Blockupy lässt Frankfurt brennen

DA-Echo

Die Medien, wie hier das Darmstädter Echo, berichten über die brennenden Barrikaden und die Gewalteruptionen.

Frankfurt brennt. Genauer gesagt, es brennt rund um den neuen Tower der Europäischen Zentralbank, die am heutigen Tage eröffnet wurde. Während Hannah Eberle, die Pressesprecherin der Blockupy-Bewegung die „Demonstration“ in die Kamera des Hessischen Fernsehens legitimiert und mit „Eine zerbrochene Glasscheibe ist doch nicht so schlimm“ um Verständnis bittet, werden mehr als 80 Personen zum Teil schwer verletzt, brennen Polizeiautos, werden Nobelkarossen des „Establishments“ zerstört. Eberle übt sich derweil in durchaus einseitigen Glücksgefühlen: „Ich bin erstmal absolut begeistert darüber, wie viele Leute hier heute auf der Straße sind. Wir haben ein super vielfältiges Bild bei Blockupy.“

EZB eröffnet – Tarek Al-Wazir appelliert gegen Gewalt

Nicht bunt, sondern schwarz vermummt sind die vermeintlich friedfertigen Demonstranten. Das müssen sie wohl auch, denn das Strafregister reicht von Landfriedensbruch über vielfache Sachbeschädigung bis zur gefährliche Körperverletzung. Bundesinnenminister Thomas de Maiziere verurteilt die Gewalteruption scharf. „Alle, die sich hier missbräuchlich auf Freiheitsrechte berufen, müssen mit der vollen Härte des Rechtsstaats rechnen.“ Auch der Chef der Polizeigewerkschaft GdP, Oliver Malchow, kann sich an keine derart harten Ausschreitungen erinnern und betont gegenüber der Presse, die Polizei habe die Gewalt in keiner Weise provoziert und widerspricht damit Linken-Chefin Katja Kipping, die der Polizei unterstellt, sie habe die Stimmung mit aufgeheizt. Die Mitveranwtortung der Linken und der Grünen für die Eskalation ergeben sich auch aus den Äußerungen der Beteiligten. So hatte Katja Kipping freibriefartig erklärt, wer Europa wolle, es müsse „es den Reichen nehmen“.

Auf Luftaufnahmen von der Frankfurter Innenstadt seitens der Polizei Frankfurt ist zu erkennen, dass rund 10.000 Demonstranten sich rund um den Römer tummeln. Der Brandrauch über Mainhatten sind weithin sichtbar. Die schwarzen Schwaden vermittelen ein Bild des Bürgerkriegs.

Unter den Rednern der Blockupy befand sich auch Giorgios Chondros von der griechischen Regierungspartei Syriza. Für den grünen Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir, dessen Partei die Demonstrationen unterstützt hatte, war es ein schwerer Auftritt beim Festakt der EZB. Er appellierte an die Demonstranten, die Gewalt zu beenden bzw. sich von den Gewalttätigen zu distanzieren.

Die Finanzmetropole Frankfurt gilt wie keine zweite Stadt in Deutschland als Ziel linksextremistischer Demonstrationen und Gewaltakte im Zeichen der Kapitalismuskritik. Blockupy protestiert in der Stadt bereits seit Mai 2012. Schon damals kamen mehrere Polizisten und Zivilisten zu Schaden, darunter eine schwerverletzter Beamter. Für Beobachter der Blockupy-Szene ist es nur eine Frage der Zeit, bis der erste Polizeibeamte oder die erste Zivilperson ums Leben kommt.

 

Bernhard Knapstein