Dieter Reiter: Wirtschaftsraum München: das pulsierende Herz Bayerns

Nur schön ist nicht genug! Die Stadt Mün­­chen beweist, dass sie mehr kann. In der Europäischen Metropolregion Mün­­chen bringt die Stadt – als gleichberech­­tigter Partner – großes Potenzial in die Allianz ein.

Ein gesunder Mix an gut vernetzten Bran­­chen ist die Stärke der Region. Hier ha­­ben sich Global Player, mittelständische Betriebe und innovative Unternehmen in einem ausgeglichenen Verhältnis an­­gesiedelt.

Die Landeshauptstadt überzeugt im Wett­­bewerb der deutschen Städte und Krei­­se mit ihrem ausgewogenen Mix an star­­ken Zukunftsbranchen.

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Laut einer Studie vom Oktober 2009 der Initiative Neue So­­ziale Markt­wirtschaft, die in Koopera­tion mit der Zeitschrift Wirtschaftswoche durchgeführt wurde, liegt München im Ranking der wirt­schaft­­lich erfolgreichs­­ten deutschen Städte be­­reits zum sechsten Mal in Folge an der Spitze. Die 50 größten Städte Deutsch­­lands wurden auf verschiedene sozioöko­nomische und strukturelle Indika­to­ren – zum Beispiel Arbeitsein­kommen, Brut­­toinlands­pro­dukt oder Kaufkraft – un­­ter­­sucht.

Der Wirtschaftsstandort München bietet den Technologie-Unternehmen eine große Bandbreite an qualifizierten Dienst­­leis­tern und Zulieferern.

Wissen und Kreativität – Rohstoff für die Zukunft
Forschung und Entwicklung bilden eine wichtige Säule für die Hightech-Clus­­ter. Rund 35.000 Arbeitnehmer sind hier tä­­tig. Eine ausgeprägte Wissens- und For­­schungslandschaft sorgt für Inno­va­tion und ein ständiges Angebot an hoch­­qua­­lifizierten Fach- und Füh­rungs­kräften.

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Im Rahmen eines Hochschulrankings der Alexander von Humboldt-Stiftung im Juni 2009 zählten die beiden Elite-Uni­­ver­si­täten Ludwig-Maximilians-Uni­­ver­­si­­tät und Technische Universität Mün­chen im Be­­reich der Natur- und Lebenswis­sen­schaf­­ten zu den attraktivsten deutschen Uni­­versi­täten für ausländische Studenten.

Im außeruniversitären Bereich verfügt München ebenfalls über ein heraus­ra­gen­­des Angebot an weltweit bekannten For­­schungseinrichtungen. Im BMW Group Forschungs- und Innovations­zen­trum, kurz FIZ, forschen und entwickeln rund 7.000 Ingenieure, Fachleute, Wissen­schaft­­ler so­­wie andere Experten neue Fahrzeuge und Technologien für die Zu­­kunft. General Electric eröffnete im Jahr 2004 ein For­­schungszentrum in Gar­ching bei Mün­chen.
Bis zu 150 Wissenschaftler forschen dort in den Bereichen Medizintechnik, neue Werkstoffe und erneuerbare En­­ergien, Automotive und Material­for­schung.

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Zu den weltweit renommierten For­schungs­­einrichtungen zählen außerdem die Max-Planck-Gesellschaft, die Fraunhofer-Ge­­sell­­schaft sowie die Deut­­sche For­schungs­­anstalt für Luft- und Raumfahrt DLR.

Forschungsleistungen der Spitzen­klas­­se stehen für den Hightech-Raum Mün­chen. Auf Forschung folgt Innovation. Und so ist die Bezeichnung „Patentstadt München“ nicht allein auf die Tatsache zurückzuführen, dass in der Landes­haupt­­stadt das Deutsche Patent- und Mar­ken­­amt, das Europäische Patent­amt sowie die Deutsche Patentanwalts­kam­­mer sess­­haft sind. Vielmehr nimmt Mün­­chen im deutschen Vergleich bei den Pa­­tent­ak­ti­vitäten eine Spitzenposition ein.

Infrastruktur hält die Wirtschaft am Laufen
Die Attraktivität des Standortes wird durch eine gut vernetzte Verkehrs­land­­schaft unterstützt. Der internationale Flughafen München ermöglicht schnelle und weltweite Verbindungen für Ge­­schäfts- und Privatleute. Der Flughafen München hat seine Position als wachstumsstärkster Flughafen unter den eu­­ropäischen Flughäfen bestätigt. Mit rund 34,5 Millionen Passagieren erreichte München im Jahr 2008 eine Steigerung um knapp zwei Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Flughafen München befindet sich auf Platz sieben unter den passagierstärks­­ten Hubs in Europa.
Die Region München ist über acht Au­­to­­bahnverbindungen optimal an das deut­­sche Straßennetz angebunden. Auch der öffent­li­che Personennahverkehr sorgt in der Stadt sowie im Umland für eine hervorragende An­­bin­­dung.
Das Mehrjahresinvestitionsprogramm der Stadt sieht darüber hinaus vor, bis zum Jahr 2013 die städtische Infra­struk­­tur mit mehr als drei Milliarden Euro weiter auszubauen.
Die Messe München ist ein bedeutender Dreh- und Angelpunkt für die deutsche Wirtschaft. Internationale Messen wie die Bauma, die Expo Real oder die Drinktec bringen Experten und Ent­schei­­der aus aller Welt zusammen. Mehr als zwei Millionen Besucher aus über 200 Ländern nehmen jährlich an den Ver­an­­staltungen in München teil.

