Bad-Kultur der Zukunft

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Wie wird das Bad der Zukunft aussehen? 4 Visionen scheinen denkbar. Bild: Rainer Sturm / pixelio.de

Ungezählte Entwickler und Trendforscher beschäftigen sich mit der Zukunft des Wohnens. Smart Living ist jetzt schon partielle Realität. Villeroy & Boch hat gemeinsam mit Grohe und dem Zukunftsinstitut Matthias Horx eine Studie vorgelegt und vier Grund-Visionen für das Badezimmer der Zukunft herausgefiltert.

Das Multi-ID-Bad folgt demnach dem Grundprinzip der Flexibilität. Aus der Wanne wird eine Sitzbank oder etwa ein Floating-Tank und neue Technologien ermöglichen, dass beim Duschen die Lotion gleich aus dem Duschkopf dosiert wird, während das Abtrocknen durch einen Ganzkörperfön textilfrei erfolgen könnte. Auch das Oberflächendesign der Einrichtung ist veränderlich, weil digitalisiert steuerbar. Ähnlich den bereits bekannten Küchenmodulen erkennen Sensoren die Größe des Eintretenden und heben oder senken Waschbecken und Toilette auf eine ideale Höhe.

Das Healthness-Bad hingegen würde sich auf seine Funktion als Gesundheitszentrum konzentrieren. Bio-Sensoren scannen sämtliche Körperdaten wie Körperhaltung und erfassen nicht-invasiv u.a. Herz- und Lungenfunktion. Das WC kontrolliert die Blutzucker- und Hormonwerte über den Urin und ist auf die Untersuchung von bakteriellen Infektionen spezialisiert. Smartscreen-Spiegel erfassen sogar die mentale Verfassung.

Auf den Mehrwert Nachhaltigkeit konzentriert sich hingegen das Zero-Emission-Bad. Intelligentes Energiemanagement macht das Bad zum Kraftwerk für sich selbst. Selbstverständlich würden auch die Baumaterialien und Armaturen umweltverträglich hergestellt sein.

Als echte Antistress-Oase erweist sich das vierte Konzept-Bad, das Selfness-Bad. Wohlfühlmaterialien, ausgeklügelte Lichtkonzepte, Duftsprüher und Wärmewellenheizung für optimales Raumklima. Das digitale Bad stellt sich durch Sensorik auf die Stimmung des Nutzers ein und bietet Massagen, Infrarot-Anwendungen, Dampf, Trinkkulturen und sogar Yoga an.

Allein das morgendliche Aufstehen bzw. abendliche zur Ruhe legen wird demnach eine unauflösbare Obliegenheit des Nutzers bleiben.

 

Bernhard Knapstein

 

Siehe auch: Innovations- und Forschungsstandort Deutschland