verschiedenen Berufen ab. Vom Bäcker bis zum Uhr­macher und vom Damen- und Herren­schneider bis zum Tischler reicht die Palette der Fachleute, die das tägliche Leben entscheidend mitgestalten. Sie bauen die Häuser, versorgen die Kun­den, schaffen und pflegen die Infra­struk­­tur, verschönern die Menschen und ihr Lebensumfeld – machen das Leben in der Landeshauptstadt lebenswert.
Junge Existenzgründer sind aufgefordert, mit Talent, Können, Fleiß und Wissen das Alte zu erhalten und Neues zu schaf­­fen, die Versorgung der Bevölkerung mit individuellen Gütern und Dienst­leis­­tungen des täglichen Bedarfs zu garantieren und die anspruchsvollen Kon­sum­­bedürfnisse der Kunden zu erfüllen.

Wer sich um das Make-up von Fassaden und Innenräumen, um die Häuser und um die Menschen in der Stadt kümmern will, wer für Sicherheit und Wohlgefühl sorgen will und die Kunden mit knusprigen Brötchen und wohlschmeckender Wurst versorgen will, dem bietet die Selbstständigkeit im Handwerk genau den richtigen Rahmen, seine Ideen von heute zu verwirklichen und für sich und andere Arbeitsplätze für morgen zu schaffen.

BRA_1622Der Autor ist seit dem Jahr 1997 Haupt­ge­schäfts­­füh­­rer der Handwerks­kammer Wies­­ba­den. Nach dem Stu­dium der Wirt­schafts­­wis­senschaften in Gießen trat Ha­­rald Bran­­des 1980 in die Dienste der Hand­­werks­­kammer Wies­ba­den ein. Er führt auch die Geschäfte des Hessi­schen Handwerks­­tages und der Arbeits­ge­­mein­­schaft der Hessischen Hand­werks­kam­­mern.