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Hervorragende Rahmenbedingungen für die Wirtschaft
In der Studie Pro­­gnos 2009 liegt Mün­chen auf dem drit­­ten Platz der Städte mit den zu­­kunfts­träch­­tigs­ten Wachs­tums­­branchen. Dazu ge­­hö­­ren die In­­for­ma­tions- und Kommunikations­tech­­nolo­gien (IKT), Life Sciences, Luft- und Raum­fahrt, Satellitennavigation, Auto­­mo­biltechnik sowie die hochwertigen Unternehmens- und Forschungsdienst­leistungen.

München behauptete auch im Jahr 2008 seine herausragende Stellung als Einzel­­handelsstandort in Deutschland. So liegt die Kaufkraft der Münchner Konsumen­ten mit 26.301 Euro um 38 Prozent über dem deutschen Durchschnitt und auch mit großem Abstand über dem Wert al­­ler anderen deutschen Großstädte.
Auch das Umland verfügt über ein hohes Kaufkraftpotenzial. Neben dem Land­kreis Starnberg befinden sich die Landkreise München, Ebersberg sowie Fürstenfeld­bruck unter den kaufkräftigsten Stand­orten in Deutschland.
Die Anzahl der Beschäftigten in Mün­chen ist hoch: Im Juni 2008 waren in der Re­­gion München rund 1,1 Millionen Men­schen sozialversicherungspflichtig be­­schäftigt. Zudem wies München im Ver­­gleich aller deutschen Großstädte die geringste Arbeitslosenquote auf: 4,4 Pro­­zent im Jahr 2008.

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Hohe Lebensqualität am Standort
Im Mercer-Ranking zur Lebensqualität 2009 erreichte München im internatio­na­­len Vergleich von 215 Metropolen erneut den siebten Rang.
Vielleicht kommt hier zum Tragen, dass die Landeshauptstadt als Kunst- und Kulturstadt auch international eine wich­­tige Rolle spielt. Eine ausgeprägte Kul­turlandschaft, zahlreiche Freizeitan­ge­bote für verschiedenste Interessen so­­wie weitläufige Naturgebiete und Seen in der Umgebung, die zu Ausflü­gen „ins Grüne“ einladen, steigern den Lebens- und Freizeitwert in München.
Die Nationalitäten in München sind eben­­so vielfältig. In der Stadt leben rund 1,31 Millionen Menschen, von denen etwa 23 Prozent aus dem Ausland stammen. Rund 41 Prozent der ausländischen Bür­­ger sind aus der Europäischen Union zugezogen.
Hohe Lebensqualität kombiniert mit Of­­fenheit und Toleranz – das finden Sie in München!

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Gute Perspektiven für die Zukunft
Es ist daher nicht verwunderlich, dass München auch in verschiedenen wei­­teren Rankings Spitzenpositionen be­­legt.

Im „European Regional Economic Growth Index“ (E-REGI) 2009 konnte sich Mün­­chen erstmalig als deutsche Stadt an die Spitze setzen. LaSalle Investment Ma­­nage­­ment untersuchte, welcher der knapp 100 Ballungsräume in 31 europäischen Ländern das größte kurz- bis mittelfris­ti­ge Entwicklungspotenzial bietet.
Innovative Branchen, Top-Unterneh­­men sowie exzellente Wissenschaft und For­schung machen die Landeshauptstadt München und ihr Umland zu einer der dynamischsten Wirtschaftsregionen Eu­­ropas – eine Spitzenstellung, die auch zukünftig gehalten werden soll. Die Re­­gion München befindet sich auf dem besten Weg in eine erfolgreiche Zukunft – innovativ, vielseitig und kompetent!

reiter01Der Diplom-Verwaltungs­­wirt (FH) war in wechselnden Funktio­nen in der Stadt­käm­­merei München tätig, zu­­letzt als Stadt­di­rek­­tor und stellvertreten­­der Stadt­käm­­me­rer. Seit 2009 ist er als Refe­rent für Ar­­beit und Wirtschaft der Stadt Mün­chen für re­­gionale und interna­­tionale Wirt­schafts­po­­li­­tik, Wirt­schafts­­förderung, kom­­munale Be­­schäftigungs- und Qualifi­zie­rungs­po­li­­tik, Tourismus, Oktoberfest sowie Be­­tei­­li­gungs­­manage­ment verantwortlich.